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«Fernschreiben aus dem Wald» ist eine neue Kolumne von Jürg Halter. Halter ist Schriftsteller, Spoken-Word-Künstler und Speaker. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung.
Ich habe mir einen Grill bestellt. So ein Teil mit vier Brennern und einem Infrarot-Kochfeld. Bei solchen Dingen funktioniere ich noch immer wie ein kleiner Junge.
Jetzt hätten wir die Chance, unsere Wirtschaft ganz grundsätzlich zu überdenken. Aber wir werden uns wohl gut schweizerisch durchwursteln. Ja, manchmal ist Klatschen auch nur ein Zeichen dafür, dass man leere Hände hat.
Das Ende des Lockdown naht. Wie können wir uns auf die Zeit danach vorbereiten? Und was braucht es, damit wir die Herausforderungen, die auf uns warten, angehen können?
Ein bisschen Auflockerung nach der ersten Lockerung: Machen Sie den Corona-Persönlichkeitstest!
Natürlich, was soll die Frage? Wer möchte das nicht? Die letzten Monate haben doch mehr als deutlich gemacht, was wir alles opfern, um gesund zu bleiben. Gesundheit, so scheint es, ist ein wichtiges Ziel eines guten Lebens.
Es stimmt schon: Gottesbeweise haben immer einen Haken. Irgendwo tragen sie immer einen Glauben oder eine Vorannahme in den Beweis hinein. Sie sind nicht gültig. Aber sie sind interessant. Und wenn wir sie als kleine Kunstwerke menschlichen Denkens begreifen, sind sie schön wie Musik, tröstlich wie ein Gebet oder Spiegel unseres Denkens, wie ein Selbstgespräch.
Krisenzeiten bringen das Beste und das Schlechteste im Menschen hervor. So gibt auch die aktuelle Pandemie-Ausnahmesituation genügend Grund, sich vor dem Menschsein zu ekeln – und es zugleich hochzuhalten. Die Frage bleibt: Worauf wollen wir in Zukunft setzen?
Der gegenwärtig viel besprochene Roman „Die Pest“ (1947) von Albert Camus ist mehr als eine kritische Auseinandersetzung mit dem Christentum. Er ist auch eine Parabel, was Glaube sein könnte – und nicht nur, was er auf keinen Fall sein darf.
Das Bild «Flutumfangen» von Frank Buchser, in einer derzeit nicht zugänglichen Ausstellung in Bern, spiegelt unser Gefühlsleben im Lockdown wider.
Ostern ist das Fest für diejenigen, die immer wieder aufgestanden sind, die es versucht haben. Und jetzt nicht mehr mögen.
Wo ist eigentlich Gott in den herzzerreissenden und himmelschreienden Zuständen unserer Zeit? Wie steht er zur Not der Menschen in der Corona-Krise? Eine Lösung des Theodizeeproblems gibt es nicht. Aber eine Antwort auf die Leidfrage sehr wohl.
Karfreitag, Karsamstag – störrische, ambivalente Tage, an denen der gewöhnliche Alltag unterbrochen ist.
Kein Dichtestress, weniger Lärm, saubere Luft und mehr Ordnung auf den Strassen. Was konnte er sich mehr wünschen? Endlich war er sich selbst und gleichzeitig vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.

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