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Was ist eigentlich Mystik?

Wenn man als Christ:in nichts falsch machen und auch noch trendy wirken möchte, beschreibt man den eigenen Glauben mit «So eher die mystische Richtung». Das klingt geheimnisvoll, undogmatisch, spirituell. Christus ist statt dem unbequemen Gott-Menschen Jesus eine alles verbindende Urkraft. Kirchenhistorischer Feminismus mit Teresa von Avila und Hildegard von Bingen haben Platz. Und: Mystik passt zu Meditation und Achtsamkeit und ist zudem auch interreligiös kompatibel.

Aber was ist Mystik eigentlich? So faszinierend der Begriff klingt, so schwer ist er festzumachen. Der Theologe Volker Leppin hat mit «Ruhen in Gott» kürzlich eine Geschichte der christlichen Mystik herausgegeben, worin er acht Kennzeichen dieser Art von Religiosität festmacht:

  1. Es gibt eine Erfahrung unmittelbarer Gottesnähe
  2. Momenthaftigkeit dieser Erfahrung
  3. Betonung der geistigen Wirklichkeit Gottes
  4. Es ist eine innerliche, nicht äusserliche Begegnung
  5. Vorwegnahme der himmlischen Nähe Gottes im Diesseits
  6. Eigene Identität muss verändert oder sogar aufgehoben werden, damit Nähe zu Gott möglich wird
  7. Erfahrungen und der Weg dorthin werden reflektiert
  8. Ihr Kern ist aber sprachlich/kognitiv nicht vollständig fassbar

Das Zentrale an der Mystik ist eine Erfahrung der Nähe oder sogar Einheit mit Gott. Sie nimmt für einen Augenblick das vorweg, was viele sich unter dem «Himmel» erhoffen. Um diesen einen Moment dreht sich alles. Die meisten Mystiker:innen pflegten und pflegen eine bestimmte spirituelle Praxis, um ihn zu ermöglichen. Vielen ist zum Beispiel wichtig, Ablenkung durch äussere Dinge auszuschalten.

Bei manchen gehört zu diesen «Äusserlichkeiten», die es abzulegen gilt, sogar die eigene Persönlichkeit: Sie versuchen, möglichst leer zu werden und alle eigenen Wünsche und Gedanken loszulassen. Askese pur.

Gott ist nicht in Worte zu fassen

Manche Mystiker:innen haben ihre Schritte zur Gotteserfahrung strukturiert und zum Beispiel als Sprossen einer Leiter beschrieben. Andere haben das christliche Bild von Gott ganz neu gedacht, bzw. betont, dass sich Gott in menschlichen Begriffen niemals fassen lässt.

Allein im Christentum sind unzählige Texte erhalten, welche mystische Glaubenserfahrungen beschreiben und reflektieren. Einige davon sind von Dritten aufgeschriebene Heiligen-Biografien, etwa die Erlebnisse von Antonius dem Grossen (um 300 n. Chr.), der seinen Reichtum weggab, in die Wüste zog und dort von Dämonen geplagt wurde. Andere Texte sind tagebuchartige Aufzeichnungen, zum Beispiel von Mechthild von Magdeburg (13. Jhdt.), die schildert, wie sie sich in körperlichem Leiden mit Christus vereinigt.

Manchmal handelt es sich auch um ganze Theologien: So etwa die faszinierenden, anonymen Schriften des «Pseudo-Dionysios Areopagita» (5. Jhdt.). Er begründete die «anaphatische» (sprachlose) Theologie, deren Paradigma ist, dass man über Gott nichts wirklich wissen oder aussagen kann. Gott sei wie die Sonne, in die man nicht direkt schauen könne; sie, die «Allursache», sei ein «überhelles Dunkel», das unsichtbar bleibt und über das man nur in negativen Formulierungen sprechen kann.

Mystik lebt von der Spannung zwischen «schon jetzt» und «noch nicht», zwischen Körperlichkeit und Geistigkeit, Alltag und Entrückung, von der Begegnung von Gott und Mensch.

Kirchenpolitische Sprengkraft

Christliche Mystik in Unterscheidung zu mystischen Ausprägungen anderer Religionen kennzeichnen zwei Dinge: Erstens ein eschatologischer Bezug, also eine Perspektive auf ein Dasein in der Gegenwart Gottes, nach dem Tod oder nach aller Zeit. Und zweitens ein Christusbezug, den die Mystiker:innen unterschiedlich stark betonen: In Jesus Christus wurde die Nähe Gottes konkret und menschlich fassbar.

Und wie die Lehren von Jesus hat auch die an ihn anschliessende Mystik Sprengkraft: Mystische Theologien wurden immer wieder als Ketzerei verschrien. Oft unterliefen sie die herrschenden Machstrukturen, nicht zuletzt, indem sie die Möglichkeit einer Gottesnähe ohne klerikale Vermittler:innen propagierten. Manche Schriften wurden verboten oder verbrannt, etwa diejenigen von Marguerite Porete im Spätmittelalter – sie landete sogar selber auf dem Scheiterhaufen.

Karl Barth beschrieb die Mystik als eine «Schwester des Atheismus», obwohl sich manche Aussagen von ihm durchaus auch mystisch lesen lassen: «Wir sollen als Theologen von Gott reden. Wir sind aber Menschen und können als solche nicht von Gott reden» – das klingt ganz ähnlich wie die Worte des anonymen Autoren Pseudo-Dionysios aus dem 5. Jahrhundert.

Immer war die Mystik eine das institutionelle Christentum begleitende Kraft, die letzteres kritisierte und damit auch vorantrieb. Manchmal wurde die Mystik aber auch von der Politik vereinnahmt. So machte sich etwa der Nationalsozialismus mystische Spiritualität zu eigen, wegen ihrer Betonung der Erfahrung und damit ihrer emotionalen, manipulativen Kraft. Auch das beschreibt Leppin in «Ruhen in Gott».

Für die heutige Zeit anschlussfähig

Was sich unter «christlicher Mystik» fassen lässt, sind überaus heterogene Gedanken und Bewegungen. Auch wegen dieser Vieldeutigkeit hat sich diese Art von Spiritualität bis heute gehalten. Ein «Netzkloster» hat genauso Platz wie «therapeutische Tipps aus Teresas Mystik», Brotrezepte von Hildegard von Bingen werden ebenso noch verwendet wie die Schriften von Meister Eckhart heute noch gelesen werden.

Der katholische Theologe Karl Rahner schrieb: «Der Fromme von morgen wird ein ‹Mystiker› sein, einer, der etwas ‹erfahren› hat, oder er wird nicht mehr sein.» Denn die Frömmigkeit «von morgen» werde nicht mehr eine selbstverständliche, allgemein geteilte Tradition sein, sondern individuell gesucht und gefunden.

Für die heutige Zeit anschlussfähig scheinen die Mystik vor allem folgende Faktoren zu machen:

  • Mystik fokussiert stärker auf das Individuum als auf die Glaubensgemeinschaft
  • Mystische Spiritualität findet sich in vielen Religionen, sie ist dadurch pluralismusfähig
  • Mystik passt zu verschiedenen aktuellen Trends: Achtsamkeit, Meditation, Selbstoptimierung

Die Philosophin Edith Stein, die in Auschwitz ermordet wurde, beschrieb diesen Zustand so: «Das Ruhen in Gott ist gegenüber dem Versagen der Aktivität aus Mangel an Lebenskraft etwas völlig Neues und Eigenartiges. Jenes war Totenstille. An ihre Stelle tritt nun das Gefühl des Geborgenseins, des aller Sorge und Verantwortung und Verpflichtung zum Handeln Enthobenseins.»

Mystik sucht aber auch die Verbindung von spiritueller Praxis und Alltag. Aus der Gottes- und Selbsterfahrung in der Stille kommt eine Hinwendung zu anderen Menschen. Die individuelle Praxis, die eigene Identität in Gott ist Verankerung für alles, was zum Menschsein gehört. Die Theologin und Aktivistin Dorothee Sölle schrieb in «Mystik und Widerstand», dass die Erfahrung der «Einheit und der Ganzheit des Lebens» zu politischem Einsatz führen muss.

Mystik als Chance und Gefahr

Es geht in einer mystischen Glaubenspraxis also nicht um eine Kraftquelle zur Bewältigung für den Stress des Alltags, sondern um die Hinwendung zu dem, was wirklich zählt. Im Inneren, Geistigen, aber auch im Äusseren, Gesellschaftlichen.

Gerade in unsicheren Zeiten ist diese Art der Spiritualität eine Chance, eine besonders zur aktuellen Epoche passende Form des christlichen Glaubens. Während der Pandemie haben viele Menschen in einer spirituellen Praxis Halt gefunden, zum Beispiel mit den christlichen Meditations-Apps wie «Lectio365» (englisch) oder «Evermore» (deutsch).

Es muss an dieser Stelle aber auch vor allfälligen «Nebenwirkungen» gewarnt werden. Studien raten Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Vorbelastungen zur Vorsicht bei meditativen Praktiken. Die Versenkung ins eigene Innere kann Traumata, Flashbacks und Dissoziationen hervorrufen oder verstärken, wenn Begleitung und Reflexion fehlen.

Womöglich waren dies die Dämonen, die der Asket Antonius vor 1700 Jahren in der Wüste bekämpfte. Und auch wenn mystische Spiritualität heute in den Trendbereich rückt, zeigt der Blick in die Theologie- und Kirchengeschichte, dass sie mit harmloser Wohlfühl-Achtsamkeit wenig zu tun hat.

Volker Leppin: Ruhen in Gott. Geschichte der christlichen Mystik, C. H. Beck, 2021. Die Zitate in diesem Artikel stammen ebenfalls aus diesem Buch. Leppin möchte sich zwar auch an ein nicht-theologisches Publikum richten. Dennoch sind die Informationsdichte und das Tempo enorm hoch und manches historische Wissen wird vorausgesetzt.

Im RefLab-Podcast «Holy Embodied» wird Mystik immer wieder thematisiert.

Bild: Patrick Schneider, Unsplash

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11 Kommentare zu „Was ist eigentlich Mystik?“

  1. Simon Pfeiffer

    Schöner und ausgewogener Text. Vielleicht ist Mystik das, was von Kirchen bleibt, wenn kein Stein mehr auf dem anderen steht.

  2. Vielen Dank für Übersicht. Meine Position dazu mal ganz holzschnittartig: Es gibt kein lebendiges Christsein ohne den innewohnenden Geist Christi. Der Leib Christi, seine Glieder und das Haupt sollten miteinander auch im Diesseits schon in Kommunikation stehen. Das Bild vom Weinstock fällt auch hier hinein. Das wäre mir Mystik genug. Bei dem, was kirchengeschichtlich alles unter Mystik fällt, bin ich mir nicht so sicher, ob hier nicht auch an andere Geister angedockt wurde.
    Gruss Tobias

    1. Evelyne Baumberger

      Lieber Tobias, danke für den Kommentar. Das Bild des Weinstockes finde ich gut. Das mit den „anderen Geistern“ ist m. E. aber eine Abwehrreaktion, die man so pauschal sicher nicht äussern kann.

      1. Pauschal sicher nicht. Ich habe bewusst vorsichtig formuliert. Und eine Abwehrreaktion gegenüber dem als falsch Erkannten ist mE sogar zwingend geboten. Es ist gefährlich, einem jeden Geist einfach so unreflektiert Glauben zu schenken. Gruss

        1. Zu der Formulierung „Abwehrreaktion gegenüber dem als falsch erkannten“

          Das ist für mich gerade ein spannendes Thema. Wie kann es sein, dass das, was der/die Eine klar als „falsch“ erkennt, für eine/n Andere/n „richtig“ ist?
          Was die/den Eine/n abschreckt, empfindet der/die Andere als hilfreich und sinnstiftend.
          (das ist wohl das Thema „Unterscheidung der Geister“).

          Was denkst du darüber? Und Evelyne?
          Vllt ist das ja auch mal ein Thema für den Blog (oder hast du dazu schonmal was gemacht?)

  3. Aus einer Einführung zur Mystik von Anselm Grün: Der grosse deutsche Theologe Karl Rahner hat einmal gesagt: «Der Christ der Zukunft ist ein Mystiker, er ist einer, der Gott erfahren hat.» oder «Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein oder er wird nicht sein.» Rahner meint mit diesem oft zitierten Wort, dass es nicht genügt, an Gott zu glauben. Der Christ der Zukunft, der für seinen Glauben Rechenschaft ablegen will, braucht die Erfahrung des Glaubens, er braucht die Erfahrung Gottes. Denn ohne Gotteserfahrung können wir in dieser säkularisierten Welt nicht von Gott sprechen. Dann würden unsere Worte über Gott hohl klingen.

    Rahner folgt in seiner Beschreibung der Mystik der Definition, die Thomas von Aquin gegeben hat. Thomas definiert Mystik als „cognitio Dei experimentalis“, also um ein Erkennen Gottes, das auf Erfahrung beruht, oder ein Erkennen Gottes, das zugleich mit der Erfahrung Gottes verbunden ist. Die Menschen sehnen sich heute danach, Gott zu erfahren. Sie begnügen sich nicht mehr mit Worten über Gott.

    Mystik hat mit Jesus zu tun
    Wenn Karl Rahner von Mystik schreibt, dann bezieht er sich immer auf die christliche Mystik. Und die ist für ihn wesentlich mit der Person Jesu Christi verbunden. Mystik ist für Rahner nichts Abgehobenes, sondern der Weg, in der Beschäftigung mit dem Leben Jesu, mit seinen Worten und Taten, mit seiner Passion, seinem Tod und seiner Auferstehung, sich immer wieder hinein nehmen zu lassen in das unbegreifliche Geheimnis der Liebe Gottes. Rahner ist Jesuit. Daher versteht er mit seinem Ordensgründer Ignatius von Loyola Mystik als „Gottfinden in allen Dingen“. Für ihn bedeutet Mystik, die Erfahrungen des Alltags auf Gott hin zu öffnen, in allem, was uns im Alltag begegnet, Gottes geheimnisvolle Gegenwart wahrzunehmen.

    Gotteserfahrung im Alltag
    So will christliche Mystik gerade im Umgang mit der Welt uns aufbrechen für den Gott, der immer zugleich in der Welt und jenseits der Welt ist als das unbegreifliche Geheimnis, das uns in allem, was wir tun, umgibt. Für Rahner bedeutet Mystik letztlich: Gott, das unbegreifliche Geheimnis erfahren. Ich erfahre Gott in den alltäglichen Begegnungen mit Menschen, in der Treue des Alltags, aber auch in Transzendenz-Erlebnissen, die ich in der Stille, in der Meditation, im Gottesdienst, in der Natur machen darf. Und ich erfahre Gott nicht nur aussen, sondern auch innen. Gott ist mir innerlicher als ich selbst, hat Augustinus gesagt. Für die Kirchenväter der frühen Kirche ist es klar, dass Gott in uns wohnt. Und dort, wo Gott in uns wohnt, kommen wir in Berührung mit dem wahren Selbst. Dort, wo das Geheimnis Gottes in uns wohnt, können wir auch in uns selbst daheim sein. Solche Erfahrungen können nicht herbeigeführt werden. Wir können uns durch den spirituellen Übungsweg dafür nur öffnen. Doch die Erfahrung Gottes ist letztlich immer Geschenk seiner unbegreiflichen Gnade.

    Gott ist in mir
    Ganz gleich, wie wir Mystik definieren, es geht immer um eine Erfahrung Gottes. Sie muss nicht aussergewöhnlich sein. Sie kann auch in einem kurzen Augenblick geschehen, in dem Gottes Wort mich anrührt, mir ins Herz fällt, in der Gottes Liebe mein Herz erfüllt, in dem mir die Augen aufgehen und ich für einen Augenblick in den Grund allen Seins schaue und mein Ego, das alles beurteilen möchte, vergesse. Ich bin einfach nur da, eins mit mir, eins mit dem GRUND, eins mit GOTT, der mich mit seiner Liebe einhüllt und durchdringt. Mystik ist nicht Weltflucht, sondern die Erfahrung Gottes mitten in der Welt. Sie ist die Erfahrung Gottes, der die ganze Welt mit seinem Geist durchdringt, aber zugleich auch die Erfahrung Gottes, die wir gerade dann machen, wenn wir uns innerlich von der Welt getrennt haben – wenn nicht mehr die Welt (Schöpfung, grenzenloses LEBEN) uns bestimmt, sondern Gott (Schöpfer, grenzenlose LIEBE).

    Nun, für mich gilt, auch wenn sich die Sprache über die Jahrhunderte geändert hat – von Karl Rahner (1904 bis 1984) bis Meister Eckhart (1260 bis 1328) – die Botschaft ist immer die Gleiche geblieben!

  4. Mir sagt bzw. bringt Mystik als christlich verstanden nichts, obwohl ich seit langen Jahren aktives Mitglied in meiner evangelischen Kirche bin. Meine Gebete gingen stets nur bis zur Zimmerdecke. Eine wirklich für mich fruchtbare Form der Mystik bzw. der Spiritualität habe ich erst gefunden, als ich die Meditation und vor allem den Yoga für mich entdeckte.
    Ich habe niemals Gnade als etwas von außen kommend erfahren, es sei denn, sie kam von leibhaftigen Menschen, die mich begleiten und mir so manches vergeben (haben). Die Verbundenheit mit anderen und mit der Welt stellt sich im Rahmen meiner Spiritualität vielmehr so ein, dass ich zur Ruhe, zu Atem komme und dabei Raum in mir gewinne, andere und anderes wahrzunehmen und Platz in meinem Leben zu gewähren. Gott als personales Wesen, als der ganz andere, ist mir dabei niemals begegnet.

    1. Aber vielleicht, Oliver, sind Sie Gott dabei (gemeint ist: im Rahmen Ihrer Spiritualität) als personales Wesen begegnet. Das wäre doch auch schon was. Oder?

  5. Der Wunsch, das Begehren – oder wie immer man das bezeichnen will -, mit Gott zusammen zu sein, mit Gott Gemeinschaft haben zu wollen, ist aber noch nicht Mystik, oder? Und wenn es stimmt, was Christenmenschen behaupten, nämlich Gott „sei in den Schoß eines Weibes herabgestiegen, aus einer Frau geboren, mit Milch und menschlichen Speisen ernährt aufgewachsen und er habe – um von vielem anderen zu schweigen, was Gott nicht zu gebühren scheint – Ermüdung, Hunger, Durst, Schläge und zwischen Räubern Kreuz und Tod erduldet“ (Anselm von Canterbury, Cur deus homo?), gerät dann nicht schon der simple Wunsch, mit Menschen zusammen zu sein, gerät dann nicht schon das einfache Begehren, mit Menschen Gemeinschaft haben zu wollen, in den – für einen Atheisten geradezu unzumutbar und für einen Gläubigen wohl ungeheuerlich zu nennenden – Verdacht, Mystik zu sein?

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