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Aktualität

Der Wiener Aktionskünstler und Erfinder des Orgien-Mysterien-Theaters Hermann Nitsch ist 83-jährig gestorben. Im Rückgriff auf die Antike hat er moderne Läuterungsrituale gestiftet, die nach seinem Tod weitergehen werden.
Kürzlich erschien das Buch «Für den Zweifel». In fünf Gesprächen wird darin die Publizistin und Journalistin Carolin Emcke vom Literaturprofessor Thomas Strässle interviewt. Emcke spricht sich unter anderem für präzise Analysen, Ergebnisoffenheit, Graustufen und bewusste Diskussionsräume aus.
Eigentlich bin ich das Thema wirklich Leid. Gottfried Locher wurden 2020 verschiedene «Grenzverletzungen» vorgeworfen. Als eine Untersuchung dazu nicht mehr zu verhindern war, ist er zurückgetreten. Die Untersuchung, an der er sich nicht beteiligen wollte, hielt die Aussagen für glaubwürdig und kommt zum Ergebnis, dass der ehemalige Präsident der Reformierten Kirche Schweiz eine ehemalige Mitarbeitende in ihrer sexuellen, psychischen und spirituellen Integrität verletzt hat. Das ist schlimm genug. Jetzt hat er sich auch theologisch ins Offside gestellt.
Nicht von dieser Welt, oder doch? Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bringt tiefe Spaltungen innerhalb der christlich-orthodoxen Welt ans Licht – und vertieft sie weiter. Wer mit wem weshalb verbündet oder verfeindet ist, versucht Johanna Di Blasi im Gespräch mit dem griechisch-orthodoxen Theologen Stefanos Athanasiou herauszufinden.
Vom unbekannten KGB-Agenten zum derzeit am meisten gefürchteten Mann der Welt: Wie wurde Wladimir Putin zu dem, was er heute ist? Und welche Rolle spielten westliche Politiker und Wirtschaftsleute bei seinem Aufstieg?
Jetzt ist sie also angebrochen: die Zeit nach der Pandemie. Jedenfalls gefühlt. Und wieder einmal ist alles anders gekommen als gedacht. Corona ist keineswegs durchgestanden, aber es wird von anderen Themen überlagert. Welche Chancen und Risiken birgt die neue Phase? Und kommt die grosse After Party noch?
Wir haben den Eindruck, unsere Argumente einigermassen durchgespielt zu haben: zu Pazifismus, Gerechtigkeit, Legitimation von Gewalt etc. Jetzt sehen wir klarer, wo wir übereinstimmen, wo wir divergieren und was «man» unseres Erachtens tun kann, um Kriege einzudämmen oder besser noch zu verhindern. Aber Evelyne hat recht: Wir blieben unpersönlich.
Pazifistische Lösungen gegen den Krieg? Oder einen neuen verbindlichen Gerichtshof? Nein, der Krieg gegen die Ukraine zeigt, dass wir schlagkräftige Armeen brauchen und die feste Entschlossenheit, sie nicht einzusetzen.
Pazifisten haben gerade einen schweren Stand. Der theologischen Friedensethik wird im Angesicht der bitteren Realität des Ukrainekrieges völlige Weltfremdheit, sogar Zynismus vorgeworfen. Ich versuche hier zu erklären, warum ich nach wie vor an die transformative Kraft gewaltfreier Aktion glaube. Und warum mir die wieder salonfähige Rede vom «gerechten Krieg» zutiefst zuwider ist.
Ich höre mir Analysen über Krieg gern eine Weile an, lasse mir auch Geostrategien erklären, wende mich dann aber meist anderen Gedanken und Dingen zu. In diesem Fall kann ich mich aber nicht so leicht aus der Affäre ziehen, v.a. weil ein paar echte Handgranaten in unseren Diskurszirkel eingeworfen wurden: «Theologie des Krieges», «das Böse» und «Gerechter Krieg».
Die Ereignisse in der Ukraine bewegen uns. Was wir darüber denken und wie wir damit umgehen, darüber wird es im RefLab-Team in den nächsten Tagen und Wochen einen Briefwechsel geben. Hier im Blog.
Fast 350 Unterzeichner wenden sich in einer Deklaration gegen nationalistische und bellizistische Vereinnahmungen der christlichen Religion: darunter das Who’s who der orthodoxen Theologie aus Universitäten von der USA über Deutschland bis Griechenland.
Der Ukraine-Krieg hat sogar Militärexperten überrascht. Umso spannender ist es, die Ausführungen dieser zwei Autoren zu lesen, die bereits 2019 auf die Gefahr eines Krieges hingewiesen haben.
Dass solches Wandern erlaubt ist ...? Zunächst flohen ukrainische Menschen mit Rollkoffern aus dem blitzartig zerschossenen Land. Inzwischen laufen junge und alte Menschen mit kleinen Rucksäcken davon, um wendig zu sein, wenn es Gewehrsalven regnet oder ringsum explodiert.
Seit zwei Wochen führt Putin Krieg gegen die Ukraine. Je länger die Invasion gegen die Ukraine dauert, desto häufiger hört man Stimmen, die fragen, ob sich der Widerstand gegen die russischen Besatzer überhaupt lohne. Widerstand kostet Menschenleben. Was kann wichtiger sein, als das Überleben?
TheoLounge Live mit der Philosophin und Bestseller-Autorin («Tanz um die Lust», «Glücksversuche») Ariadne von Schirach am 3. März 2022 in Zürich

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