Less noise, more conversation.
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Aktualität

Der erfundene Winnetou-Shitstorm ist ein eindrückliches Lehrbeispiel für Medienhysterie. Angefacht aus Profitinteresse und Parteilichkeit.
Wir erleben zunehmend Grabenkämpfe um sogenannte «kulturelle Appropriation». Die Unsicherheit macht vor religiösen Symbolen nicht halt.
Viele sind heute überfordert mit Begriffen wie «BIPoC» oder «intersektionaler Feminismus». Dennoch gibt man gerne ein Like für Anliegen, die man als politisch korrekt einstuft. Für echte Diskussionen und Horizonterweiterung reicht das nicht – doch das erfordert die Logik von Social Media auch nicht.
Eine positive Ökobilanz ist eine Frage der Glaubwürdigkeit geworden. Und ein Ausweis für lernende Communitys. Ein Lokalaugenschein in einer christlichen Vorzeigegemeinde.
Mit der geltenden Rechtslage in der Schweiz gibt es eigentlich einen Spielraum für kontroverse, aber respektvolle Gespräche rund um Schwangerschaftsabbruch. Zu viele Stimmen zeigen sich jedoch als nicht dialogfähig. Statt Geschichten zu erzählen und einander zuzuhören, zu lernen und uns als Gesellschaft zu entwickeln, werden extreme Positionen propagiert und neue Einschränkungen gefordert.
Menschliche Nähe und Vertrautheit sind offenbar etwas, das sich zumindest teilweise auch virtuell herstellen lässt. Im zweiten Teil meiner Erkundungsreise in digitale Nahwelten geht es um ASMR-Rollenspiele.
Es ist sehr unwahrscheinlich und doch scheinen wir alle irgendwie darauf mit Angstlust zu warten: dass Maschinen Bewusstsein erlangen. Nun hat ein Google-Ingenieur und Ethiker im Fall der Software LaMDA genau diesen Eindruck gewonnen. Eine Selbstbeobachtung.
Mit einem Augenzwinkern berichtet Anna Näf in ihrer Klimakolumne «Planet A», wo sie in der Klimakrise über die eigene Faulheit stolpert oder den Kopf an absurden Argumenten stösst. In dieser Ausgabe lässt sich die Theologin, die bei Christian Climate Action engagiert ist, von Höllenszenarien nicht lähmen.
Die Cancel Culture ist dort angekommen, wo es sie in der Geschichte auch schon gegeben hat: in der Kirche. Gedanken zur Schwierigkeit, Ambivalenz auszuhalten.
Maschinen werden immer menschlicher. Da scheint es naheliegend, den Umgang mit ihnen grundsätzlich zu überdenken.
Haus und Garten, Realität und Traum, Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen – im Istituto Svizzero nahe des Gartens der Villa Borghese in Rom.
Am Sonntag stimmt Zürich über «Netto null» ab: Klimaneutralität bis 2040. Parallel setzt sich eine Kunstausstellung in der ETH Zürich mit der Zerbrechlichkeit des blauen Planeten auseinander.
Sie bricht an – zumindest für alle, die nicht zu einer vulnerablen Risikogruppe gehören: die Zeit nach Corona, oder eben, die Zeit der «Postpandemie». Doch wenn wir ehrlich sind, haben wir keine Lust, überhaupt darüber zu reden, dass wir gerade eine Pandemie erlebt haben. Ich jedenfalls gar nicht. Zéro.
Die Arte-Serie «In Therapie» trifft einen Nerv der Zeit. Nicht nur in Frankreich. Man erfährt viel über die Patient:innen des erfahrenen Dr. Dayan, aber auch über sich selbst.
«Imagine» von John Lennon ist eine grosse Friedenshymne. Das Lied ist aber nicht so zeitlos, wie es scheint. Der Text könnte eine Überarbeitung oder Ergänzung vertragen.

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