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Gesellschaft

Woke ist Wort und Gebot der Stunde. Wer nicht gendert, wer sich nicht deutlich gegen Klimawandel, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Islamophobie äussert, hat den Anschluss verpasst – so die Argumentation. Aber kann es sein, dass wir uns in einem performativen Wortkrieg verrennen, so berechtigt die Anliegen sind?
Er habe manchmal Selbstmordgedanken, bekennt der Sänger Stromae in seinem neuen Song «L’enfer», «Die Hölle». Offenbar ist er damit nicht allein. Seit der Veröffentlichung am 12. Januar hat das Lied mehr als 17 Millionen Aufrufe.
Die klassisch-religiösen Weltbilder haben ihre Deutungsmacht in westeuropäischen Gesellschaften weitgehend eingebüsst und das Ende der grossen Erzählungen wurde ausgerufen. Nun gerät die säkulare Story, die jene Entwicklungen interpretiert, selbst unter Druck.
Über sexuelle Belästigung und eine Gesellschaft im Wandel.
Die Blicke von Männern und die Erschöpfung der Frauen stehen miteinander in Verbindung, zeigt die Soziologin Franziska Schutzbach in ihrem neuen Buch. Dass auch ich als durchaus privilegierte Frau davon geprägt bin, wurde mir erst bei der Lektüre so richtig klar.
Während die Corona-Fallzahlen steigen, entgleist hüben wie drüben die Sprache. Die österreichische Regierung ruft einen «Lockdown für Ungeimpfte» aus, die Opposition spricht von einem «Corona-Apartheidsystem». In der Schweiz befürchten Gegner:innen des Covid-19-Gesetzes gezielte Manipulationen bei er Abstimmung vom 28. November, der bernische Sicherheitsdirektor Reto Nause warnt dagegen vor Zuständen wie beim Sturm aufs US-Capitol.
Unser 1. August-Beitrag: In der Schweiz funktioniert alles – auch Corona fährt das Land nicht an die Wand. Dennoch fällt es immer schwerer, dafür dankbar zu sein.
Ein weiterer christlicher Feiertag beschenkt uns mit einem verlängerten Wochenende. Manuel Schmid macht sich in diesem Beitrag Gedanken über den Verbleib des Heiligen Geistes, dem das Pfingstfest gewidmet ist.
Es gibt ein Meme, das letztes Jahr während des Lockdowns kursierte: Es war das Bild eines hochdekorierten katholischen Würdenträgers, in der einen Hand einen goldenen Stab, in der anderen einen angeleinten blauen Drachen. Der Text dazu: «Me coming out of lockdown with all the crap I ordered online». Ich, frisch aus dem Lockdown, mit all dem Gedöns, das ich online bestellt habe.
Ein Jahr Corona: ein persönlicher Rückblick auf leere Strassen, solidarisches Klatschen und tragikomische Löschaktionen.

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