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Aktualität

Wenn Milliarden Blumenknospen im Übergang vom April in den Mai plötzlich aufspringen und das Gras fast über Nacht in dichten saftigen Büscheln zurückkehrt, öffnet sich da nicht ein Stück weit das Paradies? Wenn wir dem Romantiker Philipp Otto Runge folgen, ist das wirklich so.
Auch nach 2‘000 Jahren kann das Kreuz noch aufregen. Leidenschaftliche Befürworter der Religionsfreiheit und der Neutralität unseres liberalen Staates empören sich über die Restbestände dessen, was gerne als «christlich-abendländische Kultur» bezeichnet wird. Hüter:innen ebendieser Kultur beschwichtigen und wollen den Ball flach halten. Ein Kommentar zu dieser immer neu aufflammenden Debatte – und ihrer eigentümlichen Rollenverteilung.
Die Reformierte Kirchgemeinde Zürich schafft eine Vollzeit-Pfarrstelle für die Anliegen der LGBTQ-Community. Das Projekt ist vorerst bis zum 30. Juni 2024 finanziert.
Vor wenigen Wochen sagte die Schweiz Ja zum Burka-Verbot. Die muslimische Körperverhüllung wurde als Ausdruck der Verhinderung weiblicher Emanzipation gesehen. Jetzt überraschen europäische Kunstturnerinnen mit der gegenteiligen Stossrichtung: Die jungen Frauen sehen es als Statement gegen Sexismus an, sich zu verhüllen.
Was uns die Gründung einer elitären Fussball-Organisation (Super League) mitzuteilen hat...
Dem Zürcher Böögg wurde gestern auf der legendären Teufelsbrücke im Urkanton Uri der Scheiterhaufen bereitet. Ausnahmsweise. Schuld ist Corona. Worum geht es in solchen Bräuchen? Welche Emotionen werden geschürt? Und welche Rolle spielt der Teufel?
Vor 500 Jahren ist eine der wirkmächtigsten Berufungen auf das eigene Gewissen formuliert worden. Luther stand in Worms vor dem Kaiser, der seinen Widerruf forderte. 500 Jahre später können wir froh sein, dass Luthers Antwort besser war als unsere Erinnerung daran. 
Das Naturhistorische Museum Bern lädt unter dem Titel «Queer — Vielfalt ist unsere Natur» zu einer verwirrenden Expedition ins «Queerreich» ein. Es geht auch um die Frage, wie queer die Bibel ist. Viele werden überrascht sein, wie gross die Vielfalt der Geschlechter und sexuellen Ausrichtungen nicht nur bei Menschen, sondern gerade und besonders auch im Tierreich ist.  
Das Referendumskomitee gegen die «Ehe für alle» fühlt sich diskriminiert, weil mehrere Banken sich geweigert haben, für seinen Trägerverein ein Konto zu eröffnen. In seinem Blogbeitrag von heute morgen hat Stephan Jütte das eigenartige Rechtsempfinden des Vereins angeprangert und die Freiheit einer Bank hervorgehoben, selbst zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte machen möchte und mit wem nicht. Ich erkläre hier, warum ich die Ablehnung der Bank trotzdem daneben finde.
Manchmal schreibt das Leben lustige Geschichten: Dem rechtskonservativen Nein-Komitee gegen die «Ehe für alle» ist es bei mehreren Banken nicht gelungen, ein Konto einzurichten. Deshalb reichen sie nun – exemplarisch – Strafanzeige ein gegen die Raiffeisen-Bank in Zug. Und zwar wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm.
Der berühmte Theologieprofessor und streitbare Priester Hans Küng ist am 6. April 93-jährig in Tübingen verstorben. Mittlerweile sind schöne, differenzierte und gehaltvolle Nachrufe erschienen. Dabei wirkt Küng immer wieder wie ein kämpferischer, bisweilen auch etwas eitler Gegenspieler der Amtskirche.
Die Kanzlerin bittet die Bürgerinnen und Bürger an einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz letzten Mittwoch um Verzeihung. Nicht einfach mit einem beiläufigen «Sorry.», sondern mit einer veritablen Schuldübernahme. Die geplante Osterruhe sei ein Fehler gewesen, für den sie allein die Verantwortung trage. Man kann darin ein Zeichen demütiger Selbstbescheidung erkennen aber auch eine neue Form personalisierter Machtpolitik.
Vor einer guten Woche habe ich einen Text über "Containerbegriffe" geschrieben. Darin fordere ich, Phänomene präzis zu beschreiben. Ich glaube nämlich, dass dies notwendig ist, um die dahinter liegenden Missstände zu beheben. Diesen Gedanken habe ich an den Begriffen "Cancel Culture" und "Patriarchat" durchgespielt. Über 90% der Reaktionen die ich darauf erhalten habe, drehten sich um "das Patriarchat". Die Heftigkeit hat mich überrascht. Und ich habe gelernt, dass ich nicht als Person, sondern nur als Vertreter einer Gruppe über das Patriarchat sprechen kann.
Am Wochenende eröffnet in Zürich eine Ausstellung mit Werken von Gerhard Richter. Johanna hat im Traum ein Bild betreten. Wahrscheinlich war sie zu lange auf Kunstentzug...
Wer bin ich ohne Sprache? Zehn Schweizerinnen und Schweizer wollten es herausfinden – und fanden die Challenge überraschend hart

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