Less noise, more conversation.
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Eigentlich bin ich das Thema wirklich Leid. Gottfried Locher wurden 2020 verschiedene «Grenzverletzungen» vorgeworfen. Als eine Untersuchung dazu nicht mehr zu verhindern war, ist er zurückgetreten. Die Untersuchung, an der er sich nicht beteiligen wollte, hielt die Aussagen für glaubwürdig und kommt zum Ergebnis, dass der ehemalige Präsident der Reformierten Kirche Schweiz eine ehemalige Mitarbeitende in ihrer sexuellen, psychischen und spirituellen Integrität verletzt hat. Das ist schlimm genug. Jetzt hat er sich auch theologisch ins Offside gestellt.
Nicht von dieser Welt, oder doch? Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bringt tiefe Spaltungen innerhalb der christlich-orthodoxen Welt ans Licht – und vertieft sie weiter. Wer mit wem weshalb verbündet oder verfeindet ist, versucht Johanna Di Blasi im Gespräch mit dem griechisch-orthodoxen Theologen Stefanos Athanasiou herauszufinden.
Vom unbekannten KGB-Agenten zum derzeit am meisten gefürchteten Mann der Welt: Wie wurde Wladimir Putin zu dem, was er heute ist? Und welche Rolle spielten westliche Politiker und Wirtschaftsleute bei seinem Aufstieg?
Jetzt ist sie also angebrochen: die Zeit nach der Pandemie. Jedenfalls gefühlt. Und wieder einmal ist alles anders gekommen als gedacht. Corona ist keineswegs durchgestanden, aber es wird von anderen Themen überlagert. Welche Chancen und Risiken birgt die neue Phase? Und kommt die grosse After Party noch?
Wir haben den Eindruck, unsere Argumente einigermassen durchgespielt zu haben: zu Pazifismus, Gerechtigkeit, Legitimation von Gewalt etc. Jetzt sehen wir klarer, wo wir übereinstimmen, wo wir divergieren und was «man» unseres Erachtens tun kann, um Kriege einzudämmen oder besser noch zu verhindern. Aber Evelyne hat recht: Wir blieben unpersönlich.
In dieser Serie schreiben wir Briefe an Frauen aus der Bibel. Die Priestertochter Zippora wurde mit Mose verheiratet. Was viele nicht wissen: Ohne Zippora hätte es die Exodus-Geschichte, wie wir sie kennen, nicht gegeben, denn sie rettete Mose das Leben.
Ist das pazifistische Weltbild angesichts des Krieges gegen die Ukraine noch tragbar? Oder braucht christliche Nächstenliebe manchmal auch militärische Waffen?
Pazifistische Lösungen gegen den Krieg? Oder einen neuen verbindlichen Gerichtshof? Nein, der Krieg gegen die Ukraine zeigt, dass wir schlagkräftige Armeen brauchen und die feste Entschlossenheit, sie nicht einzusetzen.
Pazifisten haben gerade einen schweren Stand. Der theologischen Friedensethik wird im Angesicht der bitteren Realität des Ukrainekrieges völlige Weltfremdheit, sogar Zynismus vorgeworfen. Ich versuche hier zu erklären, warum ich nach wie vor an die transformative Kraft gewaltfreier Aktion glaube. Und warum mir die wieder salonfähige Rede vom «gerechten Krieg» zutiefst zuwider ist.
Ich höre mir Analysen über Krieg gern eine Weile an, lasse mir auch Geostrategien erklären, wende mich dann aber meist anderen Gedanken und Dingen zu. In diesem Fall kann ich mich aber nicht so leicht aus der Affäre ziehen, v.a. weil ein paar echte Handgranaten in unseren Diskurszirkel eingeworfen wurden: «Theologie des Krieges», «das Böse» und «Gerechter Krieg».
Vier Tage ohne Nahrung: Davon erhoffte ich mir, spirituell wieder mehr Halt zu finden. Doch entscheidend war nicht der Verzicht aufs Essen.
Ja, es ging hoch zu und her an unserer letzten Teamsitzung. Diejenigen, die das Podcast-Gespräch zwischen Manu und mir bereits gehört hatten, meinten, er sei kaum zu Wort gekommen. Evelyne war unzufrieden mit dem Inhalt. Wir müssten doch «etwas Theologisches zum Krieg» sagen. Eine christliche Perspektive einnehmen. Das finde ich schwierig.

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