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Ethik & Gesellschaft

«Herdenimmunität»: Bis vor wenigen Monaten hatten die meisten von uns diesen Ausdruck nicht im aktiven Wortschatz. Mit dem Auftauchen der Coronapandemie änderte sich das. Der Fachbegriff aus der Veterinärmedizin wurde umstandslos auf menschliche Populationen übertragen. Wir lernten, uns als Herde zu begreifen. Wir strebten Herdenschutz an, bauten auf den Herdeneffekt. Nun verabschieden sich Fachleute von der Idee – und wir uns fast wehmütig von der Herde.
Wer auf der Grundlage der christlichen Tradition und Ideengeschichte nach Argumenten oder Bildern sucht, mittels derer die Würde des Menschen behauptet oder verteidigt werden kann, stösst immer wieder auf die Rede von der Gottebenbildlichkeit des Menschen. Wahrscheinlich gibt es aber für den Würdegedanken bessere Motive.
Diese Woche sprachen Stephan und Manu in der aktuellen «Schall und Rauch»-Folge darüber, dass Stephans Tochter die Twilight-Bücher gelesen hatte und die Filme schauen durfte. Stephan kritisierte dabei die Frauenrolle sowie die Sexualmoral, die Autorin Stephenie Meyer vermittelt. Auf Twitter griff @REF_lektionen das auf und ergänzte, wie problematisch es doch sei, dass eine solche Beziehung als romantisches Ideal dargestellt wird. Ich vertiefe dieses Gespräch aus weiblicher Perspektive.
Wie kann ich mich ehrlich machen? Wie viel Aufrichtigkeit hält meine Beziehung aus? Soll ich mich vor meinem Partner oder meiner Partnerin seelisch nackt machen oder ist es besser, wenn wir (kleine) Geheimnisse hüten? Und wie viel Selbsttäuschung schwingt mit, in Paarbeziehungen wie im Bezogensein auf Gott oder das Absolute?
Der Netflix-Film «Pray Away» beleuchtet christlich-konservative Bewegungen, welche Homosexualität für Sünde halten und queere Menschen als «heilbar» bezeichnen.
Unser 1. August-Beitrag: In der Schweiz funktioniert alles – auch Corona fährt das Land nicht an die Wand. Dennoch fällt es immer schwerer, dafür dankbar zu sein.
...und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
Dass unser Sprachgebrauch derzeit kritisiert wird, ist nichts Neues. PETA Deutschland hat jedoch einen ziemlich ungewohnten Vorschlag gemacht.
Wahrscheinlich freuen sich die meisten Menschen, können sie das Homeoffice wieder verlassen, sich in Bars treffen oder zusammen im Sport schwitzen. Der Sommer lockt dazu, ständig etwas zu unternehmen und die coronabedingte Langsamkeit über Bord zu werfen. Jedoch nicht immer zu unserem Vorteil.
Christlicher Konservatismus befindet sich im Kulturkampfmodus, Milieus driften gefährlich auseinander. Ein neues Buch, «Christentum von rechts» sucht nach Gründen und Lösungen.
Bei vielen Menschen schwindet das Freiheitsgefühl. Da hilft der Hinweis auf die freiheitlichen Grundrechte herzlich wenig. Kommt nun die Zeit, da wir Freiheit nicht länger nur beanspruchen, sondern einander grosszügig ermöglichen?
Es wäre ein schönes Zeichen gewesen. An Ungarn, das unter Victor Orbán vor einer Woche mehrere Gesetzesänderungen verabschiedet hat, die insgesamt Informationen zu Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit verbieten.
Selbst Menschen, die sonst nie Fussball schauen, haben eine Meinung zur Nationalmannschaft. Mindestens während den EM- und WM-Spielen. Meistens sagt die aber weniger über die Mannschaft oder den Trainer aus als über einen selbst. Eine kleine Typologie der «Nati-Expert:innen» und «Fussball-Verächter:innen»:

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