Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Leela Sutter

Vor einem Jahr ist mein Vater gestorben, unerwartet und sehr schnell. Ich habe seinen Tod unendlich klar erlebt, habe das Licht gesehen, das zurück ins Licht geht. Wie trauert es sich auf diesem Hintergrund?
Er war römisch-katholischer Priester und hat sich durch ein Burnout und Coming-Out zum Mystiker gehäutet: Pierre Stutz. Sein Buch «Geborgen und frei – Mystik als Lebensstil» erscheint in diesen Tagen als Neuauflage – doch was heisst es, Mystik wirklich zu leben? Oder anders gefragt: Wie fühlt sich eine Mystiker*in am Montagmorgen im Jahr 2026?
Wir ignorieren es gerne, das Sterben. Sei es am Ende eines Menschenlebens, vor allem aber auch mittendrin: Da sind wir immer wieder von Neuem gefragt, Versionen von uns selbst, von Beziehungen, von Ideen und Wünschen, von vermeintlichen Träumen sterben zu lassen. Keine einfache Sache – und gleichzeitig etwas sehr Heiliges.
Das Eintauchen in die Stille oder die Verbindung mit dem Eigentlichen wollen immer wieder von neuem gepflegt werden: eine Beobachtung aus meinem eigenen Erleben.
Sie arbeitet mit Erdenergie und benutzt Zweige als Akupunkturnadeln: Dorothea Leber befreit so Häuser, Gärten und Orte von «geopathic stress» oder Erdstrahlung. Holy Embodied hat sie in Sussex besucht.
Langlebigkeit wird an jeder Ecke angepriesen: Seien es Pülverchen, die unsere Gelenke geschmeidig halten, medizinische Eingriffe oder auch kosmetische Prozeduren. Altern und letztlich Sterben sind sowas von out. Welches Menschenbild steckt hinter diesem Trend? Und welches Verständnis von Gott?
Seit über 30 Jahren übt sie Yoga, sie ist Pfarrerin in Zürich und im Vorstand eines Festivals der Stille: Kathrin Rehmat. Wir sprechen über Einsichten aus der Stille, aus dem Körper und die wunderbare Tatsache, dass die Stille niemandem gehört.
Wie lässt sich Gott dort finden, wo es weh tut, wo Körper nicht «funktionieren» und Leben nicht glatt verläuft – ohne in spirituelle Vertröstung oder spiritual bypassing zu verfallen?
Künstliche Intelligenz ist auf dem Weg, unseren Alltag zu revolutionieren. Doch was bedeutet KI für eine gelebte Spiritualität? Ist sie der Gipfel einer reformierten Spiritualität – unabhängig von Mittelspersonen, sakralen Räumen und stets verfügbar? Ein Gespräch mit Thomas Schlag, dem Professor für Praktische Theologie an der Universität und Direktor des Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(S)».
Gerne würde ich hier von einem ultra wohltuenden Digital Detox schreiben. Die Wahrheit ist aber eine andere.
Wenn man weiss, wie viel Schmerz möglich sei, sei man wagemutiger – sagt Yvonne Eisenring. Sie hat viel gewagt und umso mehr gewonnen: Ihr Filmdebüt «Love Roulette» wird gefeiert, eine Liveshow ihres Podcast hat das Zürcher Hallenstadion gefüllt und ihr Buch «Life Rebel» war ein Bestseller. Dennoch sagt sie: Letztlich ist Erfolg oder Misserfolg unwichtig.
Nach fünf Jahren gemeinsamer Podcast-Reise verabschieden wir uns von einer vertrauten Konstellation: Patrick Schwarzenbach verlässt Holy Embodied. In dieser Folge sprechen wir darüber, woran wir erkennen, dass ein Kapitel zu Ende geht – und warum es trotzdem so schwer ist, Abschiede nicht mit Tempo, Humor oder Ausweichen zu übertünchen. Eine Einladung, den Übergang bewusst auszuhalten.
Wie erleben neurodiverse Menschen Spiritualität? Tobias Zehnder ist Pfarrer und forscht zum Thema «Theologie und Autismus» und ist selbst im Spektrum. Wir sprechen über das körperlich-filterlose Wahrnehmen der Welt, die unschätzbare Unterstützung von Ohropax und seine persönlichen spirituellen Erfahrungen.
Wir fragen uns in dieser Folge, ob jede Klangvibration spirituelle Körperpraxis ist oder ob unser Nervensystem klare Unterschiede macht. Wir vergleichen zum Beispiel die gute alte Orgel mit dem Gong – und mit Raves im Kirchenraum.
Er ist 83, hat mit seinem Velo die entferntesten Länder bereist, und dabei hunderte von Dokus gedreht: Werner Kropik. Der ursprüngliche Wiener lebt seit Jahrzehnten im Tessin, wo seine Filme legendär sind und ist überzeugter Atheist. Ein Gespräch über die Natur der Menschen, seine Versuche, zu meditieren – und Treffen mit dem Dalai Lama.
Ist der Krieg tatsächlich der «Vater von allem» – oder ist die Welt grundsätzlich ein Ort des Wohlwollens? Patrick und Leela teilen ihr Wahrnehmen vom Grundstrom der Welt, wie schmal der Grat sein kann, auf dem wir uns bewegen und weshalb der freie Wille hier reinfunken kann.
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