Less noise, more conversation.
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Der Wiener Aktionskünstler und Erfinder des Orgien-Mysterien-Theaters Hermann Nitsch ist 83-jährig gestorben. Im Rückgriff auf die Antike hat er moderne Läuterungsrituale gestiftet, die nach seinem Tod weitergehen werden.
Ostern ist eine Geschichte der Heilung, auch wenn es zunächst eher schmerzhaft zu und her geht. Heilung ist nicht immer eine rosige Angelegenheit und folgt oft auch keinem uns bewussten Plan. Wer wen heilt und was da genau vor sich geht – davon spricht Andrea Stäger; sie ist Pionierin im Bereich Energiearbeit und leitet in Zürich ihre eigene Schule.
Als Teenager flirten wir mit dem Todesgedanken. Wir stellen uns unser Begräbnis vor und wie die anderen uns beweinen. Von einem jugendlichen Flirt unterscheidet sich ein ernsthaftes Date. Eine Meditation in loser Anknüpfung an Karfreitag.
Kürzlich erschien das Buch «Für den Zweifel». In fünf Gesprächen wird darin die Publizistin und Journalistin Carolin Emcke vom Literaturprofessor Thomas Strässle interviewt. Emcke spricht sich unter anderem für präzise Analysen, Ergebnisoffenheit, Graustufen und bewusste Diskussionsräume aus.
Wer sind die Evangelikalen? Gehören die Pfingstler auch dazu? Und haben sie ein Frauenproblem? Sind sie homophob? Die klügsten Antwortversuche dazu hat im letzten Jahr Thorsten Dietz in seinem äusserst erfolgreichen Podcast «Das Wort & das Fleisch» gegeben. Dabei hat er zusammen mit seinem Sidekick Martin Hühnerhof unterhaltsam und kenntnisreich die kirchlichen Entwicklungen seit den Sechzigerjahren skizziert. Jetzt hat er in Buchform nachgelegt. Die Skizze wird detailreicher, übersichtlicher und insgesamt leichter verständlich. Ein Theologie-Buch, das wir wirklich brauchen!
Menschen tun in Videos Dinge, die sie nie taten, und sie sagen Sachen, die sie nicht sagten. Schwindet durch die Zunahme von Deep Fake unsere Fähigkeit, dem Augenschein zu glauben? Droht gar eine Infocalypse? Und wie lässt sich Vertrauen zurückgewinnen?
Eigentlich bin ich das Thema wirklich Leid. Gottfried Locher wurden 2020 verschiedene «Grenzverletzungen» vorgeworfen. Als eine Untersuchung dazu nicht mehr zu verhindern war, ist er zurückgetreten. Die Untersuchung, an der er sich nicht beteiligen wollte, hielt die Aussagen für glaubwürdig und kommt zum Ergebnis, dass der ehemalige Präsident der Reformierten Kirche Schweiz eine ehemalige Mitarbeitende in ihrer sexuellen, psychischen und spirituellen Integrität verletzt hat. Das ist schlimm genug. Jetzt hat er sich auch theologisch ins Offside gestellt.

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