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Ritual-Agenturen: Eine Zukunftschance der Kirche?

Genug gefastet! Der Stammtisch startet wieder. Und zwar besser als je zuvor! Alle zwei Wochen verantworten Reformiert. und RefLab den Stammtisch gemeinsam. Immer zu einem gesellschaftlich relevanten Thema und natürlich mit Fokus auf Kirche und Religion.

Heute sprechen Felix und Stephan mit Pfarrerin Monika Thut. Sie ist Mitbegründerin der kirchlichen Aargauer Ritualagentur leben-feiern.ch. Was hat sie dazu motiviert? Geht das, als Pfarrerin auf dem freien Markt und was heisst das für die kirchliche Identität? Und was könnte das für die Zukunft bedeuten? Wird sich das Pfarrbild grundsätzlich wandeln?

Hier findest du die Seite der Aargauer Ritualagentur.
Hier findest du den Recherche-Artikel von Reformiert zum Thema.
Und das hat Felix Reich bereits vor unserem Stammtisch als Meinung veröffentlicht.

Wir freuen uns, wenn ihr reinhört, uns Feedback gebt und mit uns eure Gedanken dazu teilt. Gerne an contact@reflab.ch.

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2 Kommentare zu „Ritual-Agenturen: Eine Zukunftschance der Kirche?“

  1. Christoph Walser

    Guter Austausch, danke! – wir müssen verschiedenes ausprobieren, um zu schauen, wie wir über die Insider-Sphäre der Kirche hinaus Menschen erreichen… mir fehlt in der Debatte etwas die Differenzierung zwischen Kasualien und Ritualen. Unsere „Auf-gabe“ und auch Kompetenz als Pfarer:in sind die Kasualien (Feiern an den zentralen Lebensübergängen), die viel von ihrer Kraft aus einer theologisch und seelsorgerlich guten Vermittlung unserer pachwork-religiösen Tradition und den gewachsenen Gemeinschaftsformen gewinnen.
    Wir sollten noch mehr kommunizieren, dass wir für das Begehen dieser Lebensübergänge die besten Partner sind, weil: wir sind verwurzelt in der Tradition und geschult, deren Lebenskraft für den jeweiligen Lebensübergang liturgisch zu aktualisieren; wir haben eine Berufung und Glaubwürdigkeit für Qualität durch die Ausbildung und Ordination; wir sind öffentliche Personen und feiern diese Rituale nicht privat, sondern eingebettet in der Öffentlichkeit der (weit verstandenen) Gemeinde.
    Hauptproblem scheint mir heute der Trend zur Privatisierung der historisch gewachsenen öffentlichen Rituale. Immer mehr Leute wollen das Kind im Schoss der Familie taufen, Beerdigung still am Grab und nur noch im engsten Kreis, Ritual im Familienkreis zum Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen u.a. Ich finde da sollten wir als Landeskirchen eher Gegensteuer geben: Kasualien im Kreis der Kleinfamilie? – unsere zentralen Rituale entfalten doch ihre Lebenskraft gerade daraus, dass sie vom Traum und der „Hie-und-da-Erfahrung“ einer grossen Famile von Brüdern und Schwestern beseelt sind.

  2. Simon Pfeiffer

    Schönes Dreigespräch! Ich bin gerade noch einmal mehr Fan von unserem Angebot Leben Feiern. Aus dem Gesprach nehme ich mit: Die Frage nach erweiterter Ressourcenorientierung und Beteiligung aller Menschen, den Mut zu notwendigen Abschieden oder vielleicht sogar Amputationen, die Offenheit für eine Ermöglichungskultur statt einer reglementierten Erstarrung.
    Was mich beflügelt ist der Gedanke, dass wir, wenn wir das im Herzen tragen, was wir in nicht mehr ganz zeitgemässen Formen zu erzählen versuchen, nämlich Gottes Zuwendung zu den Menschen, zu mir als einzelnem Mensch, getrost alles Starre zerbersten oder verwesen lassen können und uns unbelastet neu, verspielt und ernsthaft unter die wirklichen Menschen da draussen verstreuen und uns ihren Bedürfnissen zuwenden dürfen. Vielleicht entsteht so Tragendes Neues?
    Anstelle von flächendeckenden Einzelauftritten wären für mich solche „geballten“ Dreigespräche unter Theolog:innen, Diakon:innen, Katechet:innen, Journalist:innen und Musiker:innen und … sehr reizvoll.

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