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In der Sonntagsfamilie der christlichen Feiertage wirkt «Auffahrt» wie ein vernachlässigtes Stiefkind. Vermutlich feiern viele Gläubige die Himmelfahrt Christi eher inkognito, wie einen freudigen Grund für ein ausgedehntes Wochenende. Wer mag, kann darüber nörgeln. Ich nehme es lieber heiter, denn immerhin freuen wir uns noch über Auffahrt. Lässt sich diese Freude noch ein wenig höher stimmen?
In diesem Corona-Jahr habe ich etwas Wichtiges über Arbeit und Arbeitsbelastung gelernt. Bis anhin war Arbeit etwas, das ich in Stunden oder Minuten zu quantifizieren versuchte. Jetzt habe ich verstanden, dass es ganz andere Masseinheiten braucht: Die Trennung verschiedener Arbeitsformen.
Unser Erscheinungsbild ist ein Grund zur Freude, könnte man meinen. Es zeigt an: Wir sind da! Wir leben! Das Gesicht ist das Interface unseres Daseins. Viele aber sind unzufrieden mit sich, v.a. nach langen Videokonferenzen.
Tränen können etwas Heilsames, ja, Heiliges haben. Dazu muss aber der Raum gegeben sein – ein «safe space» für die weinende Person.
Arbeitslosigkeit ist für viele Menschen ein schwieriger Zustand. Besonders im letzten Drittel der Erwerbstätigkeit, mit 45-50plus, wirkt sie bedrohlich. Quälende Fragen nach der Zukunft tauchen auf. Anders als in den USA gilt es besonders in der Schweiz immer noch als beschämend, keine Arbeit zu haben.  Diese existenziellen Nöte sind durch die Covid-19-Situation gravierender geworden. Für Stellensuchende fallen nebst den alltäglichen sozialen Kontakten in Geschäft oder Büro auch persönliche Treffen mit Freunden, Familie oder Kollegen weg; Sportvereine pausieren, Fitnessstudios sind geschlossen, das soziale Leben brennt auf Sparflamme.
Heute hat Livenet einen Beitrag von Daniel Gerber veröffentlicht. Unter dem Titel «Kultur der Angst und Zensur» wird die finnische Politikerin Pävi Räsänen als Opfer einer liberalen Meinungsdiktatur stilisiert. Der Artikel verzichtet darauf, die strittigen Äusserungen zu zitieren. Wer sich informiert merkt schnell: Hier wird nicht christliches Gedankengut zensiert, sondern biologistische Hassrede angezeigt. Warum aber solidarisieren sich ausgerechnet christlich-fundamentalistische Kreise mit solchem rechten Gedankengut? 
Im römischen Reich wurden Gotteslästerer an den Galgen gebracht oder durch das Entzweischneiden ihrer Zunge an weiteren Sprechsünden gehindert. In unseren liberalen Gesellschaften erscheinen Blasphemieverbote dagegen als antiquiert. Verschiedene Staaten haben die betreffenden Gesetzesartikel gestrichen. Mich interessiert in diesem Beitrag die spezifisch christliche Dimension der Diskussion um Blasphemie, die Paradoxie der Schändung des Geschändeten.
Wenn Milliarden Blumenknospen im Übergang vom April in den Mai plötzlich aufspringen und das Gras fast über Nacht in dichten saftigen Büscheln zurückkehrt, öffnet sich da nicht ein Stück weit das Paradies? Wenn wir dem Romantiker Philipp Otto Runge folgen, ist das wirklich so.
Facebook-Gruppen für «Sternenkinder-Eltern», Ideen zur Trauerkultur, Sterben mit Instagram-Publikum: Das Thema Tod ist auf Social Media präsent. Eine heilsame Entwicklung für unsere Gesellschaft?
Auch nach 2‘000 Jahren kann das Kreuz noch aufregen. Leidenschaftliche Befürworter der Religionsfreiheit und der Neutralität unseres liberalen Staates empören sich über die Restbestände dessen, was gerne als «christlich-abendländische Kultur» bezeichnet wird. Hüter:innen ebendieser Kultur beschwichtigen und wollen den Ball flach halten. Ein Kommentar zu dieser immer neu aufflammenden Debatte – und ihrer eigentümlichen Rollenverteilung.
Die Reformierte Kirchgemeinde Zürich schafft eine Vollzeit-Pfarrstelle für die Anliegen der LGBTQ-Community. Das Projekt ist vorerst bis zum 30. Juni 2024 finanziert.

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