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Probleme religiös deuten? Bitte nicht!

Dingen einen tieferen Sinn geben zu wollen, ist etwas völlig Verständliches: Man hat dann nicht einfach Pech gehabt, sondern es gibt eine Erklärung dafür. Aber Probleme religiös zu deuten, kann auch problematisch sein. Warum, schildert Evelyne im Video.

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9 Kommentare zu „Probleme religiös deuten? Bitte nicht!“

  1. Liebe Evelyne
    Einen super Beitrag!
    Ich kenne viele Leute die ihre Probleme wegbeten wollen. Doch im Leviticus stehen ja so viele praktische lebensnahe Beispiele, zb. wie man mit Schimmel umgeht…
    So ist mein Glaube. Betrachten, prüfen, sich selbst reflektieren, Probleme anpacken.
    Lg Anita

  2. Der schmale Weg liegt in der Mitte der Strasse. Keine Separation, kein hier und dort. Nur hier, jetzt, ich, du, wir. Echt toll schwierig schön – Leben halt.

  3. Warum dürfen Christen etwas nicht geistlich deuten dürfen? Als Christ hat man schon per Definition eine transzendentere Haltung als der Rest der Welt. Bildlich gesehen, sollte ein Fussballer sich entschuldigen, dass er Fussball spielt? Mich entlastet es, wenn ich mir sage, dass Gott den Überblick hat. Das heisst im Umkehrschluss nicht, dass ich für mein Verhalten die Verantwortung nicht übernehme. So oder so, Danke für deinen Beitrag Evelyne!

    1. Evelyne Baumberger

      Danke für diesen und die anderen Kommentare zu meinen Videos (ferienbedingt antworte ich etwas verspätet). Ich höre heraus, dass es dir in meinen Videos an klaren, eindeutigen, starken Aussagen fehlt. (Und allgemein bei uns Reformierten – allerdings spreche ich ja nicht für „die reformierte Kirche“, und zudem macht es die ref. Kirche gerade aus, dass es darin auch eine gewisse Breite an Perspektiven und Frömmigkeitsstilen gibt – sogar im RefLab selber.)
      Diese Klarheit kann und will ich tatsächlich nicht kommunizieren, jedenfalls nicht in der Richtung, die du von Christ*innen erwartest. Denn m. E. ist Glaube nichts, dass man festhalten oder festmachen kann, sondern ein Prozess, eine Beziehung, die sich im Laufe des individuellen Lebens entwickelt, manchmal bricht, wächst und sich verändert. Das finde ich so auch in den biblischen Texten wieder. Und diese ganz persönliche Gottesbeziehung hält mich auch davon ab, absolute Aussagen zu machen, denn bei anderen Menschen sieht sie ganz anders aus. Sie erleben vielleicht keine Wunder, obwohl sie darum ringen. Sie spüren Gott nicht, obwohl sie sich danach sehnen. Darauf habe ich keine Antwort, und deswegen zweifle und ringe ich selber immer wieder. Das drückt sich auch in meinen Artikeln und Videos aus.
      Dennoch freut es mich, wenn du uns weiter ab und zu besuchst, reinliest und reinhörst, und gerne auch weiter kommentierst. Willkommen in der RefLab-Community. Liebe Grüsse!

      1. Könnte nicht möglicherweise – auch und gerade – die Sichtweise „Gott ist jedem Menschen gegenwärtig“ eine entlastende, der Entfaltung/Stärkung/Ermöglichung menschlichen Lebens dienliche Funktion haben: Und zwar auf ‚beiden Seiten‘; sowohl auf der Seite derjenigen, die „Gott nicht spüren“, obwohl sie sich „danach sehnen“ (warum muss ich Gott spüren? ist mein Glaube ärmer, wenn ich Gott nicht spüre? ist mein Glaube reicher, wenn ich Gott spüre? woher weiß ich/bin ich mir dessen gewiss, dass ich GOTT spüre, wenn ich spüre, was ich spüre?), als auch auf der Seite derjenigen, die keine Antwort darauf haben, und deswegen zweifeln und mit sich selber immer wieder ringen. (ich soll mir selbst und Anderen ein Gespür für Gott anmanipulieren wollen? woher sollte ein solcher Wille kommen und wozu!)
        In dieser religiösen Deutung der Situation des einzelnen Menschen vor Gott steckt, finde ich, eine konkrete Verheißung für einen neuen Spürsinn, für eine neue Art von Spürsinn – nicht nur, aber auch bezogen auf die Suche nach Problemlösungen. Würde ich behaupten.

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