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Der Antisemitismusvorwurf, früher gegen Nazis und Rechte vorgebracht, wird mehr und mehr zur politischen Waffe gegen «links». Dies wurde zuletzt in den bizarren Antisemitismusvorwüfen an Carolin Emcke deutlich. Die Folge des seit Jahrzehnten mächtigen Anti-Anti-Semitismus ist: Man redet nicht über Juden oder das Jüdische. Eine fatale Strategie, meint der Philosoph und Judaist Elad Lapidot.
Visionquest, eiskalte Bäder, Feuerlaufen: Rituale speziell für Männer scheinen stets etwas krass zu sein. Ist das notwendig? Gibt es so etwas wie männliche Spiritualität? Ein Gespräch mit Stefan Gasser-Kehl und Patrick Schwarzenbach.
Bei vielen Menschen schwindet das Freiheitsgefühl. Da hilft der Hinweis auf die freiheitlichen Grundrechte herzlich wenig. Kommt nun die Zeit, da wir Freiheit nicht länger nur beanspruchen, sondern einander grosszügig ermöglichen?
Es wäre ein schönes Zeichen gewesen. An Ungarn, das unter Victor Orbán vor einer Woche mehrere Gesetzesänderungen verabschiedet hat, die insgesamt Informationen zu Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit verbieten.
Selbst Menschen, die sonst nie Fussball schauen, haben eine Meinung zur Nationalmannschaft. Mindestens während den EM- und WM-Spielen. Meistens sagt die aber weniger über die Mannschaft oder den Trainer aus als über einen selbst. Eine kleine Typologie der «Nati-Expert:innen» und «Fussball-Verächter:innen»:
Wann kippt es? Vom Tipping Point und anderen Menschlichkeiten
«Du verdammter Hurensauhund, du! Dreckspack! Mach, dass du wegkommst! Taliban-Terrorist! Verschwinde! Fahr ab!» Der Surprise-Verkäufer im Schatten des Eingangs einer Berner Bäckerei ist sichtlich verstört.
Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise hat sich die Wahrnehmung verschoben. Was lange als «zivilisiert» und «hochkulturell» galt, erscheint heute als problematisch, während indigene Kulturen eine Aufwertung erfahren. In diesem Kontext fällt öfter das Schlagwort «christlicher Animismus»: Ein Gespräch mit dem Bonner Theologen Andreas Krebs.
Statt für «Evangelium», für die «gute Nachricht», sorgt die Kirche laufend für «bad news». Dabei würde sie ein altes Konzept bestens kennen, um mit eigenen Fehlern umzugehen: Busse tun.

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