In der losen Blogserie «Intuitionen und Analogien» erzählt Andreas Kessler, wie er in gewissen Momenten seines Lebens unverhofft und irritiert von theologischen Interpretationen eingeholt wurde.
In einem früheren Beitrag habe ich den christlichen Streamingdienst »PureFlix« kritisiert. Er präsentiert eine auf die Sensibilitäten eines evangelikalen Publikums zugeschnittene Welt und führt ganz bewusst eine unterschwellige Botschaft mit. Aber natürlich wird nicht nur auf dieser Plattform kräftig gepredigt. Mein Statement für gute Film- und Seriengeschichten ohne doppelten Boden.
Der Ägyptologe Jan Assmann lüftet in seinem neuen Buch die Schleier der christlichen ›Mysterien‹. Und interpretiert Beethovens Missa solemnis als ›Gottesdienst im Kopf‹. Johanna Di Blasi folgt der atemberaubenden Argumentation von »Kult und Kunst«.
In Amerika wurde »PureFlix« als christliche Alternative zu Netflix lanciert. Das Bestreben, eine »saubere Welt« darzustellen und so den Glauben von Christ*innen zu stärken, ist aber durchaus kritikwürdig. Und es zeigt die Ängstlichkeit und Engstirnigkeit eines solchen Programms.
Früher gab es Schicksal. Etwas, dem man nicht ausweichen konnte. Dem man mit einer Haltung begegnete, für die wir beinahe nur noch aussterbende Wörter zur Verfügung haben, wie Ergebung oder Demut. In Rainer Maria Rilkes Gedicht Herbsttag (1902) kann man so etwas noch finden.
Ein kleines, feines Museum mit einer eigenen Art der Kunstvermittlung. Es will sich mit seinen Geschichten in den Geschichten der Besucher*innen fortsetzen. Das macht Freude!
»Also den musst du unbedingt kennen!« Angestiftet von solchen Ausrufen habe ich mir meinen ersten Roman von Michel Houellebecq zu Gemüte geführt. Und bis kurz vor Schluss der Lektüre war ich mir sicher, dass es auch mein letzter bleiben würde…