Less noise, more conversation.
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Auf die Idee gebracht hat mich ein US-amerikanischer Fitnesstrend: Streak-Running. Die Idee ist simpel. Gehe jeden Tag laufen, mindestens eine Meile. Der Hintergedanke dabei: Wenn du eh schon weisst, dass du laufen wirst, halten dich Wetter, TV-Serien oder eine zu kurze Nacht nicht davon ab. Du tust es selbstverständlich, wie zähneputzen oder duschen. Für mich ist das nichts. Nicht weil mir gute Routinen nicht helfen würden, sondern weil ich sicherlich einen Überehrgeiz entwickeln würde, der es mir nicht erlaubt, nach einer Meile aufzuhören. Dann lieber ein richtiger Ruhetag.
Dem Zürcher Böögg wurde gestern auf der legendären Teufelsbrücke im Urkanton Uri der Scheiterhaufen bereitet. Ausnahmsweise. Schuld ist Corona. Worum geht es in solchen Bräuchen? Welche Emotionen werden geschürt? Und welche Rolle spielt der Teufel?
Vor 500 Jahren ist eine der wirkmächtigsten Berufungen auf das eigene Gewissen formuliert worden. Luther stand in Worms vor dem Kaiser, der seinen Widerruf forderte. 500 Jahre später können wir froh sein, dass Luthers Antwort besser war als unsere Erinnerung daran. 
Der Wald erlebt so was wie eine Wiederentdeckung – nicht zuletzt der Pandemie geschuldet. Vor lauter trendy Waldbaden geht dabei etwas vergessen, dass schon unsere keltischen Urahnen wussten: Der Wald als heiliger Hain, der ist ziemlich fantastisch.
Das Naturhistorische Museum Bern lädt unter dem Titel «Queer — Vielfalt ist unsere Natur» zu einer verwirrenden Expedition ins «Queerreich» ein. Es geht auch um die Frage, wie queer die Bibel ist. Viele werden überrascht sein, wie gross die Vielfalt der Geschlechter und sexuellen Ausrichtungen nicht nur bei Menschen, sondern gerade und besonders auch im Tierreich ist.  
Vor zwei Jahren brannte Notre-Dame de Paris. Der Wiederaufbau ist in Frankreich Staatsaufgabe. Wofür steht das steinerne Monument? Ist es mehr als ein Museum und Touristenhotspot? Handelt es sich um ein inklusives oder exkludierendes, konfessionelles oder postkonfessionelles, nationales oder internationales Symbol? Und kann sich um Monumente herum auch heute noch Gemeinschaft formieren?
Das Referendumskomitee gegen die «Ehe für alle» fühlt sich diskriminiert, weil mehrere Banken sich geweigert haben, für seinen Trägerverein ein Konto zu eröffnen. In seinem Blogbeitrag von heute morgen hat Stephan Jütte das eigenartige Rechtsempfinden des Vereins angeprangert und die Freiheit einer Bank hervorgehoben, selbst zu entscheiden, mit wem sie Geschäfte machen möchte und mit wem nicht. Ich erkläre hier, warum ich die Ablehnung der Bank trotzdem daneben finde.

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