Mit Witz und Ironie nimmt sich die österreichische Künstlerin und selbsternannte Museumsdirektorin Klischees vor. Ein Gespräch über antikoloniale Käfer, assoziative Recherchen und die Vorzüge künstlerischer Forschung. Die Fragen stellt Johanna Di Blasi aus dem RefLab.
«Du verdammter Hurensauhund, du! Dreckspack! Mach, dass du wegkommst! Taliban-Terrorist! Verschwinde! Fahr ab!» Der Surprise-Verkäufer im Schatten des Eingangs einer Berner Bäckerei ist sichtlich verstört.
War die Debatte um die Cancel Culture nur ein Sommerlochthema? Nein, sie wirft eine Reihe von Grundsatzfragen auf. Zum Beispiel: Wie gehen wir mit Zeugnissen der Vergangenheit um, die aus heutiger Sicht moralisch fragwürdig erscheinen? Machen wir uns das an einem konkreten Beispiel klar: Wohin mit Onkel Toms Hütte?
«Fernschreiben aus dem Wald» ist eine Kolumne von Jürg Halter. Halter ist Schriftsteller, Spoken Word Künstler und Speaker. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung.
#BlackLivesMatter hat auch in Mitteleuropa Tausende Menschen auf die Strasse getrieben. Massenproteste gegen rassifizierte Ausbeutung und Unterdrückung vor Ort stehen bislang aber noch aus.
Begriffe haben keine zeitlosen, kontextunabhängigen Bedeutungen. Ihr Gehalt ist das, was sie in einer bestimmten Verstehensgemeinschaft meinen. Darum gibt es auch keine Wörter, die an und für sich rassistisch, sexistisch, oder politisch (in-)korrekt sind – es gibt nur Wörter, die in diesem Sinne verwendet werden.