Wie sähe die Welt aus, wenn jedes Wesen wesensgerecht leben könnte? In welchen Rhythmen würden wir leben? Ein Spaziergang mit Martin Ott, Autor, Pädagoge und ehemaliger Demeter-Bauer.
Alle Jahre wieder findet dieser seltsame Gedenktag an einen Cliffhanger statt: Karfreitag. Aber weil alle schon wissen, dass Ostern kommt, dass der Todgeglaubte eigentlich lebt, ist da keine Spannung. Niemand denkt: «Boah, jetzt ist er also gestorben. Krass!» Es fühlt sich eher an, wie zum zwanzigsten Mal Dirty Dancing schauen: Viel Drama, aber man weiss, dass es gut kommt. Als Ritual werden Cliffhanger schnell kitschig.
In der losen Blogserie «Intuitionen und Analogien» erzählt Andreas Kessler, wie er in gewissen Momenten seines Lebens unverhofft und irritiert von theologischen Interpretationen eingeholt wurde.
Die Kanzlerin bittet die Bürgerinnen und Bürger an einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz letzten Mittwoch um Verzeihung. Nicht einfach mit einem beiläufigen «Sorry.», sondern mit einer veritablen Schuldübernahme. Die geplante Osterruhe sei ein Fehler gewesen, für den sie allein die Verantwortung trage. Man kann darin ein Zeichen demütiger Selbstbescheidung erkennen aber auch eine neue Form personalisierter Machtpolitik.
Vor einer guten Woche habe ich einen Text über "Containerbegriffe" geschrieben. Darin fordere ich, Phänomene präzis zu beschreiben. Ich glaube nämlich, dass dies notwendig ist, um die dahinter liegenden Missstände zu beheben. Diesen Gedanken habe ich an den Begriffen "Cancel Culture" und "Patriarchat" durchgespielt. Über 90% der Reaktionen die ich darauf erhalten habe, drehten sich um "das Patriarchat". Die Heftigkeit hat mich überrascht. Und ich habe gelernt, dass ich nicht als Person, sondern nur als Vertreter einer Gruppe über das Patriarchat sprechen kann.
Die meisten von uns verbringen ihre Tage sitzend auf einem Stuhl: Vor dem Computer, im Auto, auf dem Sofa. Doch unsere Körper leiden unter dieser Einseitigkeit, Zeit also uns mal wieder um den guten Psoas zu kümmern.
Am Wochenende eröffnet in Zürich eine Ausstellung mit Werken von Gerhard Richter. Johanna hat im Traum ein Bild betreten. Wahrscheinlich war sie zu lange auf Kunstentzug...