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Die Postevangelikalen gibt es nicht

Warum beschäftigen sich im Moment so viele mit dem Thema Postevangelikale?[1] Die evangelikale Bewegung galt als die große Ausnahme der neueren Christentumsgeschichte. Überall, vor allem im Westen, verzeichnen die traditionellen Kirchen und Konfessionen Rückgang. Weltweit sind es in erster Linie evangelikale, vor allem pentekostale Gemeinschaften, die wachsen. Um so interessanter bzw. überraschender ist das Phänomen: Auch dort scheint es inzwischen eine signifikante Gruppe von Menschen geben, die sich mit ihrem bisherigen Glaubensgehäuse nicht mehr wohlfühlen.

Wer sind die Postevangelikalen?

Was sind das für Menschen? Welches Bild kann bzw. muss man sich davon machen? Nun ist es wie immer: Klischees und Stereotype breiten sich nicht selten schneller aus als die Gruppe, um die es vermeintlich geht. Die einen beklagen «gewisse Unterströme der postevangelikalen Theologie», deren Wirkung sie als «toxisch und destabilisierend» empfinden.[2] Anderen erscheinen Postevangelikale als Zukunft der Kirche, weil es sich um Menschen handelt, die die organisierte Religion fliehen – und doch nicht vom Glauben lassen wollen. Postevangelikale werden wahlweise als eine Bewegung der Dekonversion beschrieben[3] – oder als Menschen auf dem Weg des Glaubenswachstums.[4]

Ja, was denn nun? Du sollst Dir kein Bildnis machen (Ex 20,4) – Kaum ein Gebot scheint unerfüllbarer. Menschen machen sich Bilder, von Gott, von anderen und sich selbst. So weit, so unvermeidbar. Wir können gar nicht denken ohne Bilder, die vereinfachen. Aber dann wäre es die Kunst, immer wieder neu hinzusehen, damit man die eigenen Bilder nicht mit der Realität verwechselt.

Klischee und Realität

Die Postevangelikalen gibt es nicht. Was es gibt, ist – vor allem in den USA, aber auch darüber hinaus, wie z.B. in der Schweiz und in Deutschland – eine signifikante Zahl von Menschen, die ihre evangelikale Heimat verlassen. Und die Wege gehen in unterschiedliche Richtungen. Das an sich ist nicht neu.

Seit es evangelikale Gemeinschaften gibt, verlieren diese auch immer wieder Menschen. Neu ist die Aufmerksamkeit für dieses Geschehen.

Denn viele sagen zum Abschied nicht mehr nur leise Servus. Sie reden darüber. Sie erzählen Geschichten, von dem, was sie vertrieben hat und dem was sie finden bzw. suchen.

Für wen sind diese Geschichten interessant? In erster Linie sollte es natürlich diejenigen interessieren, die sich als Evangelikale verstehen. Wer sich mit Postevangelikalen beschäftigt, lernt vor allem auch etwas über Evangelikale. Sie könnten daraus lernen, und zwar nicht nur, wie man sich selbst besser gegen die damit verbundenen Anfragen verteidigen könnte. Aber natürlich ist es auch für andere Glaubensgemeinschaften interessant. Denn zumindest einige wenden sich nach ihrer «Flucht aus Evangelikalien» (Gofi Müller) anderen Kirchen und Gemeinschaften zu. Es schadet nicht zu wissen, was da kommen könnte. Nicht zuletzt betrifft es die Menschen selbst, die unterwegs bzw. auf dem Absprung sind. Denn wie gesagt: es ist alles andere als eindeutig, wie es danach weitergeht. Und das kann ein Problem sein für Menschen, deren bisherige Frömmigkeitsform stets auf maximale Eindeutigkeit gesetzt hat.

Die Anfänge der Postevangelikalen

Beginnen wir geschichtlich: Wann tauchte dieser Begriff erstmals auf; und wie wurde er am Anfang gefüllt? Das kann man im Fall der Postevangelikalen genau sagen: Erstmals greifbar wird dieser Begriff im Buch «The Post-Evangelical» von Dave Tomlinson.[5] In seiner Einleitung zur Neuausgabe von 2014 erzählt Tomlinson, wie er dieses Wort im Jahr 1993 bei einem Freund aufgeschnappt habe und wie er bei einem evangelikalen Festival unter Gleichgesinnten von «wir Postevangelikalen, was immer das bedeuten mag» sprach. Als der Begriff Anklang fand und ihn viele für sich zu verwenden begannen, schrieb er ein Buch zu diesem Begriff, das 1995 erschien.

Faktisch war das inmitten einer ziemlich erfolgreichen Phase der Evangelikalen. In den 1990er Jahren war die evangelikale Bewegung auf einem Wachstumspfad. In den USA zog sie mengenmäßig deutlich an den traditionellen protestantischen Kirchen, den sogenannten Mainline Churches, vorbei. In Südamerika wurde unübersehbar, dass sich viele katholische bzw. zumindest formell katholische Menschen den neuen, oft charismatischen bzw. pfingstlichen Kirchen zuwandten. Auch in Europa, z.B. Großbritannien, Deutschland oder Schweiz, gab es evangelikales Wachstum, und mehr: sichtbare Einheit und erfolgreiche Projekte in der Öffentlichkeit.

Postevangelikale sind keine Exevangelikale

Tomlinson unterscheidet zu Beginn seines Buches deutlich zwischen Ex- und Postevangelikalen.[6] Exevangelikale lassen ihren bisherigen Glauben hinter sich, vollständig und endgültig. Postevangelikale gehen nie so ganz: manches ist ihnen bleibend wichtig. Aber sie können manche geistigen und kulturellen Grenzen des Evangelikalismus nicht mehr akzeptieren.

Das zentrale Problem vieler sah Tomlinson darin, dass die Evangelikalen aus ihrer Sicht den Kontakt mit ihrer Zeit wieder zunehmend verlieren. Tomlinson nimmt Maß an der Entwicklung der evangelikalen Bewegung in Großbritannien. Aus seiner Sicht war es den Evangelikalen seit den 1970er-Jahren gut gelungen, die moderne Gesellschaft mit innovativen, modernen Formaten anzusprechen. Aber spätestens ab den 1990er-Jahren gab es eine Diskussion, ob sich die Gesellschaft von der klassischen Moderne zur sogenannten Postmoderne weiterentwickelt hätte. Mehr und mehr wurden die Schattenseiten der Moderne diskutiert. Typische Merkmale der modernen Kultur wie ihr Rationalismus, ihr Streben nach Vereinheitlichung, nach globaler Durchsetzung wurden in Frage gestellt. Und das ist Tomlinsons wichtigste Anfrage: Er sah, wie die Evangelikalen diese Entwicklung verpassten. Aus seiner Sicht müssten sich die Evangelikalen dieser Debatte stellen, weil sie selbst stark geprägt waren durch moderne Denkvoraussetzungen und wie die Moderne ihre Schwierigkeiten hatten mit Vielfalt, Uneindeutigkeit und Respekt vor Fremdheit.

Postevangelikale Eigenschaften

Was sind für Tomlinson die entscheidenden Werte, die sie an den Evangelikalen leiden lassen?

  • Authentizität ist für Postevangelikale ein zentraler Wert. Diesen Wert teilen sie bewusst mit der modernen Gesellschaft, die Anpassung und Unterdrückung eigener Bedürfnisse nicht mehr angemessen findet. Sie sehen darin eine Haltung, die nicht in Spannung zum christlichen Glauben steht, sondern wesentlicher Ausdruck des Glaubens ist. Sie leiden an einem evangelikalen Wahrheitsverständnis, das ihnen ideologisch verengt erscheint.[7] Im Glauben gibt es keine Wahrheit ohne Wahrhaftigkeit. Gerade die poetische Sprache der Bibel ist voller Andeutungen und Offenheit. Metaphern, Symbole und Erzählungen sind mindestens so wichtig wie begriffliche Wahrheiten.
  • Postevangelikale legen Wert auf intellektuelle Redlichkeit. Sie halten zwar am Glauben an die Offenbarung Gottes in Christus und an der zentralen Bedeutung der Heiligen Schrift fest. Sie setzen sich aber ab von einer Entwicklung innerhalb des Evangelikalismus, die die Irrtumslosigkeit der Bibel zum zentralen Maßstab der Bibeltreue gemacht hat. Das fundamentalistische Bibelverständnis, dass sich weder mit den modernen Naturwissenschaften noch mit den heutigen Bibelwissenschaften in ein konstruktives Verhältnis setzen kann, ist für sie eine Sackgasse.
  • Die Postevangelikalen wollen soziale Verantwortung für die Gesellschaft als Ganze übernehmen. Sie leugnen weder die zentrale Bedeutung der Gottesbeziehung noch die Hoffnung auf ein ewiges Leben. Aber der Einsatz für das Wohl von Menschen ist für sie nicht nur eine Folge, sondern ein wesentlicher Teil des Glaubens. Interessant dabei ist, dass Tomlinson die klassischen sexualethischen Fragen, die heute so zentral sind, kaum streift.[8] Offensichtlich sind diese Streitfragen nicht nötig oder zentral, um kritische Anfragen an die evangelikale Bewegung zu entwickeln.
  • Schließlich streben viele Postevangelikale nach einem Jenseits der bisherigen Lagerlogik. Offensichtlich erscheint Evangelikalen jede Form des Glaubens, die nicht der eigenen entspricht, als „liberal“. Natürlich gilt das dann auch für die Postevangelikalen. Aus Tomlinsons Sicht ist dies ein typisches Problem evangelikaler Wahrnehmungsverengung, als gäbe es im Wesentlichen nur zwei Lager. Theologisch nimmt Tomlinson in diesem Buch nicht Maß an der liberalen, sondern an der postliberalen Theologie, für die man im deutschen Sprachraum Theologen wie Karl Barth, Dietrich Bonhoeffer und Jürgen Moltmann benennen könnte. Das ausgeprägte Denken in sich ausschließenden Lagern sei hingegen ein evangelikales; und auch ein typisch modernes Phänomen. In der Bindung an ein solches Entweder/oder-Denken sieht Tomlinson eine Grenze des bisherigen Evangelikalismus. Angesichts des kulturellen Wandels werden Evangelikale mit einer solchen Logik zunehmend sprachunfähig. Und sie verpassen die Chance, den christlichen Glauben in einem neuen Zeitalter einladend zu vertreten.

Vieles an diesen Postevangelikalen der 1990er Jahre mutet evangelikal an, wie die offenkundige Suche nach Gemeinschaft oder die Orientierung am Evangelium von Jesus Christus. Es gibt einen Postevangelikalismus, der sich in erster Linie von der fundamentalistischen Version evangelikaler Frömmigkeit abwendet. Das sind nicht «die» Postevangelikalen. Die gibt es schon deshalb nicht, weil es nicht einmal «die» Evangelikalen (oder «die» Freikirchen) gibt. Aber es gibt diese Debatte. Und für manche ist sie eine große Chance.

Anmerkungen

[1] Vgl. zuletzt die Serie «Furcht & Zittern» von «Glaube & Gesellschaft im Gespräch» (https://youtu.be/h2IL5KF9tb4) und die Reihe zum Thema Dekonstruktion von Evelyne Baumberger bei RefLab (https://youtu.be/6DH_eZDn44w).

[2] So der Werbetext zum Buch Childers, Alisa: Ankern. Eine Verteidigung der biblischen Fundamente in postmodernen Gewässern, Basel 2021.

[3] Todjeras, Patrick, «Post-evangelikal» – Eine Verständigung, in: Pastoraltheologie 110 (2021), 59-79.

[4] McLaren, Brian (2021): Faith after Doubt, Why Your Beliefs stopped Working and What to Do About it, New York: St. Martins Publishing Group.

[5] Tomlinson, Dave, The post evangelical. SPCK Classics Edition, London (1995) 5. A. 2014.

[6] A.a.O., 6.

[7] A.a.O., 69ff.

[8] Vgl. a.a.O., 32.

 

Photo by Worshae on Unsplash.

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6 Kommentare zu „Die Postevangelikalen gibt es nicht“

  1. Interessanter und spannender Artikel:
    Als Verfechter und Vertreter der Landeskirche würde ich hier noch anfügen, dass gerade „Aussteiger*Innen“ aus dem evangelikalen Milieu gut eine neue Heimat in einer Gemeinde der Landeskirche finden können und es auch tun; wir haben das in unserer Gemeinde immer wieder und sehen das ja auch bei den „Profis“, die in der Landeskirche arbeiten (das Reflab ist da ein gutes Beispiel): pointiert gesagt ist es gerade dieses Milieu, das für die Landeskirche ein „Missionsfeld“ darstellt. Die Landeskirche ist hier also echt die Alternative und könnte hier sogar aktiver werden und dafür werben!

    1. Hoi Roland
      Ist es aber nicht auch ein bisschen bitter, wenn man sich eingestehen muss, dass man selbst keinen Nachwuchs erzeugt, sondern ihn nur stehlen kann?
      Viele Postevangelikale arbeiten sich vorallem an dem ab, was ihnen geschenkt worden war, als sie noch nicht post waren.
      Lukas, auch Vertreter der Landeskirche

      1. Roland Portmann

        Hoi Lukas
        Was sollte bitter sein? wir generieren ja Nachwuchs: ich kann da natürlich nur für meine Gemeinde reden; wir haben auch nie Probleme, Freiwillige oder Behördenmitglieder zu finden… und auch die Zürcher Landeskirche macht eine tolle Nachwuchsförderung auf allen Ebenen, das sehe ich in der Synode und den GKD; auch das reflab gehört da irgendwie dazu…
        Holen wir uns nicht eher das oder besser die zurück, die uns vorher „weg-evangelikalisiert“ wurden? Ich hab‘ das in meiner Heimatgemeinde selber so erlebt, wie die Landmission schamlos in der Landeskirche missioniert hat und die Kirchgemeinde zum Teil sogar unterwandert hat…
        Aber anyway: Postevanglikale- be wellcome!

    2. Roland, als Seitenlinien-Evangelikale (den Begriff habe ich mir grade ausgedacht😇) teile ich deine Ansicht, stelle ein paar Gedanken daneben.
      Ich bin als Baby getauft, 14jährig bewusst konfirmiert, der EKD angehörig. Meine Familie hat mich immer ermutigt, auf Entdeckungsreise zu gehen. Das Wort Landeskirche hab ausschließlich in Abgrenzungs- und Neidzusammenhängen gehört. Es gehört nach meiner Erfahrung zum abgrenzenden Sprachgebrauch freikirchlicher Gemeinschaften und nervt. Ja, okay, Weimarer Republik, Landesgesetze, Kirchensteuer – alles beliebte Aufreger. Aber…gähn! Wir befinden uns nicht mehr im Deutschland des 19. Jahrhunderts! Die evangelische Kirche ist nicht mehr verfilzt mit den Fürsten des Landes. Da hat sich nach dem 2.Weltkrieg ein BISSCHEN was getan. Über einige Privilegien kann man streiten. Aber eine LANDESKIRCHE gibt es faktisch in Deutschland nicht. Von dem Ross könnte man als postevangelikaler „Verfechter“ der „Landeskirche“ mal runter klettern. Überhaupt ist mir das „Fechten“ zwischen „Lagern“, Abgrenzen und „Finger auf die Anderen richten“ hoch-suspekt und sehr dicht an dem was „Pharisäertum“ genannt werden könnte. Braucht niemand. Weder innen (Ey, wie sind der Leib Christi, Petrus und Maria aus Magdala, niemand besser, niemand schlechter, erkennbar an der Liebe, die wir untereinander haben- PUNKT!)
      noch außen (wo es eh niemand nachvollziehen kann).
      Es blockiert Energie, die es wert ist, anders eingesetzt zu werden: Liebe Gott und deine*n Nächste*n wie dich selbst!
      Meine Erfahrung als Seitenlinien-Evangelikale wurde von Manfred Siebald mal großartig in Worte gefasst: „Überall, ÜBERALL hat Gott seine Leute, freu dich doch daran.“
      Und das ist genau so! Du findest überall Menschen mit offenem Herzen und weitem Verstand – wie leider auch das Gegenteil. „Die Evangelikalen“ haben mich als Kind und Teenager viel gelehrt, während ich in „meiner“ Evangelischen Kirche kaum Interesse an Jugendlichen und ihren Bedürfnissen gespürt habe. Erwachsen (=mündig) werden war dann im evangelikalen Rahmen nicht gern gesehen. (Steile These: Evangelikalien ist ein Land für Teenager und solche, die es bleiben wollen.)
      Zurück im evangelischen Kirchenraum durfte ich erst mal aufatmen und erwachsen werden. Dann aber merkte ich, dass z. B. beim Thema Musik die Haltung von Hauptamtlichen genau so muffig und engstirnig sein kann wie die Haltung der Evangelikalen zur Rolle von Mann und Frau.
      Wo bin ich Zuhause? Überall und nirgends. Zwischen den Stühlen, aber unter dem Schirm des Höchsten.
      Wenig mountaintop, viel Wüstenwanderung.
      Ich bete darum, dass Jesus heute unsere Tempel reinigt, damit die Mühseligen und Beladenen einen Raum finden. Und dass die, die (neue) Kraft haben, die Türen öffnen und raus gehen, um zu so in der Welt zu LEBEN, dass sie den liebevollen Schöpfer entdeckt.
      Und ich mag Räume haben, in denen vielsprachige Choräle, Gospel, Protestsongs, Posaunenchor, Anbetungs-, Taizelieder,und Singer-Songwriter-Lyrik die Herzen erheben. Tanz und Stille möglich sind, ohne dass böse Briefe an die Leitung geschrieben werden, in denen Worte wie „des Teufels“ verwendet werden.
      Ach ja. Sounds like heaven.
      Wie singt doch gleich Bruder Rio Reiser? „Der Traum ist aus…. Aber ich werde alles geben, dass er Wirklichkeit wird.“
      Also, me of little strength, with a little help from my sisters and brothers.

  2. Lieber Thorsten Dietz
    Als kritischer Zeitgenosse des sog. Postevangelikalismus meine ich gerade beim Thema «Authentizität» eine der Täuschungen des postevangelikalen Geistes zu sehen. Ja, dass Wahrhaftigkeit das Ziel ist, darüber wird niemand streiten. Wir alle wollen authentisch sein. Aber der Postevangelikalismus will nicht mehr vom biblischen Menschenbild ausgehen, nicht von der Selbstoffenbarung Gottes, welche den Menschen in Frage stellt. Man glaubt unkritisch, einen authentischen Kontakt zur Wahrheit in sich selbst zu haben, ohne ernst zu nehmen, was die Bibel sagt über die Sünde und über das Ausharren des Christen zwischen Pfingsten und Parusie (also dem Festhalten an einer Identität, die vielleicht erst in der Zukunft völlig authentisch werden wird).
    Zum ersten Punkt: «Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!» (Ps 19, 13).
    Zum zweiten Punkt: «Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.» (1Joh 3, 2).

    Ich denke, es gibt Besseres als den Postevangelikalismus – das Evangelium.

    Freundliche Grüsse nach Marburg (oder schon Zürich?)
    Pfarrer Lukas Zünd

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