Less noise – more conversation.
Less noise – more conversation.
Lesedauer: 13 Minuten
Alle Beiträge zu «Postevangelikalen»

Die Evangelikalen und die Frauen

Einleitung

Für manche war es verblüffend, für andere ein Schock. Die Saddleback Church (Kalifornien) ordinierte im Frühjahr 2021 drei Frauen zu Pastorinnen.[1] Der Leiter dieser Gemeinde, Rick Warren, ist nicht irgendjemand. Sein Buch Leben mit Vision stand lange Zeit auf der Bestsellerliste der New York Times. Allein in den USA betrug die Auflage 30 Millionen Exemplare. Pikant ist seine Entscheidung nicht zuletzt durch einen Umstand: Rick Warren und seine Gemeinde gehören zur Southern Baptist Convention (SBC), der mit Abstand größten protestantischen Kirche der USA, in deren Statuten die Ordination von Frauen ausdrücklich untersagt ist.

1. Ein Schibboleth der Bibeltreue

Die SBC ist nicht nur ein konservativer Gemeindebund, der sich gegen die Einführung der Frauenordination wehrt. Tatsächlich gab es dort einst eine Reihe von Predigerinnen und Professorinnen. Aber in den 1980er und 1990er Jahren kam es zu einer vollständigen Übernahme dieser Denomination durch eine streng konservative Richtung, die die Irrtumslosigkeit der Bibel zum Grundbekenntnis der ganzen Kirche erhob. Neben klassischen Anliegen wie der Ablehnung der historischen Bibelwissenschaften wurden vor allem auch Frauenfragen Gegenstand neuer Bekenntnisse.

Die neue Führung setze durch, dass eine Frau weder Lehre noch Leitung ausüben könne und ausschließlich solche Dienste übernehmen dürfe, in denen sie nicht erwachsenen Männern vorstehe. Auch in der Familie wurde die gehorsame Unterordnung unter männliche Leitung zur bekenntnishaft fixierten Bestimmung der Frau.

Diese Sichtweise wurde auf eine breite theologische Basis gestellt. 1987 wurde das Council of Biblical Manhood and Womanhood gegründet, dessen Einfluss weit über die SBC hinaus reicht. Theologisch entwickelte diese Gruppe ein Bekenntnis zur Komplementarität von Mann und Frau.[2] Die Vertreter dieses Komplementarismus legen größten Wert darauf, eine rein biblische Lehre in kritischer Abgrenzung zum zeitgeistigen Feminismus zu vertreten. Man distanzierte sich von jeder Form der Herabsetzung von Frauen. Aber der Feminismus mit seiner Forderung nach völliger Gleichberechtigung galt als unchristlicher Irrweg. Mann und Frau seien vor Gott absolut gleichwertig. Sie seien aber nicht gleichartig. Frauen und Männer seien wesensverschieden, weil Gott ihnen einzigartige Gaben gegeben habe. Und diese Wesensverschiedenheit mache es nötig, dass Frauen weder in der Kirche noch in der Gesellschaft Autorität über Männer ausüben. Dafür sind sie nicht geschaffen. Davor muss man sie beschützen, zu ihrem eigenen Wohl.

Von Anfang an fand diese Sicht deutlichen evangelikalen Widerspruch, u.a. von bekannten evangelikalen Theologinnen und Theologen, die sich zusammenschlossen als Evangelicals for Biblical Equality.[3]

Die Auseinandersetzung musste sich bewegen in einem Spektrum möglichst buchstäblicher Bibelauslegung, bei dem Fragen des historischen Kontextes damals und heute nicht entscheidend werden durften.

Die Verfechter der Gleichheit von Mann und Frau argumentieren daher heilsgeschichtlich: Natürlich gibt es in der Bibel viele Aussagen, in denen Männer Frauen übergeordnet werden (1Tim 2,15). Nur: Das sei eine Folge des Sündenfalls (Gen 3,16). In der Schöpfung waren Frauen und Männer gleichberechtigt (Gen 1,27). Die Erlösung in Christus mache dieses ebenbürtige Miteinander der Geschlechter wieder möglich. So entspricht es der prophetischen Weissagung Joels (3,1-2) und der paulinischen Zuordnung von Mann und Frau (Gal 3,28; 1Kor 7,3-4; 11,11-12).

Die konservative Seite hielt jedoch dagegen: Paulus selbst deute die Schöpfungsgeschichte so, dass Adam zuerst geschaffen wurde – und damit gehöre der Vorrang der Männer zur Schöpfungsordnung (1Tim 3,13; 1Kor 11,7-8). Die Gleichheitsaussagen der Bibel beschreiben hingegen nur, dass Frauen und Männer vor Gott geistlich gleichwertig seien. Da sie aber in ihrem Wesen völlig verschieden geschaffen seien, haben sie unterschiedliche schöpfungsgemäße Aufgaben; darin sei ihr Ausschluss von Leitung und Lehre begründet. Aber warum, so entgegnete die Seite der Gleichberechtigung, beschreiben dann die biblischen Texte leitende und lehrende Frauen, wie Deborah (Ri 4-5) und Hulda (2Kön 22,8-20) und die vielen lehrenden und predigenden Mitarbeiterinnen bei Paulus (Röm 16,1-5; 6-7; 1Kor 11,5; Apg 18,2)? Und warum werden dann ausgerechnet Frauen die ersten beauftragten Zeuginnen der Auferstehung Jesu (Lk 24,10)?

Es ist schwierig, diese Fragen zu erörtern, wenn der historische Hintergrund der Bibel keine maßgebliche Rolle für die Deutung spielen darf. In der evangelikalen Debatte, vor allem in den Gemeindebünden und den Ausbildungsstätten, bezogen die einflussreichsten Männer eine konservative Position. Eine solche Sicht setzte sich in den USA in den größten Kirchen und Verbünden durch. Deutlich wird das z.B. auch beim Netzwerk The Gospel Coalition. Die drei Gründer John Piper, Don Carson und Timothy Keller gehören zu den weltweit profiliertesten Stimmen der evangelikalen Bewegung überhaupt. Das Bekenntnis zum Komplementarismus gehört auch zu den theologischen Grundlagen dieser Vereinigung.[4] Nicht zuletzt darum ist es ein Ereignis, wenn eine große Megachurch wie Saddleback sich in dieser Frage öffentlich anders positioniert.

2. Wind of Change?

Warum gerade jetzt? Vor allem in den letzten Jahren ist der Komplementarismus massiv unter Druck gekommen. Das hat auch mit zwei Frauen zu tun, die zuletzt mit ihren Buchveröffentlichungen für Aufsehen gesorgt haben: Im letzten Jahr Kristen Kobes Du Mez mit ihrem Buch Jesus and John Wayne[5] und in diesem Jahr Beth Allison Barr mit The Making of Biblical Womanhood.[6]

Die extrem starke Loyalität der konservativen Evangelikalen mit Donald Trump hat große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Du Mez zeigt in ihrem Buch Jesus and John Wayne, dass dies das Ergebnis einer langen kulturellen Entwicklung des Evangelikalismus war. In The Making of Biblical Womanhood gibt Beth Allison Barr einen noch umfassenderen geschichtlichen Überblick.

Barr ist nicht nur Universitätsprofessorin für Geschichte. Sie ist auch die Frau eines ehemaligen Pastors der SBC. Viele Jahre lang hat sie es mitgetragen, dass in der Gemeinde klar ist: er redet, sie schweigt. Im Kindergottesdienst dürfe sie mithelfen, vor allem in der Lehre von Mädchen und kleinen Jungs. Aber nicht ohne männliche Aufsicht. Lange Zeit hat sie geschwiegen. Als sie und ihr Mann diese Geschlechterpolitik in Frage stellten, erhielt er binnen Wochen seine Kündigung. In ihrem Buch erläutert sie ihre Sicht nun ausführlich.

Ihre These ist eindeutig: Komplementarismus ist unbiblisch.

a) Politisierung. Du Mez widerlegt mit vielen Quellen das Selbstbild viele Evangelikaler, dass sie doch nur an einem biblischen Menschenbild festgehalten haben entgegen eines linksfeministischen Zeitgeists seit den 1960er Jahren. Tatsächlich haben sich Evangelikale über Jahrzehnte hinweg immer stärker auf starke kulturelle Strömungen der US-Gesellschaft eingelassen:

  • Maskulinismus: die Faszination von harten, durchsetzungsstarken Männern als Leitbild für Führungspersönlichkeiten in Kirche und Gesellschaft.
  • Militarismus: Das Vertrauen nicht nur auf körperliche, sondern auch auf militärische Kraft, verbunden mit der Überzeugung vom Ausnahmestatus der USA gegenüber allen anderen Ländern, wie auch mit großer Nähe zur Waffenlobby.
  • Purity Culture: Besondere Betonung der weiblichen Keuschheit, verbunden mit Idealbildern der Reinheit, Hilfsbereitschaft, Unterwürfigkeit und Häuslichkeit von Frauen, die für die Welt der Familie geschaffen sind.

Der theologische Komplementarismus erwächst nicht einfach aus der Bibel. Er ist eng verbunden mit zeitgeistigen Entwicklungen des amerikanischen Nachkriegskonservatismus und einer zunehmenden autoritären Politisierung vieler Evangelikaler.

b) Viktorianischer Zeitgeist. Konservative Evangelikale sind überzeugt, dass die Bibel Frauen und Männer als gleichwertig, aber nicht gleichartig ansieht. Als Historikerin weiß Beth Allison Barr, dass es sich dabei nicht nur nicht um eine biblische, sondern nicht einmal um eine klassisch-historische Sicht handelt. Eine solche Zuordnung von Mann und Frau findet sich überhaupt erst ab Ende des 18. Jahrhunderts. Die Betonung der wesentlichen gleichen Würde, aber Wesensverschiedenheit der Geschlechter ist eine höchst moderne Idee. Die Vorstellung, dass Frauen ihre Erfüllung finden in Familie und Haushalt, wird erst im 19. Jahrhundert kulturprägend.

Im Komplementarismus bekämpft man das 20. Jahrhundert mit Waffen des 19. Jahrhunderts.

c) Kulturblinde Bibelexegese. Vor allem den biblischen Texten ist eine solche Sicht von Mann und Frau ganz fremd. Tatsächlich lassen sich in der Bibel höchst unterschiedliche Stimmen zur Wahrnehmung der Geschlechter finden. Es gibt Texte, die Frauen eindeutig den Männern nach und unterordnen (Gen 3,16; Esther 1; 1Kor 14,33-36; 1Tim 2,11-15). Und es gibt Texte, die Frauen eindeutig an die Seite von Männern stellen (Gen 1,27; Joel 3,1ff.; Gal 3,28). Die biblischen Texte zeigen viele patriarchalische Zuordnungen und einige egalitäre Verhältnisbestimmungen. Aber diese Kompromisslinie eines Komplementarismus: gleichwertig, aber nicht gleichartig, gibt es in der Bibel – gar nicht.

Vielmehr handelt es sich hier um einen Ausgleichsversuch, der eine patriarchalische Rollenordnung mit menschlichem Antlitz zu präsentieren versucht.

Aber eine solche Sicht verschleiert die patriarchalischen Härten auch der biblischen Texte, die Männern das Recht zur Entlassung der Frau einräumt und nicht umgekehrt (Dtn 24). Und eine solche Sicht bleibt hinter der Gleichheit von Frauen und Männern zurück, die einige biblische Texte schon kennen. Der Versuch, der Bibel eine einheitliche biblische Lehre entnehmen zu wollen, führt zu einer Sicht, die es in der Bibel so überhaupt nicht gibt.

Die Ausblendung des kulturellen Hintergrundes der biblischen Texte führt nicht dazu, dass man sich an den Wortlaut der Texte hält; sondern dass der biblische Wortlaut zur Projektionsfläche kultureller Überzeugungen der eigenen Gegenwart wird.

d) Evangelikale Emanzipation. Noch schlimmer: Der Komplementarismus ist auch ein Bruch mit vielen evangelikalen Errungenschaften des 18. und 19. Jahrhunderts. Historisch waren es nicht die klassischen reformatorischen Kirchen, in denen Frauen predigen und leiten durften. Es waren die Erweckungsbewegungen, Methodisten, Heiligungskirchen und die Pfingstbewegung, die auf die Begabung der Frauen und nicht auf ihr Geschlecht achteten. Gerade die konservative evangelikale Position kann sich nicht auf die Geschichte der Evangelikalen berufen.

Was vielen Evangelikalen als eine ewige biblische Wahrheit verkündigt wurde, ist in Wahrheit ein Produkt des 19. und 20. Jahrhunderts. Jeder kann es nachprüfen.

Du Mez und Barr zeigen, dass es sich beim Komplementarismus nicht um eine biblische Wahrheit handelt, sondern um eine geschichtlich entstandene Vorstellung, in dem das Patriarchat gegen feministische Zumutungen verteidigt werden soll.

Warum schlugen diese Bücher so hohe Wellen? Für viele waren die Erfahrungen der Trump-Ära ein Augenöffner. Dieses Mal gelang es der männlichen Elite des US-Evangelikalismus nicht, sämtliche kritischen Stimmen einfach auszugrenzen als liberal, bibelkritisch etc. Du Mez und Barr sind keine Außenstehenden. Sie stammen aus dem Evangelikalismus und fühlen sich ihm zugehörig. Sie bestreiten in keiner Weise, dass es sich bei vielen evangelikalen Gemeinden um fürsorgliche, liebevolle Orte handelt, an denen man die Liebe Gottes und geschwisterliche Gemeinschaft findet. Daher betonen Du Mez und Barr, dass es ihnen nicht um eine Infragestellung der biblischen Wahrheit geht. Im Gegenteil: Sie kritisieren eine Sichtweise, die sich gerade nicht auf die Bibel berufen kann. Und sie finden damit Anklang bei vielen gestandenen Gläubigen.[7]

3. Evangelikalismus im Umbruch

Der Komplementarismus war ein zentraler Lackmustest vieler evangelikaler Kreise. Es gab an dieser Stelle keine Diskussion, weil sich am Bekenntnis zu dieser Sicht entschied, ob man auf irgendeiner Ebene der SBC mitarbeiten darf oder nicht. In der Zustimmung zum Komplementarismus wurde Bibeltreue konkret. An dieser Stelle zeigt es sich, ob man bei der biblischen Wahrheit bleibt oder dem modernen Zeitgeist verfällt. Diese Sichtweise ist so stark ins Wanken geraten wie noch nie. Und damit verbunden ist eine Reihe von Krisenerscheinungen.

a) Krise der Eindeutigkeit. Evangelikale sind durchaus in der Lage, ein teilweise großes Maß von Vielfalt untereinander auszuhalten, z.B. im Kirchenverständnis oder bei Endzeitfragen. Aber bei als wesentlich geltenden Fragen gab es die Überzeugung: Das Bekenntnis zur Irrtumslosigkeit der Bibel schafft eine eindeutige Grundlage für gemeinsame Wahrheitserkenntnis. Wer Schöpfung durch Evolution für möglich hält, die Gleichberechtigung von Mann und Frau fordert oder gar Homosexuelle nicht mehr verurteilt, stellt sich in den Gegensatz zur Autorität der Bibel. In diesen Fragen gilt die Bibel als so eindeutig, dass sie zur Bekenntnisgrundlage gemacht wurden. Aber das Thema des Komplementarismus beweist zunehmend das Gegenteil. Zunehmend kommen Menschen mit gleicher Liebe zur Bibel zu völlig unterschiedlichen Einschätzungen. Die Konservativen waren sicher, nicht ihre Bibelauslegung, sondern die biblische Wahrheit zu verteidigen, als sie ihre Geltung bekenntnishaft fixierten. Wenn man sich bei einer solchen Maßnahme getäuscht hätte – wie soll man dann überhaupt noch Zuversicht behalten im Blick auf die Klarheit und Eindeutigkeit biblischer Lehren?

b) Krise des Wachstums. Dass liberale Kirchen schrumpfen und konservative wachsen, ist nicht nur vielfache Erfahrung. Lange Jahre gehörte dieser Umstand zu einem triumphalistischen Selbstbild vieler Evangelikaler. Doch: Die SBC wächst nicht mehr. Sie stagniert auch nicht, was in einem Land mit ständig wachsender Bevölkerung wie in den USA Schrumpfen bedeuten würde. Die SBC hatte in den letzten Jahren einen rapiden Mitgliederverlust zu verzeichnen. In den letzten 7 Jahren ist ihre Mitgliederzahl um über 2 Millionen Mitglieder gesunken. Der missionarische Erfolg überstrahlt nicht mehr alle strittigen Fragen.

c) Krise der Debattenkultur. Für viele wird mehr und mehr sichtbar, dass die vermeintlich Bibeltreuen nicht der Bibel gefolgt sind, sondern einem vergangenen Zeitgeist anhingen. Und dass sie dies jeder Kritik entziehen wollen durch die Berufung auf die absolute Autorität der Bibel. Die dogmatischen Bekenntnisse funktionierten Jahrzehnte lang als Grundlage einer durchgreifenden Cancel Culture. Aber dieses Ausschlussverfahren funktioniert nicht mehr.

Wie soll man lernen, in strittigen Fragen auch nur die ernsthafte Diskussion unterschiedlicher Positionen zu betreiben, wenn man Jahrzehnte lang eingeübt hat, nicht Überzeugungen zu vertreten, sondern dogmatische Bekenntnisse durchzusetzen?

d) Krise der Einheit. Es sind viele, die sagen: Weil ich die Bibel liebe, akzeptiere ich nicht mehr den Gebrauch der Bibel zur Rechtfertigung patriarchalischer Überzeugungen. International vertreten die konservativen US-Evangelikalen nicht mehr die Mehrheitsmeinung. Vor allem die Lausanner Bewegung hat sich in ihren Veröffentlichungen vielfach für Frauen im Verkündigungs- und Leitungsdienst ausgesprochen. Die Weltweite Evangelische Allianz hat zuletzt zu dieser Frage einen Aufsatzband vorgelegt, der ebenfalls für den gleichberechtigten Dienst von Frauen und Männern plädiert.[8] An einer Stelle wird darauf hingewiesen, dass die Southern Baptists zwar das Predigt und Leitungsamt der Frau ausschließen. Aber selbst die große Mehrheit der Mitglieder (65 %) finde diese Position nicht mehr überzeugend.[9]

Auch im deutschsprachigen Europa dürfte eine Mehrheit eine solche offene Sicht teilen. Freilich: Vor allem junge Christ*innen in den sozialen Netzwerken orientieren sich gegenwärtig verstärkt an streng konservativen Bewegungen aus den USA – und nicht an der Entwicklung klassischer Freikirchen in Deutschland oder der Schweiz. Evangelikale werden gerade konservativer und progressiver gleichzeitig.

Die Haltung zur Frauenordination ist in der evangelikalen Bewegung inzwischen genauso divers wie in den Kirchen der ökumenischen Bewegung. Gerade am Umgang mit dieser Frage wird man sehen können, in welche Richtung sich die vielfältig gewordene Bewegung künftig entwickeln wird.

 

Anmerkungen

[1] https://baptistnews.com/article/largest-church-in-sbc-ordains-three-women-as-pastors/#.YNWkqkxCRPY

[2] https://cbmw.org/about/danvers-statement/ Vgl. zur theologischen Entfaltung vor allem: Piper, John, Grudem, Wayne (Hg.) (1991): Recovering Biblical Manhood and Womanhood. A Response to Evangelical Feminism, Wheaton, Ill.: Crossway Books.

[3] https://www.cbeinternational.org/content/cbes-mission#MissionStatement. Vgl. Gordon Fee (Hg.) (2005): Discovering Biblical Equality: Complementarity without Hierarchy, SPCK Publishing.

[4] https://www.thegospelcoalition.org/about/foundation-documents/#confessional-statement

[5] Du Mez, Kristin Kobes (2020): Jesus and John Wayne. How White Evangelicals corrupted a Faith and fractured a Nation, New York: Liveright Publishing Corporation.

[6] Barr, Beth Allison (2021): The Making of Biblical Womanhood. How the Subjugation of Women became Gospel Truth. Grand Rapids: Brazos Press.

[7] Das berühmteste Beispiel ist die in den USA sehr bekannte Bibelauslegerin Beth Moore. https://www.christianitytoday.com/news/2021/march/beth-moore-leave-southern-baptist-sbc-lifeway-abuse-trump.html

[8] Jackson, Amanda, Lin, Peirong (Ed.) (2021) Co-workers and co-leaders. Women and Men Partnering for God’s Work, Bonn: Verlag für Kultur und Wissenschaft Prof. Schirrmacher.

[9] Researcher: Most Evangelicals Support Women in Church Leader… | Christianity Today

What do you think of this post?
  • OMG! (11)
  • Karma-Boost (9)
  • Deep (35)
  • Boring (9)
  • Fake-News (6)

2 Kommentare zu „Die Evangelikalen und die Frauen“

  1. Mann und Frau seien vor Gott absolut gleichwertig. Sie seien aber nicht gleichartig. Frauen und Männer seien wesensverschieden, weil Gott ihnen einzigartige Gaben gegeben habe.

  2. Danke für die ausgewogene Einleitung. Für mich ist ein Schlüsselsatz dieser: „Es ist schwierig, diese Fragen zu erörtern, wenn der historische Hintergrund der Bibel keine maßgebliche Rolle für die Deutung spielen darf.“
    Wenn ich die Bibel wörtlich nehme und keinen historischen Kontext hinzuziehe, komme ich eher zu einer komplementären Sicht. Die Bibel allein macht die Debatte aber einfacher. Ziehe ich andere Quellen hinzu, weiß der Otto-Normal-Christ nicht, welche Quellen vertrauenswürdig sind und gerät ins Schwimmen. Diese Angst und den Rückzug auf’s Wort verstehe ich.
    Allerdings ist die Welt nicht immer einfach.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.