Die Idee ist so simpel wie radikal. Kirche verlässt die Mauern. Sie setzt sich auf den moosigen Waldboden, lässt sich auf die Nase regnen, lauscht Vögeln, sieht Eichhörnchen zu.
Kirche setzt sich der Natur aus: einer Natur, die hervorbringt und verschlingt, die schön ist und hart.
Church goes Wild
Aber ist «Wild Church» mehr als ein Marketinglabel? Mehr als ein verzweifelter Escape-Versuch aus Strukturen der Erstarrung, aus institutioneller Erosion? Was ist das Verlockende, ins Weite zu gehen – und was macht es mit uns, wenn wir mit anders-als-menschlichen Wesen in Resonanz treten?
Manuel Perucchi, Pfarrer und reformierter Theologe aus der Schweiz, hat einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt in «Wild Churches» der USA absolviert, eine neue Offenheit geübt – und sie mit nach Hause genommen.
Gemeinsam mit oeku, der Schweizer Fachstelle für Kirche und Umwelt, will er nun ein Schweizer «Wild Church»-Netzwerk aufbauen.
Einzelne Initiativen gibt es bereits: Pfarrer und Bestsellerautor Uwe Habenicht in St. Gallen, «Wandern & Wundern» (Reformierte Kirche Oberbipp), oder die von RefLab-Gründerin Evelyne Baumberger mitinitiierte «Hiking Church».
Siehe auch den Podcast «Grüne Spiritualität – Abtauchen in der Natur»: Geist.Zeit mit Uwe Habenicht







