Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Evelyne Baumberger

Das vergangene Jahr zehrt an der Seele. Wir halten durch, sind optimistisch, stark. Meistens. Hiermit gebe ich mir selber die Erlaubnis, zwischendurch auch zu verzweifeln.
Nach Jahren des Hinterfragens habe ich das Gefühl, angekommen und endlich spirituell im Flow zu sein. Trügt das?
Wir gehen wieder ins Home Office, arbeiten also von zu Hause aus und leben am Arbeitsplatz. Das ist nicht immer einfach, deswegen hier ein paar Hacks und Learnings.
Vor ein paar Monaten sagte jemand etwas zu mir, das mir seither immer wieder durch den Kopf geht. "Unter uns gesagt", bemerkte die Person beiläufig, während wir am Rande einer kirchlichen Veranstaltung einen Kaffee tranken, "Demokratie ist eigentlich schlecht für das Christentum. Für uns wäre eine Christen wohlgesonnene Diktatur besser."
Müsste ich mehr beten? Liege ich richtig mit meinen moralischen Ansichten? Die Konfrontation mit Menschen, die ihren Glauben anders leben, kann verunsichern. Doch gibt es überhaupt "richtig" und "falsch"?
Die Texte der Bibel sind geprägt vom Kontext, in dem sie entstanden. Sintflut-Geschichten mit frappanter Ähnlichkeit zur Noah-Erzählung gibt es zum Beispiel auch in anderen Kulturen. Warum sind gerade diese Texte für uns denn noch wichtig?
Nichts ist schlimmer als passives Warten, sei es auf die Resultate der US-Wahlen oder das Abebben der Corona-Welle. Eine christliche Form des Wartens ist Advent: aktives Warten auf die Erlösung. Nichts spricht dagegen, Advent dieses Jahr früher zu beginnen.
Der OK-Präsident des "Marsch fürs Läbe" engagiert sich gegen die Maskenpflicht. Damit spricht er Menschen aus einer Corona-Risikogruppe paradoxerweise das Lebensrecht ab.
"Jesus" löst bei jedem Menschen andere Assoziationen aus. Wer unter den Optionen seine Wahl getroffen hat, vertritt sie vehement.
Wer den Glauben daran festmacht, Gottes Anwesenheit emotional oder sinnlich wahrzunehmen, wird auf diesem Eis über kurz oder lang einbrechen. Gott ist nahe, ja – aber anders.
Veränderungen gehören zum Leben. Auch beim Glauben: ein lebenslanges Unterwegssein.
Schlimme Newsbilder brennen sich im Gedächtnis ein. Muss man sich das überhaupt antun? Über Psychohygiene im Newskonsum.
Wie umgehen mit Bibelstellen, die aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar sind? Eine Anleitung in fünf Schritten.

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