Über die Maske hinweg blicken wir einander verstohlen und misstrauisch an. Die Lösung wäre so einfach, wie wir uns gegenseitig schützen und gleichzeitig wieder eine Stimmung des Vertrauens in der Gesellschaft schaffen könnten.
Wir «Indie-Christen» identifizieren uns mit der christlichen Tradition, aber nicht einer bestimmten Denomination. Immer weniger Menschen verstehen eine einzelne Kirche als «geistliches Zuhause», sondern finden Kirche an verschiedenen Orten.
Normalerweise habe ich Mühe mit der biblischen Ansicht, dass jeder Mensch ein Sünder sei. Ich sehe lieber das Gute in jedem. Doch in Momenten, in denen es mir schwer fällt, gnädig mit mir selber zu sein, erkenne ich meine Schwäche.
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, lautet ein hässliches Sprichwort. Und so ringe ich mit der neuen Normalität, wo sich Gartenwirtschaften wieder füllen und fast niemand mit Mundschutz unterwegs ist.
Bei anderen sind es die ewigen fünf Kilos zuviel auf den Hüften, bei mir sind es die ungelesenen oder angefangenen Bücher. Ich würde das Problem gerne mal in den Griff kriegen. Es muss ja nicht gleich Heidegger sein.
Zu acht in einer WG leben ist manchmal too much – aber meistens das Beste, was es gibt. Mit niemandem würde ich den Lockdown lieber verbringen als mit dieser Truppe.