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Das sind keine echten Christen!

Früher haben die Kirchenoberen in Konzilien entschieden, was der “rechte Glaube” ist. Heute weiss das jede*r selber und beurteilt christliche Instagram-Accounts, kirchliche Statements oder politische Positionen von Christ*innen danach, ob sie mit dem, was man für “christlich” hält, übereinstimmen. Legitim oder nicht?

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8 Kommentare zu „Das sind keine echten Christen!“

  1. Meine ganz kurze Antwort: Wer den Geist Christi hat, ist Christ (vgl. Röm. 8,9) und nicht zuletzt dadurch Gottes Kind.
    Gruss

    1. Hallo toblog,
      Nicht wenige beanspruchen für dich, den Geist Christi zu haben 😉 (vor allem solche, die ganz sicher wissen, welche Christen “nicht echt” sind).
      Was ist denn der Geist Christi?

      1. Hallo Katharina,
        letztlich die Neugeburt durch und im Leben des Auferstandenen. So wie Jesus es dem Nikodemus bei seinem Nachtgespräch erklärt: Was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Diese Neugeburt ist lt. Jesus ein Muss-Kriterium für die Teilhabe an seinem Reich, also an allem, was eine Zukunft hat.
        Gruss Tobias

        1. Hallo Tobias,
          Und wie geht Neugeburt durch den Geist?
          Wie erklärt man das jemanden, der diese fromme Sprache nicht kennt und mit all diesen Formulierungen nichts anfangen kann?

          1. Nun, Nikodemus war in der frommen Sprache sehr bewandert und hat es trotzdem nicht verstanden. Einfach weil der Neue Bund viel mehr kann als der alte, was er sich (noch) nicht vorstellen konnte. Auch Paulus hat den Römerbrief wohl nicht einfach so runtergeschrieben.
            Aber man muss ja zum Glück auch nicht alles verstehen. Eine geistliche Neugeburt ist ein Geschenk – auf glauben und bitten hin.
            Doch um die Verbindung mit der Frage der richtigen Erkenntnis nochmals herzustellen: Letztlich glaube ich nicht etwas, weil es in der Bibel steht, weil es Konzile irgendwann fixiert haben oder weil es mein Pastor sagt. Sondern weil mir der Geist bestimmte Ansichten bestätigt oder eben nicht oder nur teilweise. Intuitive Erkenntnis ist m. E. eine Funktion des Heiligen Geistes, noch bevor Worte ausgesprochen werden. Unsere Sprache ist immer nur eine Annäherung an die eigentliche Realtität.

        2. allo Tobias,
          Puh, also ich finde das ziemlich kompliziert und wenig aussagekräftig. Kein Wunder, dass in der Christenheit so eine Uneinigkeit darüber herrscht, was “echte Christen” sind und wie man den Geist erkennt …

  2. Roland Portmann

    Ein kluger Kirchenmann hat mal gesagt: “Christen*innen, das sind Menschen, die Jesus Christus nachfolgen.” für mich heisst das, sich von Jesu Leben und Worte inspirieren zu lassen, damit die Welt a better place werden kann. Ob man *frau jetzt an die Trinität, die Vergebung der Sünden oder die Auferstehung der Toten glaubt, ist da wohl eher sekundär… ich kenne persönlich auch niemanden, der jetzt alles so glaubt, wie es z.B. im Apostolikum steht…
    Aber: was es heisst, reformiert zu sein oder katholisch etc. kann man schon eher umreissen, obwohl es ja da auch “löbliche”Ausnahmen gibt… Ich frage mich aber selber immer wieder: Wieviel muss ich hinter meiner eigenen Kirche stehen, bzw. wieviel Loyalität zu “ihren” Glaubensaussagen (z.B. hist- krit Exegese, Ehe für alle…; teile ich übrigens alles (SMILE)) zeigen oder auch von anderen einfordern, um als “reformiert” oder gar als deren Vertreter im Pfarramt zu gelten?

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