Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Corona

Alles zurück auf Feld eins? Stehen wir wieder am selben Punkt, wie Ende März? Nein, nicht ganz. Und beruhigend ist das nicht. Ende März ist eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgebrochen. Für ein paar Wochen waren wir alle solidarisch miteinander. Oder gaben uns wenigstens Mühe, so zu tun. Es war ein Schock und wir erkannten den Ernst der Lage.
Das Kollektivfeld ist mal wieder sehr fest am gwaggle und rütteln: Was für viele spürbar ist als ein Gefühl von nicht sehr geerdet, nicht sehr stabil oder auch einfach nicht so wohl sein. Unsere Übung heute ist die Medizin dafür: Pure Erdung, pure im Körper erlebte Sicherheit.
Unsere Autorin Deborah Leela Sutter war zehn Tage in Quarantäne – und hat in dieser Zeit manche Dinge neu oder anders entdeckt.
Früher gab es Schicksal. Etwas, dem man nicht ausweichen konnte. Dem man mit einer Haltung begegnete, für die wir beinahe nur noch aussterbende Wörter zur Verfügung haben, wie Ergebung oder Demut. In Rainer Maria Rilkes Gedicht Herbsttag (1902) kann man so etwas noch finden.
Der OK-Präsident des "Marsch fürs Läbe" engagiert sich gegen die Maskenpflicht. Damit spricht er Menschen aus einer Corona-Risikogruppe paradoxerweise das Lebensrecht ab.
Im Museum werden Teufelsmessen abgehalten – deswegen haben wir Corona. Zur Genese eines Verschwörungsmärchens.
Sicher: Es ist nicht fein, sich über die Krankheit eines anderen Menschen zu freuen. Gleichzeitig glaube ich, dass nicht alles an dieser Schadenfreude falsch ist.
Ich sehe mich um. Alle wirken relaxt. Ich bin es nicht.
Wie man Verschwörungstheorien psychologisch und theologisch deuten kann. Und warum man sie nicht überschätzen sollte. Ein Gespräch mit Nikolas Claussen.
Warum genau sollten wir eigentlich ständig glücklich sein? Diese kleine Blogserie hinterfragt das spätmoderne Mantra, dass nur ein glückliches Leben ein lebenswertes, sinnerfülltes Leben sein kann – und wagt stattdessen ein Statement für die Freiheit, wenigstens zeitenweise auch richtig unglücklich zu sein. 
Ein Gespräch über eine ziemlich epochale Kulturpolitik

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