Less noise, more conversation.
Less noise, more conversation.

Trump

Kirchenvertreter umschmeicheln Donald Trump, den 47. Präsidenten der USA, bei seiner Inauguration. Ausgetretene werden sich von dem Schauspiel bestätigt fühlen. Immerhin fielen in der Washington National Cathedral klare und mahnende Worte: «have mercy»
Im Podcast «RefLab To Go» haben wir bisher ausgewählte Blogbeiträge vorgelesen. Wir passen das Konzept an und sprechen stattdessen mit dem jeweiligen Autor über die Hintergründe seines Textes. Den (Neu-)Anfang machen wir mit Elon Musk und Donald Trump.
Donald Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Das Volk hat den orangenen Selbstdarsteller noch einmal gewählt. Kann man das nachvollziehen? Manuel und Peter graben tiefer und fragen nach den philosophisch-wahrheitstheoretischen Hintergründen des vergangenen Kampfes um die Präsidentschaft.
Als Klimaschützer:in rutscht man immer weiter in eine Schockstarre. Nicht erst seit Trumps Wiederwahl. Inzwischen herrscht multiple Ernüchterung. Mehr denn je geht es um Umkehr. Aber dafür müssten wir den Lebensstil ändern.
Blogbeiträge vorgelesen: Das Modell der Heldenreise boomt gegenwärtig in Storytelling, Psychologie und Marketing. Aber keiner nutzt das Instrument geschickter als der mit dem Elixier zurückgekehrte Donald Trump.
In den USA kursiert ein Bonmot: Demokraten nehmen ernst, was Donald Trump sagt, aber sie nehmen ihn nicht ernst. Republikaner dagegen nehmen nicht ernst, was er sagt, aber sie nehmen ihn ernst. Nach seiner Wiederwahl gilt das erst recht.
Donald Trump glückt gemäss aktuellem Stand die Wiederwahl. Ein fassungsloses Erwachen, mit schwachen Funken Trost und Trotzkraft.
Ausgerechnet im NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer wollen nationalistische, rechte Christ:innen eine Identifikationsfigur erkennen. Das sei evangelikale Fan-Fiction, erklärt Thorsten Dietz. Ohne den berühmten Theologen heilig zu sprechen.
Wieso himmeln tief Gläubige ausgerechnet eine Figur wie Donald Trump an? Einen Menschen, der sich ganz offensichtlich an keinerlei moralische, kulturelle oder religiöse Werte gebunden fühlt.
Euphorie, Entsetzen und Trauer beim Blick in die USA. Es fühlt sich wie ein Bad in einer immer heisser werdenden Badewanne an. Am Ende ist man gargekocht.
Blutiges Ohr, erhobene Faust, wehende Fahne: Die Aufnahme vom gescheiterten Attentat auf Donald Trump wird allenthalben als ikonisches Bild gehandelt. Aber was ist das und wie wirkt es?
Der Gast dieser Ausgabe der TheoLounge ist einer der einflussreichsten christlichen Ethiker in den USA – und weit gereist. Manuel Schmid spricht mit ihm über seinen persönlichen Weg und über die Entwicklung des US-Evangelikalismus, besonders in den Trump-Jahren.
Vor ein paar Monaten sagte jemand etwas zu mir, das mir seither immer wieder durch den Kopf geht. "Unter uns gesagt", bemerkte die Person beiläufig, während wir am Rande einer kirchlichen Veranstaltung einen Kaffee tranken, "Demokratie ist eigentlich schlecht für das Christentum. Für uns wäre eine Christen wohlgesonnene Diktatur besser."
Politische Kämpfe werden heute als sozialmediale Glaubenskriege ausgefochten. Als Christ*innen können wir uns nicht heraushalten. Der Riss geht mitten durch uns hindurch.

RefLab regelmässig in deiner Mailbox