Less noise, more conversation.
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Eine These meines Kunstvlogs lautet: Spiritualität ist eine Migrantin. Sie ist unterwegs und lässt sich auch in Museen und Galerieräumen gerne nieder. Im Museum Franz Gertsch in Burgdorf bin ich fündig geworden: in der Ausstellung «Blau» mit Bildern, die einen in die Kontemplation förmlich hineinziehen.
Versklavt, verstossen, alleinerziehend: Hagar, die «Zweitfrau» des Ahnvaters Abraham, wurde zur feministischen Identifikationsfigur.
Innehalten. So schwer sollte das eigentlich nicht sein. Ist es aber doch. Ich teile in dieser Blogserie einige Gedanken und Geschichten zum Wert und zur Angefochtenheit der Stille im Alltag unseres modernen Lebens. Solche ruhigen Momente zu suchen und in ihnen sich selbst und Gott wieder zu finden, gehört seit jeher zum Schatz der christlichen Spiritualität. Schon lange bevor «Achtsamkeitsübungen» zum Trend wurden, haben die Kirchen diese Praxis des Gegenwärtigseins geübt – und es gibt guten Grund, sie neu zu entdecken. Heute geht es um den bewussten Umgang mit den natürlichen Wartezeiten unseres Lebens…
Etwas nicht zu wissen, wirklich und ehrlich absolut keine Ahnung zu haben – das mögen wir nicht. Sind wir doch dazu erzogen, Dinge zu wissen, zu planen, zu organisieren. Die Mystik jedoch führt dich aus dieser Erziehung rein in die Erfahrung von “nichts kann von mir gewusst werden”. Was das mit Tauben, Bodenplatten und Bazar zu tun hat, hörst du im Gespräch zwischen Leela und Patrick.
Natur als Spiegel der Seele, aber gleichzeitig auch als geheimnisvolle Welt für sich: Wir finden dies in der romantischen Kunst etwa eines Caspar David Friedrich und nun überraschend in der Gegenwartskunst bei Franz Gertsch.
Es dauerte ein wenig, bis ich rausfand, was mich an diesem Ort so wohltuend einnahm. Die frische Luft, der erhabene Blick ins Tal, die gastliche Grosszügigkeit meiner Freunde? Ja, all das auch, aber erst als wir auf der Veranda sassen, vernahm ich, was es war: Ein zartes Rauschen. Es stieg aus den kleinen Bächen im Tal zu uns herauf – unaufdringlich und doch alles durchdringend. Ein Geräusch zum Stillwerden, weil es meinen Tinnitus wegnahm. Ein allseitiges Strömen, das meine Ohren einhüllte, bis sie taub wurden für ihre Schwerhörigkeit. Pfingsten 2021: In den Bergen der Ardèche folgte ich dem Rauschen des Wassers und sollte dabei den Geist Gottes finden.
Macht man es, oder macht man es nicht? Und wenn, wie macht man es? Mit Doppelnennung, dem Doppelpunkt oder doch ganz verwegen mit dem Stern?
Innehalten. So schwer sollte das eigentlich nicht sein. Ist es aber doch. Ich teile in dieser Blogserie einige Gedanken und Geschichten zum Wert und zur Angefochtenheit der Stille im Alltag unseres modernen Lebens. Ruhige Momente zu suchen und in ihnen sich selbst und Gott wieder zu finden, gehört seit jeher zum Schatz der christlichen Spiritualität. Schon lange bevor «Achtsamkeitsübungen» zum Trend wurden, haben die Kirchen diese Praxis des Gegenwärtigseins geübt – und es gibt guten Grund, sie neu zu entdecken. Heute geht es ganz fundamental um die Seltenheit ruhiger Momente in der Kakophonie unserer Zeit…
Heute hatte das RefLab Besuch von einer Konf-Klasse aus Burgdorf. Wir haben sie gefragt, was jetzt, nachdem sie konfirmiert worden sind, bleibt. Zwei von ihnen haben einen spontanen Blogbeitrag dazu verfasst.

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