Dein digitales Lagerfeuer
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Gerechtigkeit

Manchmal schreibt das Leben lustige Geschichten: Dem rechtskonservativen Nein-Komitee gegen die «Ehe für alle» ist es bei mehreren Banken nicht gelungen, ein Konto einzurichten. Deshalb reichen sie nun – exemplarisch – Strafanzeige ein gegen die Raiffeisen-Bank in Zug. Und zwar wegen Verletzung der Rassismusstrafnorm.
Klar: Ohne Dingen einen Namen zu geben, können wir uns nicht verständigen. «Ein Tisch, ist ein Tisch.» Aber es gibt Begriffe, die der Verständigung nicht vorausgehen, sondern sie quasi voraussetzen oder erzwingen wollen. Diese Begriffe führen nicht zu einer Polarisierung innerhalb der Gesellschaft, sondern sind deren Ergebnis. Sie sind Denkabkürzungen, die entweder eine träge und selbstgefällige Political Correctness befördern oder auf der populistischen Welle eines leeren Freiheits- und Individualismusideals reiten.
«Fernschreiben aus dem Wald» ist eine Kolumne von Jürg Halter. Halter ist Schriftsteller, Spoken Word Künstler und Speaker. Er gehört zu den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation und zu den Pionieren der neuen deutschsprachigen Spoken-Word-Bewegung.
In Edgar Allan Poes Erzählung "Die Maske des roten Todes" (1842) sucht eine namenlose wie tödliche Seuche die Menschen heim und wer kann, rettet sich in Quarantäne. Welchen Sinn kann diese Erzählung heute gewinnen?
Die Anteilnahme und Debatte über den mutmasslichen Terrorakt in Hanau ist gross. Speziell ist, dass dabei intensiv über einen Begriff diskutiert wird: Fremdenfeindlichkeit.

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