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Gott ist nicht gerecht

Stephan glaubt nicht mehr, dass es sinnvoll ist, an einen gerechten Gott zu glauben. Will er damit bloss Manu schocken? Oder geht es ihm um etwas Grundsätzliches? Die Welt ist nicht gerecht. Gott auch nicht? Oder macht er einfach keinen guten Job? Kann er es nicht besser? Hilft ein Blick auf Jesus, um Gottes Gerechtigkeit zu verstehen? Liegt Gottes Gerechtigkeit in der Zukunft? Fazit: Gott ist vielleicht gerecht. Aber ganz anders.

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7 Kommentare zu „Gott ist nicht gerecht“

  1. Spannende Folge. Mir gefällt ganz gut, wie ihr beide euch gegenseitig herausfordert und auch provoziert. Für einen Nicht-Theologen wie mich ist es vong Sprache her gerade noch so nachvollziehbar, dank unzähligen Worthaus- und anderen Christen-Podcasts. Ein Thema, bei welchem ich gerne zuhören würde: Wie stellt ihr euch Kirche heute vor? Oder um es in eurer Sprache auszudrücken: Den Sonntagsgottesdienst und die Ortskirche braucht es nicht!
    Die Ref.-Kirchen sind vielerorts leer. Evangelikale wie ICF sind zwar voll, haben teilweise aber noch ungesunde/fundamentalistische/bildungsfeindliche Tendenzen. Zudem braucht es in Zeiten der Digitalisierung die Predigt nur noch beschränkt: Auf youtube finde ich hervorragende theologische Vorträge, wo der heutige Durchschnittspastor wohl nicht mithalten kann. Aber tiefe Gemeinschaft kann ich halt doch schlecht über Twitter teilen. Barmherzigkeit üben noch weniger. Habt ihr da Visionen? Ist das Reflab die Umsetzung einer dieser Visionen?
    Zudem würde ich mich freuen, noch etwas mehr von eurem Werdegang und eurer Beziehung zur Kirche und zum Glauben zu erfahren.

    1. Stephan Juette

      Lieber Lolo!
      Herzlichen Dank für dein freundliches Feedback!
      Besonders die Verbindung und Wechselwirkung von digitalen Kommunikationsformen mit Gemeinschaftstypen interessiert uns sehr!
      Wir können gerne mal eine Folge zu unseren Kirchenvorstellungen machen. Ganz sicher werden wir bald mal was über uns erzählen 😉
      Herzlich!

  2. Vielen Dank für diesen authentischen Podcast. Es gelingt uns (mich) fast liebevoll, in ein angeregtes Mit-denken zu verwickeln. Zwischendurch muss ich mich als Nichttheologe gehörig anstrengen (teil schnell ein Wort googeln) damit ich folgen kann. Als einzige Anregung: kurze Denkpausen wären mE auch mal ok.

    Ich bin auch der Meinung dass Gott nicht gerecht ist. Jedenfalls nicht so, wie wir heute das Worte / Konzept Gerechtigkeit benutzen. Es scheint mir wichtig, solche Konzepte (Gerechtigkeit, Frieden, Liebe) auch sprachlich, konzeptionell so zu gebrauchen wie das Publikum Sprache versteht und einsetzt oder, und neue Worte für diese Göttliche Prinzipien zu kreieren.

    Da ich Gott und göttliches aus der christlichen Perspektive zu einem Grossteil in anderen Kulturen kennengelernt habe und in meiner Tätigkeit als Berater für interkulturelle Kompetenz, finde ich es spannend zu sehen wie Theologie, Glaube, Spiritualität usw oft ziemlich unkritisch aus einer monokulturellen Perspektive verstanden wird. Ein Gespräch darüber würde mich sehr interessieren.

    Ich freue mich auf weitere Podcasts und danke herzlich!

    1. die antwort auf die theodizeefrage ist die reduktion des durch das essen vom baum der erkenntnis erworbenen wissens um gut und böse auf null, seine wandlung in ein anderes wissen

      1. Der Vergleich mit dem Hotel, dass Gott nicht gerecht ist, weil er die einen in die Besenkammer stellt, finde ich völlig falsch. Jeder Mensch mit freiem Willen könnte sich für die absolute Gerechtigkeit, wie sie Stephan von Gott gerne hätte, selber einsetzen. Wir Menschen waren von Beginn an frei, alles anders zu machen… und das Krasse: könnten wir auch heute noch! Aber z.B. hat sich ausgerechnet der weisse Christ kein deut darum gekümmert, dass es ungerecht ist, in fremde Länder einzumarschieren und anderen die Würde und die Bodenschätze zu rauben! Wenn uns ein Hemd reichen würde und es verstanden würde, dass du den nächsten höher achten solltest als dich selber, sähe die Welt anders aus. Wenn wir wirklich an den Gott der Bibel glauben wollten (und nicht an ein Fantasiekonstrukt), sollten wir unsere Fantasie dafür einsetzen, eine gerechtere Welt zu schaffen. Ich glaube an einen allmächtigen Gott, der durch uns Menschen mit der Kraft des hl. Geistes alles vermag, wenn wir darum bitten, um in seinem Willen die Welt verändern. Durch diese Kraft hat Jesus den Tod überwunden! Durch diese Kraft hat die Bibel den Weg durch alle unglaublichen Zeiten bis ins Heute geschafft. Mit dieser Kraft könnten wir andere Regeln für ein gerechteres Weltkonstrukt schaffen. Durch den hl. Geist können wir glauben – nicht mit Fantasie.
        Der einzige Hacken daran? Die Menschen wollen das gar nicht! Das Gerechte daran? Gott hält trotzdem daran fest!

  3. Danke für den spannenden Talk!
    Mir kam dabei das Gedicht “Gott” von Andreas Knapp in den Sinn. Hier in einer berndeutschen Fassung:

    Gott

    Unwort sit Jahrtuusige
    Bluetbesudlet u missbrucht
    Höret uf drvo rede u musige
    Usem Wortschatz striche, iz mau ächt

    Redeverbot vo Gott
    Getilgt werde sein Namen
    Dass sech niemer meh erinneret
    Wie im Himmel, so auf Erden, Amen

    Doch we mer d Sprache mau gottlos hei
    Wo isch de ds Heiweh när dehei?
    Wäm bängle mr dr Wäutschmärz zmitts i ds Gsicht?
    U wäm danke mr für ds Liecht?

    Von Herzen alles Gute mit dem (tollen) neuen Projekt!

    Liebe Grüsse aus dem Emmental

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