Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Johanna Di Blasi

Menschliche Nähe und Vertrautheit sind offenbar etwas, das sich zumindest teilweise auch virtuell herstellen lässt. Im zweiten Teil meiner Erkundungsreise in digitale Nahwelten geht es um ASMR-Rollenspiele.
Es ist sehr unwahrscheinlich und doch scheinen wir alle irgendwie darauf mit Angstlust zu warten: dass Maschinen Bewusstsein erlangen. Nun hat ein Google-Ingenieur und Ethiker im Fall der Software LaMDA genau diesen Eindruck gewonnen. Eine Selbstbeobachtung.
Gestern ist die Art Basel mit einer erfreulichen Bilanz von 70'000 Besucher:innen zu Ende gegangen. Ich habe mich unters Kunstvolk gemischt, mich treiben lassen und die erste Post-Corona-Kunstmesse extrem genossen.
Im ersten Teil einer dreiteiligen Reise in digitale Nahwelten geht es darum, wie Flüsterstimmen im Netz Nähe simulieren und Raschelvideos Schmetterlinge ins Hirn zaubern. Wie ist das möglich? Wir finden es heraus!
Gibt es noch Hoffnung? Und wenn ja, wie lange? Darüber hat das RefLab vor dem Hintergrund multipler Krisen unserer Zeit nachgedacht: im Rahmen einer Study Tour von EAEE/plusbildung im Kloster Kappel.
Die Philosophin Svenja Flasspöhler unterhält sich in dieser Ausgabe der TheoLounge mit Johanna Di Blasi über den jähen Einbruch der Kriegslogik in eine Kultur moderner Empfindsamkeit. Aus dem eben noch «toxischen Mann» ist wieder der heldenhafte Mann geworden, Ideologien der Härte haben plötzlich wieder Hochkonjunktur und ein dritter Weltkrieg ist nicht mehr unrealistisch.
Eine These meines Kunstvlogs lautet: Spiritualität ist eine Migrantin. Sie ist unterwegs und lässt sich auch in Museen und Galerieräumen gerne nieder. Im Museum Franz Gertsch in Burgdorf bin ich fündig geworden: in der Ausstellung «Blau» mit Bildern, die einen in die Kontemplation förmlich hineinziehen.
Natur als Spiegel der Seele, aber gleichzeitig auch als geheimnisvolle Welt für sich: Wir finden dies in der romantischen Kunst etwa eines Caspar David Friedrich und nun überraschend in der Gegenwartskunst bei Franz Gertsch.
Heute hatte das RefLab Besuch von einer Konf-Klasse aus Burgdorf. Wir haben sie gefragt, was jetzt, nachdem sie konfirmiert worden sind, bleibt. Zwei von ihnen haben einen spontanen Blogbeitrag dazu verfasst.
Die Cancel Culture ist dort angekommen, wo es sie in der Geschichte auch schon gegeben hat: in der Kirche. Gedanken zur Schwierigkeit, Ambivalenz auszuhalten.
Vor fünf Jahren hatte BlessU-2 auf der Weltausstellung Reformation in Wittenberg Premiere. Seither ist der umstrittene Segensroboter viel herumgekommen. Eine Woche noch erteilt er im Museum für Gestaltung in Zürich seinen Segen: als Teil der sehenswerten Ausstellung «Planet Digital».
Der Theologe Simon Peng-Keller von der Universität Zürich zeichnet im Gespräch mit Johanna Di Blasi wichtige Entwicklungslinien und Bedeutungsverschiebungen eines heute wieder hochaktuellen Begriffs und Konzepts nach.
Maschinen werden immer menschlicher. Da scheint es naheliegend, den Umgang mit ihnen grundsätzlich zu überdenken.
Haus und Garten, Realität und Traum, Wirklichkeit und Fiktion verschwimmen – im Istituto Svizzero nahe des Gartens der Villa Borghese in Rom.
In dieser Serie schreiben wir Briefe an Frauen aus der Bibel. Hulda ist eine spannende Prophetin aus dem Alten Testament. Sie ist enorm selbstbewusst und ein Hinweis darauf, dass Frauen im Altertum nicht nur Blumen pflückten und Ponys ritten.
Am Sonntag stimmt Zürich über «Netto null» ab: Klimaneutralität bis 2040. Parallel setzt sich eine Kunstausstellung in der ETH Zürich mit der Zerbrechlichkeit des blauen Planeten auseinander.

RefLab regelmässig in deiner Mailbox