Dein digitales Lagerfeuer
Dein digitales Lagerfeuer

Johanna Di Blasi

Sie ist vor allem bekannt als Witwe des 1980 ermordeten Beatles John Lennon. Aber Yoko Ono ist auch eine faszinierende Avantgardekünstlerin und -sängerin. Im Kunsthaus Zürich rührt sie an tiefe Gefühle – und setzt sich auch mit Erfahrungen des Krieges auseinander.
Die Arte-Serie «In Therapie» trifft einen Nerv der Zeit. Nicht nur in Frankreich. Man erfährt viel über die Patient:innen des erfahrenen Dr. Dayan, aber auch über sich selbst.
In dieser Serie schreiben wir Briefe an Frauen aus der Bibel. Die Erzmutter Sara war die Ehefrau ihres Halbbruders Abraham. Die beiden kamen wahrscheinlich aus Ur, einer der ältesten Metropolen der Welt. Heute auf irakischem Gebiet. Wieso zogen sie dort weg?
«Imagine» von John Lennon ist eine grosse Friedenshymne. Das Lied ist aber nicht so zeitlos, wie es scheint. Der Text könnte eine Überarbeitung oder Ergänzung vertragen.
Im vierten Kunstvlog geht es um ästhetische Fadenspiele von Igshaan Adams: Afrikaner, Muslim und Wanderer zwischen den Welten.
Der Wiener Aktionskünstler und Erfinder des Orgien-Mysterien-Theaters Hermann Nitsch ist 83-jährig gestorben. Im Rückgriff auf die Antike hat er moderne Läuterungsrituale gestiftet, die nach seinem Tod weitergehen werden.
Als Teenager flirten wir mit dem Todesgedanken. Wir stellen uns unser Begräbnis vor und wie die anderen uns beweinen. Von einem jugendlichen Flirt unterscheidet sich ein ernsthaftes Date. Eine Meditation in loser Anknüpfung an Karfreitag.
Menschen tun in Videos Dinge, die sie nie taten, und sie sagen Sachen, die sie nicht sagten. Schwindet durch die Zunahme von Deep Fake unsere Fähigkeit, dem Augenschein zu glauben? Droht gar eine Infocalypse? Und wie lässt sich Vertrauen zurückgewinnen?
Nicht von dieser Welt, oder doch? Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine bringt tiefe Spaltungen innerhalb der christlich-orthodoxen Welt ans Licht – und vertieft sie weiter. Wer mit wem weshalb verbündet oder verfeindet ist, versucht Johanna Di Blasi im Gespräch mit dem griechisch-orthodoxen Theologen Stefanos Athanasiou herauszufinden.
Jetzt ist sie also angebrochen: die Zeit nach der Pandemie. Jedenfalls gefühlt. Und wieder einmal ist alles anders gekommen als gedacht. Corona ist keineswegs durchgestanden, aber es wird von anderen Themen überlagert. Welche Chancen und Risiken birgt die neue Phase? Und kommt die grosse After Party noch?
Wir haben den Eindruck, unsere Argumente einigermassen durchgespielt zu haben: zu Pazifismus, Gerechtigkeit, Legitimation von Gewalt etc. Jetzt sehen wir klarer, wo wir übereinstimmen, wo wir divergieren und was «man» unseres Erachtens tun kann, um Kriege einzudämmen oder besser noch zu verhindern. Aber Evelyne hat recht: Wir blieben unpersönlich.
Ich höre mir Analysen über Krieg gern eine Weile an, lasse mir auch Geostrategien erklären, wende mich dann aber meist anderen Gedanken und Dingen zu. In diesem Fall kann ich mich aber nicht so leicht aus der Affäre ziehen, v.a. weil ein paar echte Handgranaten in unseren Diskurszirkel eingeworfen wurden: «Theologie des Krieges», «das Böse» und «Gerechter Krieg».
Fast 350 Unterzeichner wenden sich in einer Deklaration gegen nationalistische und bellizistische Vereinnahmungen der christlichen Religion: darunter das Who’s who der orthodoxen Theologie aus Universitäten von der USA über Deutschland bis Griechenland.
Dass solches Wandern erlaubt ist ...? Zunächst flohen ukrainische Menschen mit Rollkoffern aus dem blitzartig zerschossenen Land. Inzwischen laufen junge und alte Menschen mit kleinen Rucksäcken davon, um wendig zu sein, wenn es Gewehrsalven regnet oder ringsum explodiert.
Spiritualität und Transzendenzerfahrung in der zeitgenössischen Kunst. Wie sieht die aus? Wo gibt es das?
TheoLounge Live mit der Philosophin und Bestseller-Autorin («Tanz um die Lust», «Glücksversuche») Ariadne von Schirach am 3. März 2022 in Zürich

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