Wir lösen uns allmählich von kolonialen Phantasien und das bewirkt Phantomschmerzen. Jetzt wird uns auch noch das Indianerspielzeug weggenommen. Aua. Aber es ist an der Zeit.
Cyberfeministisch und posthumanistisch: Die 59. Biennale von Venedig ist noch einmal eine Feier von Hybridität und Mischungsverhältnissen von Mensch und Nicht-Mensch, Organischem und Anorganischem. Leitfigur ist der Cyborg.
Von Zeit zu Zeit sehnt sich wohl jeder Mensch nach ein wenig Stille. Aber was ist das? Ist es nur die Abwesenheit von Lärm oder hat Stille einen eigenen Klang?
Morgendliche Vogelkonzerte versetzen uns buchstäblich ins Paradies. Faszinierenderweise gelingt das auch akustischen Konserven. Im letzten Teil der Erkundungsreise in digitale Nahwelten geht es um akustisches Streicheln durch Meeresrauschen, Gewitterregen und Amseln.
Eine positive Ökobilanz ist eine Frage der Glaubwürdigkeit geworden. Und ein Ausweis für lernende Communitys. Ein Lokalaugenschein in einer christlichen Vorzeigegemeinde.
Im Jahr 1936 macht Anne Frank in der Schweiz bei Verwandten Sommer- und Winterurlaub: in Adelboden und in Sils Maria im Engadin. Eine Fotografie zeigt das Mädchen selig auf einer Alpenwiese sitzen, die Sonne im Gesicht. Das Leben der jüdischen Familie aber war schon damals überschattet.
In dieser Serie schreiben wir Briefe an Frauen aus der Bibel. Manchen erscheint es vielleicht unpassend, den Heiligen Geist mitaufzunehmen. Eine Frau ist dieser kaum, aber auch kein Mann. Eine Liebeserklärung an ein rätselhaftes Wesen.
Menschliche Nähe und Vertrautheit sind offenbar etwas, das sich zumindest teilweise auch virtuell herstellen lässt. Im zweiten Teil meiner Erkundungsreise in digitale Nahwelten geht es um ASMR-Rollenspiele.
Es ist sehr unwahrscheinlich und doch scheinen wir alle irgendwie darauf mit Angstlust zu warten: dass Maschinen Bewusstsein erlangen. Nun hat ein Google-Ingenieur und Ethiker im Fall der Software LaMDA genau diesen Eindruck gewonnen. Eine Selbstbeobachtung.
Gestern ist die Art Basel mit einer erfreulichen Bilanz von 70'000 Besucher:innen zu Ende gegangen. Ich habe mich unters Kunstvolk gemischt, mich treiben lassen und die erste Post-Corona-Kunstmesse extrem genossen.
Im ersten Teil einer dreiteiligen Reise in digitale Nahwelten geht es darum, wie Flüsterstimmen im Netz Nähe simulieren und Raschelvideos Schmetterlinge ins Hirn zaubern. Wie ist das möglich? Wir finden es heraus!
Gibt es noch Hoffnung? Und wenn ja, wie lange? Darüber hat das RefLab vor dem Hintergrund multipler Krisen unserer Zeit nachgedacht: im Rahmen einer Study Tour von EAEE/plusbildung im Kloster Kappel.
Die Philosophin Svenja Flasspöhler unterhält sich in dieser Ausgabe der TheoLounge mit Johanna Di Blasi über den jähen Einbruch der Kriegslogik in eine Kultur moderner Empfindsamkeit. Aus dem eben noch «toxischen Mann» ist wieder der heldenhafte Mann geworden, Ideologien der Härte haben plötzlich wieder Hochkonjunktur und ein dritter Weltkrieg ist nicht mehr unrealistisch.