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Putin

Warum sehnen wir uns nach «starken Männern» – und übersehen dabei, dass ihre Stärke oft nichts anderes ist als kaschierte Schwäche? Manuel und Stephan reden über Alpha-Männer, die überraschende Ehrlichkeit biblischer «Helden»-Geschichten und die Frage, was Jesus mit Macht zu tun hat.
Was in aufgeregten Zeiten Not tut, sind besonnene Stimmen. Leider sind diese rar, aber es gibt sie.
Vom unbekannten KGB-Agenten zum derzeit am meisten gefürchteten Mann der Welt: Wie wurde Wladimir Putin zu dem, was er heute ist? Und welche Rolle spielten westliche Politiker und Wirtschaftsleute bei seinem Aufstieg?
Ich höre mir Analysen über Krieg gern eine Weile an, lasse mir auch Geostrategien erklären, wende mich dann aber meist anderen Gedanken und Dingen zu. In diesem Fall kann ich mich aber nicht so leicht aus der Affäre ziehen, v.a. weil ein paar echte Handgranaten in unseren Diskurszirkel eingeworfen wurden: «Theologie des Krieges», «das Böse» und «Gerechter Krieg».
Der in Sonntagsreden beschworene «liberale Rechtsstaat» scheint gegenüber autokratischer Herrschaft und kalkuliertem Machtstreben gegenwärtig wie ein freundlicher aber ziemlich zahnloser Greis. Russland führt einen Krieg gegen seinen Nachbarn, die Ukraine. Währenddessen besingen manche besonders freie Geister die Virilität, Konsequenz und Standhaftigkeit Putins, die EU und die Vereinigten Staaten rüsten mit immer schwererem Wirtschaftsgeschütz auf. Und doch fragt man sich, ob dies angesichts der Lage wirklich mehr als Worthülsen sind. Und die Schweiz? Sie bleibt neutral.

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