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Barbie. Oder: Wollt ihr noch mehr pink?

Der neue Barbie-Film hat ein «popkulturelles Erdbeben» ausgelöst (NZZ) und zu einer regelrechten «Barbie-Mania» geführt. Längst hat er weltweit über 1 Mia. Dollar eingespielt und viele Gemüter erregt: Die Reaktionen auf den Film reichen von vorbehaltloser Begeisterung bis zu Boykottaufrufen und öffentlichen Barbie-Verbrennungen. Ist Barbie eine «Ikone des Feminismus» (ZEIT) oder gar die «Simone de Beauvoir des 21. Jahrhunderts» (NZZ) – oder ist sie im Gegenteil ein kapitalistisches Megaphon völlig unrealistischer Körperideale (Jule Lobo)?

Janna, Jay und Manuel diskutieren in dieser Folge ihre eigenen Eindrücke von dem Film – und sind sich dabei nur selten einig. Ist das Storytelling wirklich so grottenschlecht, wie Jay behauptet? Und funktioniert die Kritik am Patriarchat, wie Janna meint – oder geht sie an der Realität vorbei? Was soll man schliesslich von der Auflösung halten: Wird hier ein versöhnlicher Weg angezeigt, oder doch nur eine weitere Sackgasse?

Birgit Mattausch (die regelmässige Hörer:innen von PopcornCulture aus anderen Folgen schon kennen) schaltet sich ausserdem mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Befreiungspotenziale des Films zu Wort. Und mit einem Lob von Pink und Glitzer.

Also, Leute: Wenn ihr den Film nicht gesehen habt, dann hört euch um Bescheid zu wissen wenigstens diese Folge an. Und wenn ihr den Film gesehen habt, ist diese Diskussion eh unentbehrlich… 😉

 

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2 Kommentare zu „Barbie. Oder: Wollt ihr noch mehr pink?“

  1. Danke wieder einmal für euren Podcast!!
    Mir sind einige Filmzitate aufgefallen, die mir ganz bewusst gesetzt zu sein scheinen. Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber kann es sein, dass die Anfangsszene des Films eine Anspielung auf 2001 Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick ist. Mich hat die Zurückversetzung in die Steinzeit daran erinnert, die wüstenähnliche Landschaft, die Erscheinung Barbies wie eine noch nie dagewesene Monolith Säule. Schließlich das zerdeppern der alten Puppen, der gleichzeitig als Befreiungsschlag gefeiert wird. Natürlich alles ironisch überhöht, aber inhaltlich würde es passen. Ich hab mir dazu nochmal die Anfangssequenz von 2001 Odyssee im Weltraum angesehen und war verblüfft über die Parallelen.

    Eine weitere Filmsequenz hat mich an die` Reifeprüfung` von Mike Nichols aus dem Jahre 1967 erinnert. Dabei folgt Barbie ihrem Bauchgefühl und reißt aus, als man versucht, sie in den gläsernen Karton einzufangen. Sie flieht und versperrt eine Doppeltüre mit einem Besen, und lässt alle Erwartungshaltungen hinter sich. In dem Film die Reifeprüfung, ist es ein Kreuz, das zur Befreiung dient.

    Vielleicht war das vielen sowieso offensichtlich, mir hat das auf alle Fälle Spaß gemacht, Parallelen zu denken.

    Euch Alles Gute und weiter so mit vielen spannenden Ideen und Gesprächen.

    Ivan M.

  2. Hallo zusammen
    Vielen Dank für diesen Beitrag: endlich seh‘ ich da etwas mehr durch… ich bin aus dem Film gekommen und war völlig verwirrt: was soll das Ganze und was will uns, ja mir das sagen?
    Ich kann mich vor allem Jay anschliessen: der erste Teil ist ein ästhetisches Feuerwerk! So war’s bei uns im Spielzimmer bzw. bei meiner Schwester!
    Und dann schmiert’s ab… ich bin sogar 2x eingeschlafen…und hab‘ vielleicht auch deshalb die Story nicht gecheckt…
    Vielleicht sollte man den Film aber auch nicht überstrapazieren und überinterpretieren… und bloss weil er ne breite Diskussion ausgelöst hat, ist das noch lange kein Gütesiegel: Lars von Trier hat das mit seinen Filmen auch- vielleicht nicht in der Breite wegen der fehlenden PR- und die sind aus meiner Sicht zum Teil einfach misogyn und gut für Incels…die fand ich eher bääh.
    Eure immer wieder aufgeflammt Diskussion über das „Patriarchat“ fand ich spannend: Manu und Jay haben sich endlich mal ein bisschen „herausgelehnt“: Hier meine Deutung bzw. das was ich da von euch gehört habe: Gibt’s DAS „Patriarchat“ als grosse Verschwörung der Menschheitsgeschichte überhaupt? Wohl eher nicht, aber patriarchale Strukturen im Sinne von Ausbeutung und Unterdrückung, die gibt’s in unserer Welt wohl- und unter denen leiden alle Geschlechter. Vieles im Film gilt für beide Geschlechter; aber zu Recht sollte man ihn zuerst einmal bei Barbie lassen…
    Mich persönlich würde interessieren, wo ihr im Alltag Sexismus erlebt bei euch und bei anderen und wie ihr damit umgeht?
    Ist ja bei uns in der Kirche auch ein wichtiges Dauerthema!

    Danke aber nochmals für meine Erleuchtung durch eure Ausführungen.

    Gruss und go on!

    Roland

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