Less noise – more conversation.

Worship (im Gespräch mit Céline Hales)

Wie alles andere hat auch diese musikalische Staffel von «Ausgeglaubt» einmal ein Ende – aber ein fulminantes: Stephan und Manuel reden in dieser Folge mit der Sängerin Céline Hales über Worship, über den Zauber der Musik und die zweifelhafte Grenzziehung zwischen «säkularer» und «kirchlicher» oder «geistlicher» Musik, über unmittelbare Gotteserfahrungen und deren Ausbleiben: viel Spass!

Und wer einmal bei Céline Hales reinhören möchte:

Hier ist der Link zu ihrer Website…

… und hier der Link zu ihr auf Spotify.

Wer sich das Lied noch anhören möchte, von dem Manuel in dieser Folge besonders schwärmt, der kann hier drauf klicken.

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1 Kommentar zu „Worship (im Gespräch mit Céline Hales)“

  1. Die ganze Staffel «Worship» hat mich sehr angesprochen. Beim letzten Mal z.B. die Unterscheidung von kleiner, mittlerer und grosser Transzendenz, die Stephan machte. Ich selber komme aus einer Freikirche, bin aber seit 40 Jahren in Kirchgemeinden zuhause. Von meiner Herkunft her kenne ich die Prägung, dass es bei jedem Gottesdienst, bei jedem Worship um das Letzte, um eine besondere Begegnung mit Gott geht. Die realistische Haltung von Céline Hales hat mir gefallen. Worship-Leitung als Aufgabe, die sie mit einer gewissen Distanz und ohne überhöhte Erwartungen angeht.
    Zur Diskussion über das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Musik ist mir noch ein Erlebnis eingefallen. Ich war diesen Sommer an mehreren Konzerten am Heitere Open Air. Da ist mir aufgefallen: mehrere Leadsänger («Worship Leiter») wollen da auch das Letzte. Das Besondere und Absolute. Für mich war es ein No-Go, wie Sänger das Publikum auf die Knie befahlen, damit dann alle auf Kommando wieder aufspringen und mit einer noch höheren Intensität hüpfen, klatschen, mitsingen. Es befremdet mich, wenn auf diese Art eingeheizt wird, mit dem Ziel, den allergeilsten Act zu bieten. Das Publikum hilft da zwar willig mit. Die Leute wollen ja auch beim allergeilsten Konzert dabei gewesen sein. Bei einem andern Konzert – allerdings drinnen, im Volkshaus Zürich – erlebte ich, wie die Fans bei der Instrumentalband Snarky Puppie beim Stück «Shofukan» mit voller Kehle mitsangen. Da machte mir Eindruck, dass vom Publikum ein Mehr zurückkam. Die Band spielte instrumental, die Leute sangen.
    Dass Menschen zusammenfinden, einstimmen, miteinander feiern finde ich super. Und meiner Meinung nach ist es der Heilige Geist, der das Miteinander bewirkt. Im Gottesdienst oder in einem Konzert. Aber wo es auch sei: die Gaben, die Begabungen des Heiligen Geistes können auch missbraucht werden. Dabei ist die professionelle Distanz, wie sie Céline Hales praktiziert, wohl eine Hilfe zu einem guten Umgang mit dem Werkzeug Musik. Mit einem Werkzeug, das Emotionen – und auch Gottesbegegnungen – wecken kann.
    In meinem Adventskalender steht heute ein Text von Kurt Marti, der dazu passt:
    «Immer nur flüchtig erscheint das Besondere am Rand das Alltäglichen: just im Augenblick, da du abfährst, ans Telefon geholt wirst oder vor Arbeit nicht weisst, wo dir der Kopf steht – Sekunde, Flügelschlag, aus! Hättest du später dann Zeit, so bleibt es weg. Nie will es erwartet sein. Unvermutet erscheint es, dir ungelegen, stets ungeduldig: jetzt oder nie! Die Ordnung der Pflichten bleibt undurchlässig für diesen Clown oder Engel.»
    Natürlich wird im Gottesdienst, im Worship die Begegnung mit dem Höchsten erwartet. Aber etwas von der Haltung, dass es unverfügbar ist, sollte gewahrt werden.
    Samuel Dietiker, Pfarrer i.R., stud. Populare Kirchenmusik

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