Bet- und Busstage kennt die Schweiz schon seit dem Mittelalter, ausgerufen wurden sie meist dann, wenn Krieg, Pest oder Erdbeben das Land heimsuchten. Seit 1832 feiert das ganze Land den Bettag gemeinsam, und entschieden hat das nicht die Kirche, sondern die Politik. Nach dem Sonderbundskrieg, in dem katholische und reformierte Kantone gegeneinander gekämpft hatten, bekam der Tag eine klare Aufgabe: Er sollte ein Tag sein, an dem alle gemeinsam feiern, über konfessionelle und politische Grenzen hinweg, und an dem man lernt, jene zu respektieren, die anders denken und glauben.
Wie aus diesem Auftrag der heutige Feiertag wurde, was es mit dem jährlichen Betaufruf aus dem Parlament auf sich hat und warum es gute Argumente gegen einen staatlich verordneten Bettag gibt: Noe fasst es im Reel zusammen.
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Soweit die Geschichte. Aber was bleibt davon im Alltag übrig? Noe hat Passantinnen und Passanten gefragt, ob sie den Bettag überhaupt kennen und ob ein staatlich verordneter Bettag für sie Sinn ergibt. Ausserdem hat er sie einen Ausschnitt aus dem diesjährigen Betaufruf lesen lassen, der am ökumenischen Gottesdienst im Münster verlesen wird.
Die Antworten fallen unterschiedlich aus, ehrlich sind sie alle. Vielleicht erkennst du dich in der einen oder anderen wieder?
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2 Kommentare zu „Der eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag“
Ich dachte, waaaas: „Eidgenössischer Bank-, Bet- und Busstag“ …. anstelle des „D“ hatte ich ein „B“ gelesen … naja, „Schweiz“ und „Bank“ sind bei mir offensichtlich so stark verknüpft, dass die Wahrnehmung temporär ‚verschoben‘ wird … Aber: Respekt und Dank für Ihre qualifizierten und gut lesbaren Artikel! (WB)
Das ist aber eine lustige Verwechslung. Klingt fast nach einem Satiretitel über einen Schweizerfeiertag. Danke für das positive Feedback.