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Schlechte Presse für Jesus: Glaube und Kirche in der Öffentlichkeit

Anlass zum Gespräch ist ein viel diskutierter Artikel von Tamedia, der Konversionstherapien in Freikirchen thematisiert. Wir fragen: Was würde ein Verbot solcher Praktiken tatsächlich verändern? Aber vor allem: Was erwarten wir eigentlich von christlichen Kirchen im Umgang mit diesem Thema?

Die Diskussion führt uns weiter zu einer grundsätzlichen Frage: Wie soll Kirche überhaupt in der Öffentlichkeit auftreten? Wann und wozu soll sie Stellung beziehen? Soll sie sich zu politischen Themen äussern – und wenn ja, mit welchem Anspruch und mit welchem Ziel? Und ist das heute überhaupt noch plausibel?

Nebenbei erfahrt ihr auch, wie Manus Urlaub gelaufen ist und warum Stephans Laufleidenschaft langsam wieder Fahrt aufnimmt…

 

Über die Rolle der Kirche in sexualethischen Fragen haben Manuel und Stephan in einer frühen Folge von «Ausgeglaubt» schon einmal ausführlich diskutiert – du findest sie unter dem Titel «Gott interessiert sich nicht für unser Sexualleben».

Mehr zum Hintergrund von Konversionstherapien könnt ihr im Artikel von Evelyne Baumberger «Fast zugrunde gegangen statt hetero geworden» erfahren – eine kluge Einordnung der aufwühlenden Netflix-Dokumentation «Pray Away».

… und übrigens: Wenn ihr unseren Podcast mögt, könnt ihr für den Publikums-Preis des Swiss-Podcast Awards hier für uns abstimmen.

2 Gedanken zu „Schlechte Presse für Jesus: Glaube und Kirche in der Öffentlichkeit“

  1. Ich empfinde die Kommunikation zu schwierigen Themen heute fast immer negativ. Es wäre schön, wenn kirchliche Institutionen, ganz gleich welcher Couleur, als gute Beispiele vorgingen. Dies gilt für jegliche Art von Missbrauch. Die Folgen einer ehrlichen Kommunikation sind natürlich oft erheblich, aber das gilt langfristig auch für die immer wieder erlebten Rückzugs- und Abwehrgefechte.

    Ich war über 17 Jahre lang in einer Gemeinde, die Homosexualität als “dämonisch induzierte Sünde” und daher als übertragbar und ansteckend definiert hat. Das war jedem klar, und daher hatten wir nie irgendwelche Kontakte mit queeren Menschen. Die kamen gar nicht zu uns.

    Zwei Familien, unter anderem meine eigene, sind mir bekannt, bei denen sich Kinder später geoutet haben. Ihr Leben war sehr schwer, und die erlebte Ausgrenzung nach ihrem Coming-out war belastend. Beide Familien haben sich dann aus der Gemeinde zurückgezogen und einen grossen Schritt in der Änderung der eigenen Anschauung gemacht. Vor diesen zwei Fällen war das Thema sehr hypothetisch, weil es nie zur Notwendigkeit kam.

    Ob die Einmischung des Staates jedoch notwendig ist oder ob Bildung ein besserer Ansatz wäre, weiss ich nicht. Ich denke, dass jede solche gesetzliche Regelung ideologischer Natur ist (obwohl sie natürlich ethisch nachvollziehbar ist). Welche Arten von fragwürdigen oder ideologisch verbrämten Therapieansätzen sollten auch verboten werden, und wer bestimmt, was fragwürdig oder ideologisch verbrämt ist? Wir sehen es jetzt in den USA, dass die Werkzeuge der Cancel Culture nun von der Gegenseite eingesetzt werden. Fairerweise sei gesagt, dass die Cancel Culture ihren Ursprung nicht im Wokeismus hat, sondern eine Umbenennung früherer Methoden mit neuen technischen Möglichkeiten ist, von der Inquisition und Hexen- bis zur Bücherverbrennung. (Offensichtlich gestaltet sich die Art der Anwendung jetzt wesentlich humaner.)

    Ich hoffe, dass ich richtig verstanden werde. Ich bin gegen jede Art von Konversionstherapie. Ich sehe nicht den Staat in der Pflicht. Diskuttiert werden kann, ob dies für Minderjährige anders ist.

    Zu Kirche und Politik: Kirche sollte sich als Bildungsinstitut sehen, das ihre Mitglieder ermächtigt, selbst gute Entscheidungen zu treffen. Das ist kein tagespolitischer Prozess. Ich möchte auch nicht, dass meine Kirche sich dazu äussert, ohne die Mitglieder zu befragen. Wenn die Kirche dies nicht tut, sondern aus dem Elfenbeinturm handelt, muss sie sich nicht wundern, wenn sie sich von ihren Mitgliedern entfremdet.

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  2. Tu Buße und glaub das Evangelium. Jesus Christus ist gestorben für die Sünden der Welt. Wenn du denkst dass du keine Sünde hast bist du einfach getäuscht. Wenn nicht Jesus für deine Sünden bezahlt hat oder nur für die Sünden die dir nicht so stark zusprechen, bist du nicht bekehrt. In Liebe will ich dich warnen, dass du NICHT SELBST BEZAHLEN KANNST. Wenn du nicht zu Christus kommst wirst du selber zahlen müssen, und zwar eine Schuld die du niemals begleichen kannst. Wir Christen wünschen dir nicht die Hölle, aber Gott ist heilig, bitte überdenke deine Wege.

    In Liebe und Wahrheit,
    die gläubige Christenheit

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