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Philippa Perrys Erziehungsbuch mit dem unendlichen Titel – oder: Wie werden wir gute Eltern?

«Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast)»: Stephan ist überrascht, dass es dieses Buch trotz seines unmöglich langen Titels in die Bestsellerlisten geschafft hat. Die Autorin Philippa Perry verhilft ihren Leser:innen dazu, die deren Erfahrungen als Kinder mit ihren Eltern aufzuarbeiten, um selber bessere Väter und Mütter zu werden. Die These dahinter ist natürlich, dass unser Umgang mit den eigenen Kindern zutiefst von der Erziehung geprägt ist, die man selbst erlebt hat.

Das Buch macht aber viel Hoffnung, auch aus Fehlern zu lernen und neue Anläufe zu wagen – und es reiht sich ein in einen regelrechten Strom der Erziehungs-Ratgeber, welche die Bestsellerlisten der Buchläden jedes Jahr aufs neue erklimmen. Sind wir in Fragen der Kindererziehung orientierungslos geworden? Haben wir unsere elterlichen Instinkte verloren – oder ist Muttersein und Vatersein in unserer Zeit einfach so verdammt schwierig, dass es ohne Hilfe nicht geht? Manuel und Stephan erzählen in dieser Folge auch von ihren eigenen Herausforderungen als Väter, und sie fragen sich, wie denn eine «religiöse» Erziehung in unserer Zeit aussehen könnte…

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5 Kommentare zu „Philippa Perrys Erziehungsbuch mit dem unendlichen Titel – oder: Wie werden wir gute Eltern?“

  1. Hallo zusammen

    Danke für diesen tollen Podcast: als Vater von dreien kann ich dem in Vielem nachfühlen… die erwähnte Bücher stehen auch bei uns im Regal… vor allem Largo hat uns immer wieder runtergeholt: alles normal, take it easy… auch die monatlichen Ratgeber von Projuventute waren sehr hilfreich- so waren und sind wir als Eltern also Bestens vorbereitet, gebrieft, reflektiert und und und… dann kommt der Alltag und die Realität holt einem ein: ich habe einfach nicht immer die Ressourcen und die Zeit, mit meinem quängelnden Sprössling ein montessorimässiges Beziehungsgepräch auf der Gefühlsebnen zu führen, weil der gerade das Supermancap oder nicht ins Bett oder die Schuhe nicht anziehen will… vor allem dann nicht, wenn da noch zwei weitere mit ihren „Bedürfnissen“ sind… dann artet es schnell in ein riesiges Geschrei aus und wir werden zu Feldwebeln (meine Frau ist da sogar besser drin als ich…).

    Trotzdem will ich die Ratgeber nicht missen und als Eltern gelobt man ja immer wieder Besserung: das nächste Mal sind wir dann ruhiger und entspannter und atmen zu erst durch… Om…

    Danke und weiter so!

    1. Danke Roland für dein Feedback und die eigenen Gedanken – und ja, ich hab auch gedacht, dass Perrys Buch sich für Ein-Kind-Familien besser eignen als für solche mit mehreren Kindern… vor allem weil dann, wenn ich mich mit dem einen Kind auf die Treppe setze um auf der Herzensebene zu connecten, die anderen bereits zwei Strassen weiter sind… 🤣🤣🤣

    2. Habs genossen, Euch zuzuhören. Besonders interessant Euer persönlicher Umgang mit der religiösen Erziehung. Als Vater von drei Kindern konnte ich das alles so gut nachvollziehen. Und wie alle Eltern würde ich im Rückblick manches anders machen. Mein Wunsch war aber auch immer, dass meine Kinder beziehungsfähig sind und gute Beziehungen haben. Das find ich wichtiger, als Wissen zu erwerben. Und ich und meine Frau freuen uns heute über die theologischen und politischen Diskussionen mit unseren beiden Älteren am Abendbrotstisch.

      1. Danke lieber Thorsten für die Rückmeldung und die persönlichen Eindrücke – ja, bei uns ereignen sich am Tisch auch die spannendsten Gespräche…

  2. Hallo Zusammen

    Spannende und hilfreiche Folge Danke dafür! Etwas irritiert hat mich euer Kommentar zum Buch „schlaf gut mein kleiner Schatz“. Denn ich und meine Frau empfanden dieses Buch als äusserst hilfreich. Das was Manu geschildert hat ist mir in diesem Buch nicht begegnet. Nirgends wird geraten die Tür zu schliessen und das Kind schreien zu lassen. Es geht in diesem Buch um einen Ess- und Schlaf -Rhytmus und darum, dass Kinder fähig sind sich an einen solchen zu gewöhnen. Es geht weiter darum, dass wenn ein Kind schreit, es nicht immer gleich gestillt werden sollte, sondern dass man es durch sonstige körperliche Nähe wie streicheln, und beruhigendes zureden beruhigen soll.
    Fand es nicht ganz fair ein Buch zu verunglimpfen nur weil es eventuell ein befreundetes Paar missverstanden hat;-)
    Liebe Grüsse

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