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Nie genug geleistet

Jeden Abend das Gefühl, nicht genug geleistet zu haben, weil noch diverse Punkte auf der To-Do-Liste stehen – kennst du das?

Nichts tun nur noch mit schlechtem Gewissen? Und immer drei Sachen gleichzeitig? Evelyne erzählt im Video, wie sie sich im Studium und in der Freelance-Arbeit im Stundenlohn immer selber motivieren und antreiben musste. Und wie ambivalent diese Selbstdisziplin ist, wenn sie dazu führt, dass der Leistungsdruck immer im Nacken sitzt und Abschalten schwierig wird.

Das Konzept des Sabbats/Sonntags scheint da absurd: Einen ganzen produktiven Tag verschwenden? Und dennoch ist das Gott offenbar so wichtig, dass diese Anordnung sogar eines der zehn Gebote ist.

Einen Tag pro Woche auszusteigen, abzuschalten, nichts tun tut uns gut. Wie bei einem Muskel, der nach der Anspannung auch wieder entspannen muss, um stark zu bleiben und sich zu regenerieren.

Hältst du dich an dieses Prinzip? Kennst du den permanenten Leistungsdruck? Und wie gehst du damit um?

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5 Kommentare zu „Nie genug geleistet“

  1. Johanna Di Blasi

    Superinspirierend einmal mehr! Merci! Was mir auffällt: Mit deiner Argumentation bleibst du noch immer in der (protestantischen) Arbeitsethik. Einen Tag Pause machen, um danach wieder mit voller Power leistungsfähig zu sein (Muskelvergleich). Analog zu Eurobuddhismus: Meditieren, um gesellschaftlich besser zu „funktionieren“. Mir hat in einer Rehaphase, nach einem Semiburnout, die Einsicht geholfen, GAR NICHT MÜSSEN ZU MÜSSEN. Ist mir aber erst nach einer mehrtägigen Ruhepause am Land oder genauer im Wald gedämmert (starte zu dem Thema Ende November auf RefLab eine Blogreihe mit dem Titel „Zauberwald“). ☺️

    1. Evelyne Baumberger

      Liebe Johanna, danke für deinen Kommentar! Ja, da bin ich leider noch nicht rausgekommen und das Dilemma ist mir bewusst… Ich habe mir tatsächlich überlegt, diesen Satz wegzulassen. Aber weil ich im Moment alles, was im Alltag ansteht, wirklich gerne mache, auch wenn es viel ist, passt er für mich irgendwie doch… Für mich ist der Vergleich vor allem in der umgekehrten Richtung hilfreich: Entspannen gehört genauso zum Muskel-Sein dazu wie Anspannen. Ein Muskel kann nicht stark sein, vital, etwas bewegen, wenn er sich nicht auch wieder entspannt. Liebe Grüsse und bis später 🙂 <3

  2. Hans Ulrich Jäger-Werth

    Beth Rich hat einmal erzählt, als Arthur nach seiner Penisonierung gesagt habe, er wolle noch eine Wirtschaftsethik schreiben, habe sie gewusst, dass sie keine Zeit mehr haben werden. Wird sie auch gelesen, fragte sie noch.

  3. Liebe Eveline
    Du hast mir voll aus dem Herzen gesprochen. Voll ins Schwarze! Tja, ich lebe dieses „Leistungsprinzip“ bereits seit über 30 Jahre und weiss immer noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Es reicht eben nicht, wenn man sagt:“Das ist einfach mein Charakter“. Aber dein Beitrag hat mich motiviert, dieses Thema noch einmal anzugehen. Danke für deine wertvollen Anstösse!

    1. Evelyne Baumberger

      Liebe Susann, danke für deinen Kommentar. Ich wünsche dir alles Gute, und dass du „den Rank findest“! Liebe Grüsse

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