Aber war doch was. Das Abendmahl, mit Brot und Wein bzw. mit Oblaten, die nach altem Esspapier schmecken. Schmeckt danach also der Glaube?
Auch in anderen Religionen gibt es Speisevorschriften, Lebensmittel sind koscher oder halal- und am Schabbat essen die Jüd*innen vorgekochtes, im Ramadan darf nur vor und nach Sonnen- auf- bzw. untergang gegessen werden.
Also wenn ich recht darüber nachdenke, gibt es im Christentum natürlich nicht nur das Abendmahl, sondern auch die Fastenzeit. Ganz ohne Ernährungs- und Essensthematiken kommt auch das Christentum nicht aus. Aber wenn es nur trockenes Brot gibt, wem schmeckt das überhaupt noch?
Keine Sorge, in dieser Folge I feel you geht es weniger um die konkreten Speisevorschriften als um die Frage nach dem Geschmack, den der Glaube mit sich bringt.
Dafür rede ich mit dem Theologieprofessor Ralph Kunz.
Ralph Kunz lehrt an der Universität Zürich Praktische Theologie und hat sich in unterschiedlichen Kontexten mit dem Abendmahl beschäftigt.
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