Less noise – more conversation.

Die Masken sind gefallen

Eigentlich wollten Stephan und Evelyne ja über die Netflix-Trash-Serie «Love is Blind» und über romantische Illusionen im 21. Jahrhundert diskutieren – dann hob der Bundesrat fast alle Corona-Massnahmen auf 💔 Logisch, dass wir das Gespräch darüber nicht nur allen anderen Stammtischrunden in unserem Land überlassen! Matthias stiess als dritter dazu: Er bringt sowohl mit seinen internationalen Vernetzungen als auch in seiner Position als potenzieller Risikopatient noch andere Perspektiven mit.

Freude über einen Frühling, in dem man einander wieder ohne Masken ins Gesicht blicken kann – das ist das eine. Das Bewusstsein der Mitverantwortung für Angehörige von Risikogruppen, die rund einen Viertel der Schweizer Bevölkerung ausmachen, ist das andere. Und dann noch die Frage: Was machen wir damit? Wie verarbeiten wir die Zäsur, die gemeinsame gesellschaftliche Erfahrung der letzten zwei Jahre?

Wie geht es euch mit den Lockerungen? Diskutiert auf unseren Social-Media-Kanälen mit oder hinterlasst uns hier einen Kommentar.

(Und was «Love is Blind» angeht: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!)

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2 Kommentare zu „Die Masken sind gefallen“

  1. Mehrere wertvolle (aber auch schwierige) Punkte in diesem Stammtisch. Wertvoll fand ich Evelynes Erinnerung an die Risikogruppen. Es sind ja längst nicht alle davon älter und in Pflegeheimen; das BAG zählt 1.9 Mio unter 65 Jahren zur Risikogruppe. Für viele waren die Entscheide keine Freude, sondern Horror, bedeuten unfassbaren Druck und Stress. Ich fand es gut, dass du deine Zerrissenheit geäussert hast. Stefan erzählt vom Home Delivery und trifft den Nagel auf den Kopf… Ich vermisse frische Kräuter und mir fehlt die Auswahl. Dazu kommt: Fürs Home-Delivery hast du einen Mindestbestellwert und die Lieferkosten kommen oben drauf… Das ist für viele schwierig finanziell zu stemmen, Hilfe gibts keine. Devise: Vogel friss oder stirb. Matthias Befürchtung über die nicht umfassende Aufarbeitung teile ich. Wenn ich beobachte, wie Hochrisikogruppen die letzten zwei Jahre und insbesondere jetzt behandelt werden, wie sich wenige Prozent durch die Pandemie bereichert haben und viele am Existenzminimum zurückgelassen werden (und das keine Konsequenzen hat), siehts nicht danach aus, als würde sich die Schweiz ehrlich ihre Fehler eingestehen. Die Pandemie ist nicht fertig, nur weil das der Bundesrat so bestimmt. Keine Lust mehr darauf zu haben, ist zwar verständlich, aber gleichzeitig wirkt es auch naiv. Kaum jemand hat noch Lust darauf. Vielen bleibt nichts anderes übrig. Spätestens im Herbst geht dann die Runde Long Covid Roulette auch für Gesunde weiter… Hebed Sorg und danke fürs Gespräch! Sarah

  2. Danke für diesen Austausch. Ich find’s schon bedenklich wie das Schweizer-Völkli zu einem „mimimimi“-Volk geworden ist. Waffen nach Jemen ausführen ? Kein Problem, solange ich dort nicht in die Ferien will. Arbeitsplätze sind ja wichtig. Dreckige Gelder von Schurken und Schurkenstaaten annehmen? Kein Problem solange wir nicht irgendwie von der internationalen Gemeinschaft abgestraft werden. Masken tragen, ja wenn’s sein muss damit ich nicht erkranke, aber sobald ich immunisiert bin (für ein paar Wochen vielleicht…) Masken ab. Das Wohlergehen meines Nächsten wird in der Schweiz so wenig wertgeschätzt wie geachtet. Ja, natürlich trifft dies nicht auf ganz alle zu – aber die aktuelle Situation zeigt dass die Mehrheit nur an sich selber denkt.

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