Less noise – more conversation.

Dekonstruktion 2: Safe Spaces finden

Der Begriff «Safe Spaces» kommt aus der queeren Community 🌈 Er bezeichnet Orte/Menschen, bei denen man sich selber sein kann und bedingungslos angenommen ist.

Dieser Begriff passt auch zu einer Dekonstruktion: Wo gibt es Menschen, die zuhören, einen für Fragen und Zweifel nicht verurteilen, sondern aushalten? Idealerweise sind Kirchen und Gemeinden natürlich Safe Spaces – manchmal fühlt man sich aber auch dort einsam. ⛪️ In manchen Gemeinschaften sind Zweifel und Kritik auch tatsächlich nicht willkommen.

Wie findet man also diese Safe Spaces? Online und auf Social Media gibt es unter dem Hashtag #Dekonstruktion und mit Communities wie «Glaubensweite», «Fundamental frei», «Hossa Talk» oder «Worthaus» viele Menschen, die ähnlich unterwegs sind.

Doch es ist wichtig, auch offline mindestens eine Vertrauensperson zu haben. Jemand, der zuhört und Raum bietet, um laut zu denken oder auch Emotionen zu äussern. Diese Person muss nicht alles gleich sehen – sondern einfach da sein. Und vielleicht sogar eine Zeitlang stellvertretend für einen glauben, wenn man nicht mehr kann. 💔

➡️ Wenn du selber nicht in einer Dekonstruktion steckst, kannst du für andere eine solche Person sein. Indem du zuhörst, nicht verurteilst, nicht überreden willst, sondern einfach da bist. Und indem du in deiner Community auch Fragen und Zweifel ansprichst und damit zeigst, dass das ganz OK ist!

Wo stehst du in diesem Prozess? Wo sind deine Safe Spaces? Schreib mir gerne einen Kommentar.

Hier gibt’s diese Folge auch als Video.

What do you think of this post?
  • OMG! (0)
  • Karma-Boost (3)
  • Deep (1)
  • Boring (1)
  • Fake-News (0)

2 Kommentare zu „Dekonstruktion 2: Safe Spaces finden“

  1. Hm, diese Folge fand ich inhaltlich etwas enttäuschend – nicht, weil ich mit irgendetwas nicht einverstanden gewesen wäre, sondern weil tatsächliche Safe Spaces kaum benannt wurden. Dass es gut ist, einen oder mehrere Vertrauenspersonen auf seinem Glaubensweg zu haben, ist offensichtlich und hilft keinem, der solche Personen nicht zur Verfügung hat oder nicht den Mut hat, solche Leute anzusprechen.

    Ich hätte mir gewünscht, dass wirkliche Safe Spaces benannt werden – seien es Podcasts mit der Möglichkeit der Kontaktaufnahme (wie z.B. Ausgeglaubt, Movecast, Hossa Talk etc.), seien es Online-Angebote (z.B. RefLab!!) oder auch Organisationen ohne fundamentalistischen oder evangelikalen Hintergrund (z.B. Anlaufstellen in den Landeskirchen, Sektenberatung).

    Schließen möchte ich aber mit einem generellen Lob für das Podcast-Angebot von RefLab, das mir auf meinem Glaubensweg eine große Hilfe ist. Ich höre mich gerade durch die alten Folgen von Ausgeglaubt und setze mich auch regelmäßig ans Lagerfeuer! Vielen Dank für diese Möglichkeit!

    1. Evelyne Baumberger

      Hey Oliver, danke für den Kommentar. (Und sorry für die ferienhalber späte Antwort.) Erst mal danke fürs positive Feedback – aber auch für die Kritik. Du hast natürlich recht – das hilft niemandem, der/die solche Personen nicht kennt. Ich glaube, meine Absicht war, zu benennen, dass man nicht eine ganze tolle neue Gemeinde findet, bei der alles stimmt, sondern das es reicht, einige wenige zu haben. Und online-Angebote gibt es mittlerweile so viele, dass ich davon ausgehe (wie du sie ja auch aufzählst), dass man die auf den eigenen bevorzugten Plattformen auch findet. Liebe Grüsse und alles Gute für dich!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.