Less noise, more conversation.
Less noise, more conversation.

Christopher Spatz: Kinder im Krieg

Eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg gibt eine Ahnung davon, was auf Kinder in der Ukraine, im Iran, in Gaza, Israel, im Libanon oder Sudan zukommen kann. Gerade hat die Gesellschaft für bedrohte Völker darüber eine Broschüre veröffentlicht.

Sie erzählt von den ostpreußischen «Wolfskindern», die nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reichs allein überleben mussten. Wer sich in ihre Geschichte vertieft, kann besser verstehen, was ein Trauma ist, aber auch was Kindern im Krieg hilft, später ein eigenes Leben aufzubauen. Der Historiker und Autor Christopher Spatz hat über die Wolfskinder geforscht und die sehr erfolgreiche Kampagne der Gesellschaft für bedrohte Völker begleitet.

Ostpreußens Wolfskinder

RefLab bietet weitere Podcast-Formate zu Spiritualität, Philosophie, Kultur, Psychologie und Popkultur. Zudem erscheinen wöchentlich neue Blogbeiträge. Wenn du informiert bleiben möchtest, abonniere den RefLab-Newsletter.

3 Kommentare zu „Christopher Spatz: Kinder im Krieg“

  1. A) Wenn man Inhalte/Struktur von ´Nahtod-Erfahrungen´(NTEs) untersucht, kann man dabei erkennen, dass Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat LEBENSLANG dem bewussten Erinnern in genau der gleichen Reihenfolge zugänglich sind, wie sich die physikalischen Sinne entwickeln:
    Tastsinn > Hören > Sehsinn > Geburt(indirekt) > frühe Sozial-/Umwelt-Erfahrungen > autobiographische Erlebnisse ab dem 2. Lebensjahr bis zum aktuellen Alter.
    D.h. diese Erlebnisse sind lebenslang Bestandteil unserer Erinnerungen.

    B) Alle unsere Erfahrungen werden in der ZEITLICHEN GEGENWARTSFORM erlebt, im Gedächtnis gespeichert und genau so wieder reaktiviert/erinnern. D.h. Erinnern ist ein WIEDERERLEBEN.
    Dies ist ein Grund, warum traumatische Erfahrungen so schlimm sind – man erlebt das Ereignis noch einmal

    Dies (A+B) zu unserem Gedächtnis.
    Man kann damit aber nicht verstehen, was Kinder wirklich erleben – da es viele liebenvolle Eltern schaffen, das Grauen von Kriegen von Kindern so weit wie möglich fern zu halten, so dass eine einigermaßen unbeschwerte Kindheit möglich sein kann.

    Antworten
  2. Danke für den eindrucksvollen Podcast! Habe in Litauen während der 90er für 5 Jahre gelebt. Hatte dabei engen persönlichen Kontakt zu einem “Wolfskind”. Gemäß seiner Erzählungen vermisste ich im Podcast den Aspekt der Herz- und Gnadenlosigkeit mancher litauischer Lebensretter bei der Ausbeutung als Arbeitskraft und im sonstigen persönlichen Umgang.

    Antworten
    • Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis! Die litauischen Lebensretter waren zumeist einfache Bauernfamilien, die selbst durch die Not und Bedrückung dieser Zeit kommen mussten. Nie konnten sie die Herkunftsfamilie ersetzen. Einige waren dennoch gut zu ihren Wolfskindern. Zur historischen Wahrheit gehört aber auch, dass andere hart und ausbeuterisch waren.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Das RefLab-Team prüft alle Kommentare auf Spam, bevor sie freigeschaltet werden. Dein Kommentar ist deswegen nicht sofort nach dem Abschicken sichtbar, insbesondere, falls du am Abend oder am Wochenende postest.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

RefLab regelmässig in deiner Mailbox