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Lesedauer: 4 Minuten

Vom Umgang mit Besuchen von der anderen Seite aka Geistern

Eine meiner liebsten Geschichten aus meinem Geister-Erfahrungsschatz ist diese: Ich war im Oman auf Pressereise, wir schliefen in der Wüste. Ich wache auf und sehe in meinem Zelt diesen omanischen Krieger, inklusive Schwert und Kopfbedeckung. Ganz so, wie ich es im Museum gesehen hatte. «Ha, warum haben die mir so einen ins Zimmer gestellt? Soll der auf mich aufpassen», dachte ich. Irgendwie fand ich das aber nicht soo geheuer und beschloss, mich umzudrehen, damit der nicht merkt, dass ich wach bin. Das Erlebnis war so real und echt, dass ich am nächsten Morgen meinen Journalist:innen-Gspändli davon erzählen musste. Ich stiess jedoch nicht auf sehr viel Verständnis, also behielt ich diese Begegnungen fortan für mich. Wenn ich heute zurückdenke, ist mir klar, dass ich wohl schon als Kind mehr sah als andere – was meine panische Angst vor der Nacht und dem Schlaf zumindest stückweise erklärt.

Heute, als seasoned witch und langsam aber sicher sehr erfahren im Reisen in den Realitäten (aka Meditation), machen mir weder die Nacht noch diese Begegnungen Angst. Über manche davon freue ich mich regelrecht, wie du hier hören kannst. Gerne teile ich 5 Tipps mit dir, die ich sehr hilfreich finde im Umgang mit diesen Wesen – und freue mich von deinen Begegnungen zu hören (in den Kommentaren oder via contact@reflab.ch oder auf Instagram @leelasyoga)!

  1. Du bist nicht verrückt, mit deinem Kopf ist alles in Ordnung, auch wenn du Geister siehst oder hörst oder spürst*. Schon Shakespeare liess Hamlet sagen: «There are more things in heaven and earth, Horatio, than are dreamt of in your philosophy.» Manchen von uns erschliesst sich das deutlicher als anderen. Die Realität ist so viel grösser, farbiger und vielfältiger, als wir uns das mit unseren Köpfen zusammendenken könnten. (Natürlich ist mit dir auch alles in Ordnung, wenn du KEINE solchen Erfahrungen hast;))
  2. Diese Besucher:innen wollen uns nichts tun, sondern letztlich einfach nach Hause gehen. Sie sind nichts anderes als Oneness, so wie du und ich und alles andere auch. Am einfachsten für alle ist es in diesen Begegnungen, wenn du dich nicht gegen die Erfahrung wehrst oder das Gefühl hast, du musst etwas unternehmen. Wenn du dann in dieser Offenheit und mit Wohlwollen sagst: «Du darfst gehen, du bist frei heimzugehen und musst nicht bei mir bleiben», erledigt das oft die Sache bereits.
  3. Wenn du merkst, du bist neugierig und möchtest etwas über die Geschichte dieser Person wissen – dann ist das eine unterbewusste Form des Festhaltens. Es ist egal, wer das genau war und was sie genau hier tun. Es hat auch nichts in dem Sinn mit dir zu tun. Lasse dich wieder leer werden und sag ihnen dann nochmals, dass sie jetzt gehen können.
  4. Räuchere! (Bei geöffneten Fenstern.) Nicht um jemanden oder etwas loszuwerden, sondern vielmehr um deinen Raum zu «markieren». Dabei spielt es keine grosse Rolle, womit du räucherst: der einheimische Rosmarin etwa eignet sich getrocknet tiptop für eine solche Markierung. Wie wir in verschiedenen «Holy Embodied»-Folgen gehört haben, tragen auch Pflanzen bestimmte Schwingungen oder Energien in sich. Wenn ich also mein Zuhause räuchere, markiert quasi die Energie der Pflanze den Ort und sagt allem anderen: Nicht hier, hier bin ich schon. Wem räuchern nicht zusagt, kann auch die Worte «alles was nicht mit der Stille schwingt und nicht in meinem besten Interesse ist, löst sich, von diesem Körper, diesem Energiefeld, dieser Wohnung und geht dorthin zurück, woher es gekommen ist, jetzt und für immer» benutzen. Das kann man gut einige Mal nacheinander sagen, bis es sich etwas «luftiger» anfühlt.
  5. Tausche dich mit anderen aus, so dass du merkst: das ist eigentlich keine grosse Sache, sondern völlig normal. Wir sind nicht besonders deswegen, brauchen keine speziellen Gadgets oder Schutzmassnahmen, sondern sind lediglich etwas empfänglicher auf diesem Kanal. Das ist alles. Trotzdem lohnt es sich natürlich von und mit anderen zu lernen, was uns in dieser durchlässigen, extrem feinfühligen Existenzweise unterstützt. Mir hilft es zum Beispiel, eine gute Selbstsorgeroutine zu leben, zu der auch kompromisslose Grenzen gehören. Was nicht einfach ist in einer Welt, die den Kompromiss als Ideal hochhält. Tja. (Hier kannst du lesen, wie herausfordernd dies manchmal ist.)

*Sollten sich diese Begegnungen sehr bedrohlich anfühlen oder falls dir die Geister Dinge befehlen sollten – hol dir Hilfe von schulmedizinisch, naturheilpraktisch und energetisch ausgebildeten Menschen. Zum Beispiel bei den Expert:innen der Sihlmed Praxis, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.

 

Photo by Miguel Gonzalez on Unsplash

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2 Kommentare zu „Vom Umgang mit Besuchen von der anderen Seite aka Geistern“

  1. Schön, diese liebevollen Tipps zum Umgang mit ungebetenen halbsinnlichen Gästen nicht-mehr-von-hier. Wenn ich solche Präsenzen wahrnehmen würde, wäre ich sehr froh um diese Liste.

    1. Danke für deine Worte. Ich freue mich, wenn meine Arbeit wahrgenommen wird, wie sie ist – nämlich liebevoll. Schöne Sunntig!

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