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Ist der Mensch im Grunde gut oder schlecht?

„Gott liebt dich, trotz allem“ – aber ist dieses „trotzdem“ nicht furchtbar? Als ob ich so gar nicht liebenswürdig wäre, aber Gott hat Mitleid, und liebt ja eh irgendwie jede:n… 🤔

Ist es nicht eher umgekehrt? Wir sind alle liebenswert, doch wir machen auch alle Fehler. Weil Gott uns liebt, sieht Gott uns so, wie er uns geschaffen hat. Wie wir gemeint sind. Unseren guten Kern. 💜

In der Bibel steht sogar, dass Gott den Menschen schuf, „und siehe, es war sehr gut“. Erst danach kam die Sünde hinzu! 😈 Sie gehört nicht zu unserem wahren Wesen, auch wenn viele Christ:innen dieser Auffassung sind. Und auch wenn manche Menschen Dinge tun, die unvorstellbar schlimm und aus unserer Sicht unverzeihlich sind.

Gott sieht unser wahres Wesen und hilft uns, dieses immer mehr herauszuschälen. Damit wir loswerden können, was uns gefangen hält, und was wir von uns aus nicht abschütteln können.

Wir werden nie perfekt sein. Doch Gott liebt uns nicht „trotzdem“ – sondern weil er unser Innerstes sieht.

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3 Kommentare zu „Ist der Mensch im Grunde gut oder schlecht?“

  1. In einer konservativen Überzeichung der Sünde erscheint der Mensch als ein Roboter, der anscheinend nur Böses tun könne. MMn muss in der Lehre vom Menschen aber differenziert werden zwischen seinem Herz als Personmitte (hebr lev) und seiner Verfassung als Fleisch (basar) bzw. als geistlicher Leib (ruach) in der Erlösung des Leibes. Sein Herz ist nicht böse von Kind auf, sondern wird es mehr oder minder. Sein Fleisch als Disposition einer ethischen Schwäche und mit seiner Sterblichkeit erbt er einfach. Und nicht zuletzt: Die eigentliche Macht des Bösen kommt von außen an ihn heran. Er soll ihr aber nicht die Tür öffnen. Wenn man allerdings der Meinung ist, im Kern gerecht zu sein und gerecht handeln zu können, braucht man keine Erlösung und auch keine fremde zugerechnete Gerechtigkeit. Soviel in Kürze. Gruss Tobias
    (Die Begriffe der hebräischen Anthropologie gehen entlang einem Artikel der kath. Theologin Margareta Gruber.)

    1. Kirchenkätzchen (röm.-kath. Priester)

      Wenn das wahr ist, wass Tobias sagt, besonders am Schluss, dass der Eine oder Andere heutzutage „der Meinung ist, im Kern gerecht zu sein“,

      ist dann die heute viel gehörte – und auch unter Dogmatikern gelehrte! – Behauptung vom Gewissen als „höchste Instanz“ etwa keine Chimäre?

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