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Im Westen nichts Neues… und die Frage nach dem Reiz von Kriegsfilmen

Eine Weihnachtsfolge von PopcornCulture… oder auch nicht: Manuel und Jay sprechen heute über die Neuverfilmung von «Im Westen nichts Neues», und darüber hinaus über das Genre der Kriegsfilme überhaupt. Sie erarbeiten eine Typologie der Kriegsfilme von der Kriegspropaganda bis zum Antikriegsfilm – und sie diskutieren über die Frage, warum auch unbestritten gewaltverherrlichende Filme so ungeheuren Spass machen können.
Zugleich hat das Thema auch einen erschreckend realen aktuellen Kontext, da es Menschen in unserer Nähe gibt, die diese Weihnachten in Kriegszuständen erleben werden – und für die einstürzende Häuser und brennende Hütten keine Freizeitunterhaltung, sondern bitterer Ernst sind. Wie passt in diese Welt ein Weihnachtsfest, das sich an den Zuspruch der Engel erinnert: «Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen»?

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2 Kommentare zu „Im Westen nichts Neues… und die Frage nach dem Reiz von Kriegsfilmen“

  1. Danke für den Talk!
    Ich fand „Im Westen nichts Neues“ auch einen sehr guten und wirklich harten (vor allem die Anfangssequenz mit dem Spaten) Anti-Kriegsfilm, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient.
    Etwas vermisst habe ich die Erwähnung des Films „Der schmale Grat“. Aus dem lässt sich gerade aus religiöser/christlicher Sicht enorm viel rausholen. Der passt m.Mn. nach auch in keine der (ansonsten sehr guten und passenden) erwähnten Kategorien. Aber hey, wäre vielleicht eine ganze Folge wert;)

    LG
    Jannik

  2. Hallo zusammen!
    Natürlich ein interessantes Thema und auch eins von meinen Favoriten: ich stimme Yannik zu: gerade „Der schmale Grad“ halte ich für einen der religiös-spirituell ergibigstens Anti-Kriegsfilme; bei der Diskussion um „Apokalypse now“ und „Platoon“ fehlt mir die Tiefe, da werdet ihr den Filmen nicht ganz gerecht: Col. Kurz ist ein faszinierende Figur: ein Gutmensch der Angesichts des sinnlosen Leidens in der Welt zum Sozialdarwinist, zum Nihilisten par excellence wird; er folgt Nietzsche, ergreift die Macht und wird zum „Übermenschen“, den man wie einen Gott verehrt.
    Privat Taylor, um dessen Seele zwei Mächte ringen in Person von Sgt. Barnes, ebenfalls ein Sozialdarwinist, dem es nur ums Überleben geht und Sgt. Elias(!), dem prophetischen Kreuzritter, der für das Gute steht- und sich wie Jesus opfert!
    In diesen Filmen werden uns nicht nur Gräuel und Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen geführt, sondern auch die Sinnlosigkeit und Verlorenheit der menschlichen Existenz überhaupt! Im Krieg wird der Mensch das, was er wahrscheinlich wirklich ist: ein pelzloser Primat- fällt die Maske der „Zivilisation“, ist er zu allem fähig!

    NB: Erwähnenswert wäre auch der Film „To end all war“: da geht’s um schottische POW’s im zweiten Weltkrieg in einem japanischen
    Gefangenenlager, die ne Eisenbahn bauen wollen; die eine Gruppe leistet erbitterten Widerstand, wo sie kann; die andere Gruppe ergibt sich in ihr Schicksal und bildet ne Bibelgruppe… zwei Wege halt!

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