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Gender-Gaga, Klappe die Zweite

Literatische Backups zum Thema holen sich Fabienne und Rhea dieses Mal von Michèle Roten und dem Graphic Novel „Gender“ von Meg-John Barker und Jules Scheele. In „Wie mit (m)einem Körper leben“ analysiert die Zürcher Journalistin Roten ihren Körper. Angefangen bei einer bodyscan-ähnlichen Körperanalyse, wie Rhea den Text beschreibt, geht es über zu besonderen Körpererfahrungen wie Krankheit, Geburt, aber auch darum, Nahtoderfahrungen durchzumachen oder einen Marathon zu rennen.

Ohne viel theoretischen Überbau lässt sich so gesellschafts- und selbstkritisch erlesen, wie es sich anfühlt, im 21. Jahrhundert im Körper einer Frau zu leben. Der Graphic Novel „Gender“ bietet da eine eher theoriebasierte Auseinandersetzung zum Thema Geschlecht. Sie ist nicht ganz einsteiger*innenfreundlich, doch sie lohnt sich, wenn man bereit ist, sich auf visuell aufbereitete Gendertheorie einzulassen.

Die Autor:innen beschreiben, wie sich unser Geschlecht von verschiedenen Aspekten beeinflusst wird – Biologie, Psyche, soziales Umfeld – und wie diese Faktoren unsere Verständnisse von Männlichkeiten und Weiblichkeiten prägen. Denn ja, Geschlecht wird hier bewusst im Plural analysiert.

Die Autor:innen zeigen, was es an verschiedenen Orten und Zeiten mit verschiedensten Machtstrukturen bedeutet (hat), einem bestimmten Geschlecht zugewiesen zu werden. Damit zeigen sie, dass sich menschliche Vorstellungen von Geschlecht immer wieder veränderten und zur Norm erklärt wurden: Dass es Zeiten gab, in denen Männer Röcke und Absatzschuhe trugen, aber auch Zeiten, in denen das Frauen diese Kleidungsstücke vorbehalten blieben.

Rheas und Fabiennes Fazit lautet denn auch: Man lernt viel über sich selbst, wenn man das eigene Geschlechterbild hinterfragt und merkt, wie viele geschlechtliche Nuancen im eigenen Körper stecken.

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