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immer siehst du mich

wenn du
bettflüchtig
im morgengrauen
übers land stiefelst
nähert sich kein vogel

auch ich
halt dich
von weitem
für eine
scheuche

immer siehst du mich
kommst auf mich zu
bist da

aus deinen augen
stülpt
dein herz sich
über mich weg
zur welt hin
so weit

und dein lachen
geht so fehl
kann nur
allem
gelten

mit
schokoladeverschmierten
fingern
segnest du
wahllos
und unverdient

dann gehst du
wo du doch erst
gekommen bist

 

Matthias Berger ist Autor und reformierter Theologe. Er arbeitet Teilzeit in der Bahnhofkirche Zürich. Weitere Infos.

Photo by Sergei A on Unsplash

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1 Kommentar zu „immer siehst du mich“

  1. dichtender@gedichtetes-verdichtet-undichtes-denken.tv

    schokoladen braun ein tag beginnt
    wo wir doch alle weiss
    weiss gott weiss zur welt gekommen sind

    du hast sprache im mund
    wie zucker im herz

    und kennst der sprache grellen schmerz

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