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Lesedauer: 3 Minuten

Bekenntnis eines Reptiloiden

Und denjenigen von uns, denen ein durchschnittliches Leben zu langweilig war, bot sich noch immer die Option, ihre Ambitionen in menschlicher Gestalt zu verfolgen. Nicht selten waren (und sind) sie dabei erfolgreich.

Nebenwirkung

Mit der Nebenwirkung, dass dadurch immer wieder böswillige Gerüchte und regelrechte Verleumdungen bis hin zu komplett absurden Verschwörungstheorien befeuert wurden, bei welchen wir dann stets im Mittelpunkt stehen. Typisch Mensch: es muss immer etwas oder jemand anderes Schuld sein, wenn ihr grad wieder verkackt habt. Und so kommt es, dass friedliche Reptiloiden, die unerkannt ein beschauliches, oft sogar eher spiessiges Leben führen, zu menschenfressenden und Kinderblut trinkenden Monster stilisiert werden. Das nervt. Und damit muss mal wer aufräumen. Also lasst und mal Klartext reden.

Nein, wir essen keine Menschen und trinken kein Kinderblut. Wir wüssten auch nicht warum. Auf so eine Schnapsidee wie Kinderblut, Adenochrom und ewige Jugend könnt auch nur ihr Menschen kommen.

Wenn wir wieder mal zu viele Falten haben, häuten wir uns halt – Ende der Geschichte. Und im Gegensatz zu Euch lassen wir unsere Krallen von den Jungtieren anderer Spezies. Aber Hauptsache, Ihr könnt mit Steinen werfen.

New World Order

Und dann zur Frage der NWO, der New World Order. Im Ernst: Wenn Euch irgend eine halbwegs intelligente andere Spezies unterwerfen wollte, hätte sie das längst getan. So zerstritten wie ihr seid, ist das wirklich keine ernsthafte Herausforderung. Aber mir fällt gerade keine mir bekannte Spezies ein, die derart doof wäre, sich das mit Euch antun zu wollen.

Dass Ihr währenddessen jedoch das Weltklima zu Gunsten des Wohlbefindens von uns Wechselwarmen modifiziert, lässt sich kaum bestreiten. Aber auch da braucht Ihr unser Zutun nicht dafür. Ihr könntet Euer eigenes Haus anzünden und dann noch seelenruhig einen Kaffee auf der Veranda trinken ohne zu begreifen, was gerade geschieht.

Jedes andere Wesen würde instinktiv begreifen, dass Gefahr droht. Aber während ihr eure Amygdala noch herablassend als Echsenhirn bezeichnet, habt ihr den Überlebensinstinkt eines Grashalms.

Und wenn dann einer kommt – egal ob von unserer Spezies oder einer der Euren, der mal nicht ganz auf den Kopf gefallen ist – dann wird der mit Sicherheit als der ultimative Bösewicht hingestellt, während Ihr weiterhin mit Vollgas auf den Abgrund zu rast. Denn jede*r von Euch weiss es besser als Eure eigenen Spezialisten und muss das dann auf Facebook, Instagram, YouTube oder wo auch immer mit dem ganzen Rest seiner Spezies teilen. Und wenn man Euch irgend einen Rettungsanker hinwirft, diskutiert Ihr lieber drüber, ob der auch wirklich sicher ist, während ihr am absaufen seid.

Wer wirklich gefährlich ist

Wir haben uns längst daran gewöhnt. Auch wenn wir das nicht verstehen. Aber das ist auch der Grund, dass wir genug davon hatten, wie Götter verehrt zu werden: Ihr habt Eure Retter schon seid jeher gerne ans Kreuz genagelt oder sonst wie entsorgt, wenn sie ungemütlich wurden. Deshalb seid versichert: Nur die optimistischsten unserer und Eurer Spezies kämen ernsthaft auf die Idee, irgendwie sich einmischen und helfen zu wollen. Die einzigen, die wirklich hinter Euch her sind, die Euch wirklich gefährlich werden können – das seid ihr selbst.

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