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Anne Pumperla: Beten ist wie aufs Handy schauen

Anne Pumperla ist promovierte Theologin, selbständige Pastorin, praktiziert Kung Fu und Yoga — und bewegt sich in ihrer Spiritualität nahe an der Nondualität. Nondualität meint die Erfahrung, dass die Dinge zwar getrennt erscheinen, in Wirklichkeit aber verbunden sind. Oder anders gesagt: dass alles eins ist.

Gleichzeitig ist Anne ihr Christin-Sein wichtig. Sie hat sich wissenschaftlich intensiv mit den Grenzen des Christentums auseinandergesetzt — und darüber promoviert. Was bedeutet es eigentlich, sich heute Christ:in zu nennen? Wo verlaufen die ethischen Grenzen eines Christentums, das Menschen ausgrenzt? Und wie kann Spiritualität ehrlich bleiben — ohne grosses Tamtam, ohne religiöse Performance?

Für Anne ist Gebet deshalb oft etwas ganz Einfaches: ein kurzes Einchecken. So selbstverständlich wie der Blick aufs Handy. Kein besonderer Zustand, sondern ein Sich-Erinnern an das, was gerade da ist. An den eigenen Körper. An den Moment. An Gott — der für sie keine abstrakte Idee, sondern eine zutiefst körperliche Erfahrung ist.

Wir sprechen über Annes spirituellen Weg, über Mystik ohne Esoterik, über Meditation und Verkörperung — und darüber, wie all das in ihre Arbeit («Ganz da») einfliesst.

Mehr zu Leela und ihrer Arbeit: https://www.leelasyoga.com

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1 Kommentar zu „Anne Pumperla: Beten ist wie aufs Handy schauen“

  1. Eine Predigt die meinen Verstand fordert und mein Herz berührt, ist doch wunderbar 🙂
    Ich habe auch Angebote der Kirche geschätzt , wie das Mittagsgebet oder die Montagsmeditation. Die Kirche sollte sich vermehrt spirituellen Angeboten öffnen, die nicht direkt der christlichen Tradition entspringen, da sehe ich grosses Potential, nur gemeinsam sind wir stark!

    Die Advaita Vedanta-Philosophie mit den verschiedenen Yoga-Wegen und die genialen Physiker der Jahrhundertwende, wie Albert Einstein (Kosmische Religion), Werner Heisenberg (Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott) oder Erwin Schrödinger (Tat Tvam Asi), der sich intensiv mit der Vedanta-Philosophie beschäftigte, kommen zu denselben Antworten, die die Wissenschaft und Religion miteinander verbinden und vereinen.

    Ja, alle gewaltfreien Wege führen zum Ziel – Weil Gott Liebe ist, muss das Reich Gottes das Reich der Liebe sein – zum Grossen Geheimnis, wie gesagt, miteinander sind wir noch stärker.

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