Vor hundert Jahren wurde Michel Foucault geboren. Sein Verhältnis zum Christentum war komplizierter, als viele glauben. Er kritisierte dessen Moral und zeigte zugleich, wie Askese das Begehren nicht nur zügelt, sondern auch anfacht.
Wer sich als junger Mann bei Instagram anmeldet, bekommt es bald mit Fitnesstipps zu tun. Zeigt man dann noch ein Interesse für Christliches, werden einem Clips über frommes Krafttraining entgegengespült.
Was bleibt von einer Religion, wenn ihre Kirchen leerer werden, ihre Institutionen an Bedeutung verlieren und immer weniger Menschen ihre Glaubenssätze teilen? Vielleicht überraschend viel. Vielleicht ist die Geschichte der Säkularisierung nämlich nicht nur eine Geschichte vom Verschwinden des Christentums – sondern auch eine seines Erfolgs.
«The Odyssey»: Christopher Nolans Neuverfilmung des ältesten Heimkehrerstoffs der Literatur erzählt weniger von Sieg als von Schuld. Zwischen Troja, Kalypso und heiligem Sebastian liegt eine Passionsgeschichte verborgen.
Endlich: Søren Kierkegaard! Peter und Manuel stellen ihn als Denker vor, bei dem Leben und Werk kaum voneinander zu trennen sind. Es geht um Todeserfahrungen, Verzweiflung, bürgerliche Fassaden – und die Frage, warum für Kierkegaard nur das Denken Gewicht hat, das durch die eigene Existenz hindurchgegangen ist.
Lange Zeit wurde die Bibel gelesen als ein Buch, das für uns, die christlichen Kirchen, geschrieben wurde. Gemeinsam mit der Pfarrerin und Neutestamentlerin Tania Oldenhage stellen Andi und Thorsten diese Selbstverständlichkeit in Frage.
Wie konnte es passieren, dass sich ausgerechnet das Christentum in der römischen Antike durchgesetzt hat? Diese Frage wurde zum Ausgangspunkt eines Forschungsprojekts, dass der Berner Prof. Benjamin Schliesser gemeinsam mit Jan Rüggemeier und einem grossem Team in den letzten Jahren betrieben hat.
Ist die Apokalypse angebrochen – oder erleben wir den Verlust dessen, was Welt verständlich macht? Stimmen aus einer Konferenz zur grassierenden Untergangsstimmung.
In den USA wurde es zuerst beobachtet: Seit einigen Jahren wenden sich junge Menschen (besonders junge, intellektuelle Männer) einer besonderen Spielart des Katholischen zu, nämlich einem entschieden konservativen Katholizismus.
Seine Religionskritik war bissig und kam mit wuchtigen Worten. Der christliche Glaube war ihm eine gefährliche Illusion, doch hörte er nie auf, im Dunstkreis des Christentums zu denken und sich an der Gottesfrage abzuarbeiten.